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Empören statt Auseinandersetzen

Die gesamte Regierungsriege echauffierte sich gestern über die „inakzeptablen“ Aussagen (Faymann, Pröll, Spindelegger, Fekter) des türkischen Botschafters Kadri Ecved Tezcan. Der Übeltäter wurde ins Außenministerium zitiert und sein Chef in der Türkei angerufen. Strache forderte gleich eine Entschuldigung der türkischen Regierung und Josef Normalbürger geiferte in den Foren diverser Tageszeitungen.

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„Haltet euch an die Regeln dieses Landes!“

Ein Interview der „Presse“ mit dem türkischen Botschafter Kadri Ecved Tezcan über Integration sorgt für Aufregung in Österreich. In der politisch korrekten Hysterie wird viel über den Absender und die Hülle der Nachricht diskutiert, währenddessen gehen die Inhalte wieder einmal völlig unter. Wir wollen uns mit der Sache auseinandersetzen, sind in einem spontanen redaktionellen Kraftakt losgezogen und baten drei Experten zum Gespräch*. Continue Reading „„Haltet euch an die Regeln dieses Landes!““

Features 16 comments on Wir panieren die Jugend, Teil 2011

Wir panieren die Jugend, Teil 2011

„Die neue Politik“-Kampagne der SPÖ und das „Schwarz macht geil“ der ÖVP waren Versuche der letzten Jahre, bei den jugendlichen WählerInnen wieder besser Fuß zu fassen. Die Parteien treiben sich in den Discos rum, zeichnen Comics, machen Hiphop-Raps. So verstehen Rot und Schwarz und Blau das Wort „Jugendpolitik“. Zahl ihnen vielleicht mal ein Bier, dann werdens dich schon mögen. Während das in unserer Landeshauptstadt wieder mal im Wahlkampf abging, schürten Faymann und Pröll ein Paket, das die Jugendlichen mit Füßen tritt. Continue Reading „Wir panieren die Jugend, Teil 2011“

Features 45 comments on Wer, warum grün wählt und wieso das so schnell nicht wesentlich mehr tun werden

Wer, warum grün wählt und wieso das so schnell nicht wesentlich mehr tun werden

Meine Beiträge zur österreichischen Innenpolitik halten sich hier bisher in Grenzen. Das werden sie auch in Zukunft tun (freudige Kommentare dazu sind natürlich genauso willkommen wie seriösere zum Artikel). Heute kurz nach Mittag ist mir aber während eines meiner, auf den Tag verteilt, unzähligen Gedankenmonologe etwas eingefallen. Zumindest scheint es mir so.

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Features 23 comments on Reiche? Tschuldige, hamma nicht

Reiche? Tschuldige, hamma nicht

Die OTS-Runterred-Sendung „Im Zentrum“ tue ich mir nicht oft an. Ein Tweet von Andreas hat mich gestern aber doch neugierig gemacht. Das Thema diesmal: „Reiche schröpfen – Der neue Klassenkampf?“. Mit dabei unter anderem Günter Stummvoll, was ein einstündiges Kopfschütteln meinerseits zur Folge hatte. Der 67-jährige Finanzsprecher der ÖVP verteidigte die Reichen, gab eine intellektuelle Bankrotterklärung ab und repäsentatierte seine Partei damit sehr gut. Continue Reading „Reiche? Tschuldige, hamma nicht“

Blog, Features 1 comment on Was, wenn Heinz Fischer etwas zustößt?

Was, wenn Heinz Fischer etwas zustößt?

Eine interessante Anfrage erreichte uns über unsere Hinweisbox auf der Startseite. B. wollte – ziemlich besorgt über den Gesundheitszustand unseres Präsidenten – wissen: „Wird Barbara Rosenkranz Bundespräsidentin, wenn Heinz Fischer im Wahlkampf etwas passiert?“. Klingt absurd, wäre aber gar nichts Neues. Continue Reading „Was, wenn Heinz Fischer etwas zustößt?“

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Versprochen gebrochen

Die westeuropäischen Staaten liegen 14 Mrd. Euro hinter ihren Entwicklungshilfezusagen zurück, die sie vor fünf Jahren den Entwicklungsländern beim G8-Treffen in Schottland gegeben haben. Österreich liegt mit einer EZA-Quote von 0,37% des BIP gemeinsam mit Portugal, Griechenland und Italien am Ende der westeuropäischen EZA-Skala. Als Bürger schäme ich mich dafür. Continue Reading „Versprochen gebrochen“

Blog 33 comments on Das Ende einer Debatte: Die Deutschen überschwemmen „uns“ nicht

Das Ende einer Debatte: Die Deutschen überschwemmen „uns“ nicht

Im Wintersemester 2008 studierten in Österreich 15.295 ordentliche Studierende aus Deutschland. An deutschen Universitäten und Fachhochschulen studierten insgesamt 7.014 Österreicher. (Quelle) Das bedeutet: 0,018% der Deutschen studieren in Österreich, jedoch studieren 0,084% der ÖsterreicherInnen in Deutschland. RSS-FeedVerhältnismäßig studieren also 4,6 Mal mehr ÖsterreicherInnen in Deutschland als umgekehrt. Die absolute Differenz (weil Deutschland ja zehn Mal größer ist) sind läppische 8.000 Studierende. Würde Deutschland die Studiengebühren dieser Menschen überweisen, würde das das österreichische Budget um hammermäßige 3 Millionen Euro auffetten. Das sind 0,0008% des BIP. Wo ist das verdammte Problem?

P.S.: Mit der Uni Heidelberg hat sich jetzt erstmals eine deutsche Uni mit Aktionen an #unibrennt beteiligt. Zwei Hörsäle sind zur Stunde besetzt.