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	<title>zurPolitik.com &#187; Rauchverbot</title>
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		<title>Die Nichtraucher töten also die Fischbestände</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2011/01/12/die-nichtraucher-toten-also-die-fischbestande/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2011/01/12/die-nichtraucher-toten-also-die-fischbestande/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 12 Jan 2011 17:59:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtrauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchverbot]]></category>

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		<description><![CDATA[Süß. Jemand versuchte, mich <a href="http://www.nichtraucherlokale.net/index1.html" target="_blank">mit dieser Liste&#8230;</a> davon zu überzeugen, dass ich als Nichtraucher eh genug Lokalangebote hätte. Am ersten Blick sieht die Liste sogar wirklich sehr lang aus. Dann schaut man sie sich mal an und entdeckt den Haken.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Süß. Jemand versuchte, mich <a href="http://www.nichtraucherlokale.net/index1.html" target="_blank">mit dieser Liste</a> davon zu überzeugen, dass ich als Nichtraucher eh genug Lokalangebote hätte. Am ersten Blick sieht die Liste sogar wirklich sehr lang aus. Dann schaut man sie sich mal an und entdeckt den Haken.<span id="more-7509"></span></p>
<p>Die Wahrheit? Ich habe in den letzten 20 Jahren in vier urbanen Bezirken in Österreich gelebt, davon drei in Wien. In diesen Bezirken leben 221.000 Menschen. Auf der Liste gibt es in diesen Bezirken 44 Einträge. Es gibt in Wien einzelne Straßen die mehr Raucherlokale zu bieten haben, aber abgesehen davon klingt das doch gut, oder?</p>
<p>Man sieht noch ein wenig näher hin. Von den 44 Einträgen sind 15 asiatische Restaurants, 11 Konditoreien/Cafeterias (5 davon von der Kette Aida), 7 Restaurants verschiedenster Küchen (darunter Nordsee und Radatz), 6 Reformhäuser, 2 Starbucks (die aber nicht mehr existieren) und &#8211; jetzt kommts &#8211; eine Kochschule. </p>
<p>Es bleiben immerhin 2 Fortgehlokale.<br />
Für 221.000 Menschen. </p>
<p>Ich glaub es gibt in Sinabelkirchen einzelne Nebenstraßen mit mehr Raucherlokale zum Fortgehen. </p>
<p>Jetzt ist diese Liste zwar nicht vollständig, aber wenn das ein Argument sein soll, rät man den NichtraucherInnen also Sushi zu essen anstatt fortzugehen. Die armen Fischbestände&#8230;</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=7509&amp;md5=61ef5d1f09c6fce50fe544930546e265" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Interview: Rauchverbot-Volksbegehren kommt im Herbst</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2011/01/07/interview-rauchverbot-volksbegehren-kommt-im-herbst/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2011/01/07/interview-rauchverbot-volksbegehren-kommt-im-herbst/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 07 Jan 2011 00:26:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtraucher]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchverbot]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Initiative "Nicht Rauchen in Lokalen" hat genügend Unterschriften gesammelt. Organisator Franz Doppelhofer verrät Motive und Ziele - Ein Interview von Tom Schaffer ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Über die Weihnachtsfeiertage besuchte ich meine Eltern in der Steiermark. Bei solchen Gelegenheiten geht man natürlich fort, um alte Freunde zu treffen. In Wien fand ich als Nichtraucher (neben all den verrauchten Topp-Lokalen) auch feine Lokale, die gut getrennte Räume anbieten. In Bruck/Kapfenberg gibt es hingegen schlicht kein Angebot an brauchbaren, rauchfreien Locations. Dabei sind die quasi zusammengewachsenen Mürztalmetropolen mit einem Einzugsgebiet von über 50.000 Menschen sicherlich nicht das, was man in Österreich als strukturell unterentwickelten, ländlichen Raum bezeichnet. </p>
<p>Da die Initiative &#8220;<a href="http://www.nichtraucheninlokalen.at/" target="_blank">Nichtrauchen in Lokalen</a>&#8221; fast zeitgleich auch unseren <a href="http://zurpolitik.com/2011/01/04/goldener-hut-das-polit-web-2010/" target="_blank">Goldenen Hut als beste politische Bewegung im Web</a> gewann, wollte ich mich zum Stand der Dinge erkundigen. 110.000 Mitglieder hat die <a href="http://www.facebook.com/#!/group.php?gid=207474724730" target="_blank">Facebook-Gruppe</a>, die Franz Doppelhofer im vergangenen Jahr gründete. Der in Wien lebende Steirer organisiert im Moment auch das Volksbegehren mit und gab uns ein ausführliches Interview.<span id="more-7420"></span></p>
<p>Er verriet darin, dass bereits genügend Unterstützungserklärungen gesammelt wurden, man mit dem Einreichen aber noch wartet. Im Herbst soll dann ein Rauchverbot begehrt werden. Ein Erfolg wären für Doppelhofer 500.000 Stimmen. Alles weitere lest ihr im Gespräch.</p>
<h2>&#8220;Da versagt das Gesetz einfach&#8221;</h2>
<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rauchverbot.jpg" alt="" title="Arbeitsloser Aschenbecher (Fotocredits beachten)" width="200" height="128" style="float:right; align:right; margin:3px;" /><strong>zurPolitik.com:</strong> Warum engagierst du dich persönlich für ein öffentliches Rauchverbot? </p>
<p><strong>Franz Doppelhofer:</strong> Es gibt mehrere Gründe. Der Wesentliche ist, dass Passivrauch ungesund ist und es stinkt . Besonders wenn man mit Familien, Kindern und Freunden weggeht. Das ist nicht mehr zeitgemäß, vor allem wenn man über die Grenze blickt. Es geht aber auch um die politische Komponente als mündiger, europäischer Bürger fühle ich mich verpflichtet bei Themen, die mich persönlich betreffen,  aktiv zu werden. Man kauft bei Wahlen eine Partei in Bausch und Bogen. Sachthemen bleiben dabei vielfach auf der Strecke. Es gäbe eine Reihe von Themen die durch direkte Bürgerbeteiligung besser gelöst werden könnten. Deshalb engagiere ich mich durchaus mit politischem Interesse. Und es ist drittens auch noch sehr spannend, Social Media realpolitisch zu verwenden.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Gegner des Rauchverbots würden einwenden, dass mit der Raumtrennung eh Platz für jeden ist. Warum ist dir das aktuelle Gesetz nicht genug?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Mir persönlich geht es zum Beispiel um öffentliche Veranstaltungen. Zum Beispiel Konzerte. Wenn ich heute zu einem Konzert gehe, findet das nicht einmal für Raucher und einmal für Nichtraucher statt. Wir sind jetzt wieder in der Ball-Saison, da gilt dasselbe. In der Hofburg oder in einem Rathaus, da gibt es keine räumliche Trennung. Da wird ein Rauchbereich definiert, an den halten sich die Raucher aber nicht. Ich habe das vergangenes Jahr selbst erlebt und bin gespannt, wie das heuer ist. Vielerorts funktioniert es einfach nicht. Es wird von ignoranten Rauchern und Wirten selbst ignoriert. Ich wurde auf prominente Beispiele aufmerksam gemacht, wo Lokale anscheinend über dem Gesetz stehen. Da ist nichts passiert, da versagt das Gesetz einfach. Auch dort wo es Abtrennungen gibt, stehen vielfach die Türen offen.</p>
<p>Es gibt keine Kontrollorgane. Das Gesetz selbst hat ja einen Kompetenzkonflikt eingebaut: der Gesundheitsschweigeminister Stöger darf nicht kontrollieren, die Bezirksverwaltungsbehörden oder Magistrate haben keinen klaren Auftrag dazu. Unter anderem ist es deshalb ein schlechtes Gesetz. Die Gesetzesübertretungen müssen von couragierten Bürgern erfolgen. Die Initiative <a href="http://rauchsheriff.at" target="_blank">Rauchsheriff</a> macht das zum Beispiel organisiert. Und wer es einmal gemacht hat, weiss wie kompliziert das ist; vor allem am Land: es gilt einmal den richtigen Ansprechpartner zu finden. Da wirst du mit deiner Anzeige zu Hinz und Kunz verwiesen.  </p>
<p>Und &#8211; wie wir es auch <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1rWhzNHMYTc" target="_blank">in unserem Imagevideo</a> darstellen &#8211; Freundeskreise und Familie lassen sich auch nicht trennen. </p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Was sagen deine Raucherfreunde denn zu deinem Engagement?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Ich habe rauchende Freunde, aber wir treffen uns eigentlich immer in Nichtraucherlokalen. Die sagen: „Sehr gut, dass wir dort hingehen, weil dann rauch ich weniger.“</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Wirklich alle? Gibt es keine Konflikte?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> So viele Freunde die rauchen, habe ich in Wirklichkeit nicht. Aber die, die ich kenne haben dann auch kein Problem raus zu gehen. Das sind die sogenannten „respektvollen Raucher“, von denen es ja auch sehr viele gibt. </p>
<p>Im Bekanntenkreis stelle ich mich der Diskussion wenn es zu diesem Thema kommt. Es ist erstaunlich mit welchen Argumenten die Sucht verteitigt wird. Vielfach kommt das Argument der persönlichen Freiheit: nur die hört dort auf wo es die Gesundheit oder die Freiheit eines anderen berührt, wie es beim Passivrauchen halt der Fall ist. Und auch das Argument, dann sollte man das Trinken verbieten: es gibt kein Passivtrinken. Und als nicht vom Suchtgift Nikotin abhängiger Mensch ist es meine persönliche Freiheit in jedes Lokal und an jeden Veranstaltungsort gehen zu können ohne vom giftigen und stinkenen Rauch belästigt zu werden. </p>
<p>Es funktioniert ja auch anderswo in Europa. Spanien war ja das „Paradebeispiel“ für unser Gesetz – die haben seit 1. Jänner eines der schärfsten Gesetze. Früher oder später wird das generelle Rauchverbot sowieso kommen: wir arbeiten dafür, dass es früher kommt.</p>
<h2>&#8220;Viele sagen: &#8216;Ihr habt ja eh genug&#8217;&#8221;</h2>
<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rauchverbot2.jpg" alt="" title="Rauchverbot (Fotocredits beachten)" width="200" height="289" style="float:right; align:right; margin:3px;" /><strong>zurPolitik.com:</strong> Ich bin Befürworter eines Rauchverbots, aber wenn ich mir die Facebook-Seite ansehe, erscheinen mir viele Leute zu radikal und unversönlich. Ist diese Emotionalität mit scheinbar wenigen Moderaten auf beiden Seiten ein Problem für die Initiative?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> In gewisser Weise. Wir haben natürlich einerseits die Absicht ein Volksbegehren durchzuführen. Die Initiative soll aber auch dazu dienen, den Diskurs in Öffentlichkeit und Medien am Leben zu halten und das Bewusstsein zu stärken. Ich habe etliche, hunderte Mails gelesen, die gesagt haben „Ich habe es bis jetzt geduldet“. Wir wollen da auch auf die Notwendigkeit täglicher Zivilcourage hinweisen. Das ist ebenfalls wichtig. Wenn deswegen der ein oder andere zum Rauchen aus dem Lokal geht oder sich denkt „Na, die rauche ich jetzt aber nicht!“, dann haben wir etwas dazu beigetragen, die Situation zu verbessern. Mir persönlich ist es auch manchmal zu radikal. </p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Wie viele Leute helfen im Moment aktiv am Volksbegehren mit?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Das Gründungsteam der Initiative waren so sieben Leute. Ein paar haben aus beruflichen Gründen aufgehört, ein paar sind dazu gekommen. Wir sind also etwa auf demselben Stand.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Wie viele Unterstützungsunterzeichnungen wurden bis jetzt eingereicht?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong>  Rund 9.000. </p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Man findet diese Zahlen ja relativ schwierig. Haltet ihr die bewusst etwas zurück?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Nein. Jeder der etwas zum Volksbegehren wissen will, kann <a href="mailto:office@nichtraucheninlokalen.at" target="_blank">eine Mail</a> an uns schicken und wird diese auch beantwortet bekommen. </p>
<p>Tatsache ist, dass nach dem Ende der Übergangszeit des neuen Gesetzes das Interesse etwas abgeflaut ist – auch der Zulauf der Unterstützungserklärungen. Da hat sich etwas getan, aber es ist erschreckend, dass viele – auch renomierte Medien – dieses Inkrafttreten des Gesetzes mit der Initiative verwechseln. </p>
<p>Das hat auch damit zu tun, dass mit dem 9.000 Stimmen viele sagen: &#8220;Ihr habt ja eh genug&#8221;. Aber wir wollen eigentlich 100.000. Deshalb sammeln wir weiter Unterstützungserklärungen. [Anm.: Jede Unterstützungserklärung gilt später automatisch als Unterschrift zum Volksbegehren]. </p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Volksbegehren_in_Österreich" target="_blank">bisherigen Volksbegehren</a> in Österreich sind mit zwischen 8.000 und 760.000 Unterstützern gestartet. Das sagt erfahrungsgemäß nicht viel darüber aus, wie viele später noch in der Volksbegehrenswoche unterschreiben. Wann plant ihr denn, das Begehren auch wirklich durchzuführen?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Das hängt von der Unterstützung von unabhängigen Organisationen, Medien und Geldgebern ab. Da wird es jetzt im Jänner wieder Gespräche geben. Voraussichtlich wird es nicht mehr im Frühjahr sein. Ein Volksbegehren hat eine gewisse Vorlaufzeit. Würden wir im Frühjahr einreichen, hätte die Regierung Gelegenheit, die Eintragungswoche in den Sommer zu legen. </p>
<h2>&#8220;Alles über 500.000 wäre ein Erfolg&#8221;</h2>
<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rauchverbot3.jpg" alt="" title="Rauchen vor der Tür (Fotocredits beachten)" width="200" height="163"  style="float:right; align:right; margin:3px;" /> <strong>zurPolitik.com:</strong> Also kommt es im Herbst?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Ja, vorausgesetzt es gibt breitere Unterstützung.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Ihr sammelt ja auch Spenden. Wie viel Geld steht denn der Initiative schon zur Verfügung? </p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Es ist ein Betrag im vierstelligen Bereich.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Und wie viel wird eigentlich gebraucht?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Wenn man sich die Kampagne zum bayrischen Volksbegehren ansieht, dann wurde da wesentlich mehr Lobby gemacht. Für eine sinnvolle Kampagne braucht man wahrscheinlich nicht viel Geld, aber viel mediale, logistische und organisatorische Unterstützung.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> In der Vergangenheit wurden mehrere Volksbegehren oft gleichzeitig durchgeführt, um mehr Menschen zum Amt zu bewegen. Gibt es Kontakte mit Leuten die andere Begehren forcieren?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Ja, es gibt Gespräche diesbezüglich, jedoch ist noch nichts spruchreif.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Ihr wollt ja unabhängig sein, aber gibt es Parteien die euch unterstützen oder unterstützen wollen?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong>  Es ist ein parteiunabhängiges Volksbegehren, jedoch ist ein Volksbegehren politisch, da es im Nationalrat behandelt wird. Deshalb ist die Unterstützung durch Parteien nicht unwesentlich. Aber die Standpunkte kennen wir ja. Die Koalition ist nicht gewillt, etwas zu tun. Der Standpunkt der Grünen ist derzeit unklar. Im Herbst haben sie noch eine verbindliche Volksabstimmung gefordert, aber durch die Wahlen wurde es durchaus verständlich ruhiger. Auch die Freiheitlichen haben eine Volksbefragung gefordert, aber auch da ist es sehr ruhig geworden.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Nehmen wir an, es kommt zum Volksbegehren im Herbst. Was wäre ein Erfolg, was ein Handlungsauftrag zu einem Rauchverbot für die Regierung?</p>
<p><strong>Doppelhofer:</strong> Vermutlich eine möglichst breite Unterstützung in der Bevölkerung. Je mehr desto besser. Als Erfolg werten würde ich &#8211; mit den gegebenen Ressourcen &#8211; alles was mehr als 500.000 Unterschriften sind.</p>
<p><strong>zurPolitik.com:</strong> Danke für das Interview!</p>
<blockquote><p><strong>Wissenswert:</strong></p>
<li>Ein Volksbegehren braucht 8.032 Unterstützer um eine Eintragungswoche zu erreichen. Bei dann erreichten 100.000 Unterschriften muss der Nationalrat sich mit dem Anliegen beschäftigen. Weiters hat es keinen verbindlichen Charakter.</li>
<li>Das Rauchverbot-Volksbegehren ist voraussichtlich das 33. in Österreich, das zehnte in diesem Jahrtausend </li>
<li>Das Stärkstunterstützte trug den sexy Titel &#8220;Konferenzzentrum-Einsparungsgesetz&#8221; und wurde 1982 von 1,36 Millionen Menschen unterzeichnet</li>
<li>Lediglich ein eingeleitetes Volksbegehren scheiterte an der 100.000er-Hürde: Nur 75.000 Menschen unterschrieben 1995 &#8220;Pro-Motorrad&#8221;</li>
<li>In den meisten Ländern Europas wurden in den letzten Jahren strenge öffentliche Rauchverbote eingeführt. Unter anderem in Großbritannien, Frankreich, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Schweden, Spanien und in zahlreichen deutschen Bundesländern.</li>
<li>Laut einer <a href="http://www.who.int/mediacentre/news/releases/2009/smoke_free_laws_20091209/en/index.html" target="_blank">WHO-Studie</a> von 2009 sterben jährlich etwa 600.000 Menschen an den Folgen des Passivrauchens</li>
<li>Wer über einen Zeitraum von 20 Jahren täglich eine Schachtel (=20 Zigaretten) raucht, nimmt mit seiner Lunge insgesamt 6 kg Rauchstaub auf und jährlich eine Tasse Teer („Kondensat“). Die Lebenserwartung sinkt – statistisch gesehen – um sechs Jahre (bzw. ≈22 Minuten pro Zigarette) (Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rauchen#Auswirkungen_auf_die_Gesundheit" target="_blank">Wikipedia</a>)</li>
</blockquote>
<p><small><em>Fotocredits:</em><br />
Titelbild: <a href="http://www.flickr.com/photos/die_gabel/" target="_blank">die_gabel</a> &#8211; <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank">CC 2.0-BY-NC-SA</a><br />
1. Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/twicepix/4538077296/sizes/o/in/photostream/" target="_blank">twicepix</a> &#8211; <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">CC 2.0-BY-SA</a><br />
2. Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/iso1987/2285097877/sizes/l/in/photostream/" target="_blank">ISO 1987</a> &#8211; <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank">CC 2.0-BY</a><br />
3. Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/janramroth/" target="_blank">jot.punkt</a> &#8211; <a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank">CC 2.0-BY</a></small></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=7420&amp;md5=38a5a2a888094a399050231779253afb" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Übrigens: Volksbegehren</title>
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		<pubDate>Tue, 18 May 2010 14:05:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch bis Ende Juli kann man das Volksbegehren &#8220;<a href="http://www.nichtraucheninlokalen.at/" target="_blank">Nichtrauchen in Lokalen</a>&#8221; unterstützen. Einige Gründe dafür liefert dieses Video, ein paar weitere <a href="http://zurpolitik.com/tag/rauchen/">wir</a>/<a href="http://zurpolitik.com/tag/rauchverbot/">wir&#8230;</a>.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch bis Ende Juli kann man das Volksbegehren &#8220;<a href="http://www.nichtraucheninlokalen.at/" target="_blank">Nichtrauchen in Lokalen</a>&#8221; unterstützen. Einige Gründe dafür liefert dieses Video, ein paar weitere <a href="http://zurpolitik.com/tag/rauchen/">wir</a>/<a href="http://zurpolitik.com/tag/rauchverbot/">wir</a>.</p>
<p><object width="630" height="375"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/1rWhzNHMYTc&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xd0d0d0&#038;hl=en_US&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/1rWhzNHMYTc&#038;color1=0xb1b1b1&#038;color2=0xd0d0d0&#038;hl=en_US&#038;feature=player_embedded&#038;fs=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="630" height="375"></embed></object></p>
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		<title>Rauchverbot ab Juli?</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/03/07/rauchverbot-ab-juli/</link>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 12:54:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Georg Pichler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Gastronomie]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchverbot]]></category>
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		<description><![CDATA[Gesundheitsminister Stöger legt im Konflikt mit den Gaststättenbetreibern einen Gang zu. Er ist nicht zufrieden mit der bisherigen Umsetzung der aktuellen Nichtraucherregelung (Anm.: Wie könnte er auch, ich hab selten so ein Wischi-Waschi-Gesetz gesehen). Folglich droht er &#8211; trotz aktuell&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gesundheitsminister Stöger legt im Konflikt mit den Gaststättenbetreibern einen Gang zu. Er ist nicht zufrieden mit der bisherigen Umsetzung der aktuellen Nichtraucherregelung (Anm.: Wie könnte er auch, ich hab selten so ein Wischi-Waschi-Gesetz gesehen). Folglich droht er &#8211; trotz aktuell fehlender Mehrheit im Nationalrat &#8211; mit einem absoluten Rauchverbot in Lokalen ab Juli. </p>
<p>Der deutsche Kabarettist Volker Pispers zum Thema:</p>
<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/Zx7xmdyz22s&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/Zx7xmdyz22s&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=3431&amp;md5=fce98f7d58e79cfde7b4f61a6daf5030" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Rauch, wenn die Uni brennt</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/11/07/der-rauch-wenn-die-uni-brennt/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 01:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Audimax]]></category>
		<category><![CDATA[Besetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Grrr!]]></category>
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		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[<br />
Es ist schon viel darüber geschrieben worden, wie respektvoll im Audimax miteinander umgegangen wird. Wie vernünftig zu Entscheidungen gefunden wird. Wie schnell selbst bei emotionalen Themen ganz einfache Kompromisse eingegangen werden. Der &#8220;Audimaxismus&#8221; untertags ist ein blühendes Beispiel für ein&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rauch.jpg" alt="Rauch" title="Rauch" width="530" height="200" class="alignnone size-full wp-image-2646" /><br />
Es ist schon viel darüber geschrieben worden, wie respektvoll im Audimax miteinander umgegangen wird. Wie vernünftig zu Entscheidungen gefunden wird. Wie schnell selbst bei emotionalen Themen ganz einfache Kompromisse eingegangen werden. Der &#8220;Audimaxismus&#8221; untertags ist ein blühendes Beispiel für ein menschliches Miteinander, das auf Vernunft und Freundschaft basiert. Sobald der Tag sich zu Ende neigt, ändert die Besetzung aber in Teilen ihre Form.<span id="more-2645"></span></p>
<p>[ad#ad-1]Die Engagierten gehen großteils müde heim, der Anteil der Vernünftigen wird kleiner, die PartybesetzerInnen treten ins gedämmte Licht des Hörsaals. Bis zum letzten Ton der jeweiligen Band füllen sie das Audimax. Dann gehen sie heim und lassen die letzten Engagierten über Nacht zurück. Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden. Natürlich sind auch GelegenheitsbesucherInnen herzlich Willkommen. Und das Vergnügen ist gar unser Trumpf, der immer wieder neue Leute hereinspült, die doch auch Freude am Ernst der Sache finden. </p>
<p>Was also ist das Problem? </p>
<p>Die Opfer. </p>
<p>Denn wenn am Ende der Acts die Leute gehen, bleibt der Müll zurück. Und die, die eh alles organisieren werden zu den Ärschen vom Dienst. Wer das zulässt, hat den &#8220;Audimaxismus&#8221; nicht verstanden und hier eigentlich auch nichts verloren.</p>
<p>Doch die ersten Prinzipien sterben schon früher. Kaum klingt die erste Note des Abends, glühen allerorts die Tschick vor den Gesichtern. Wie halt so das eine das andere ergibt, sind es eben Gesichter, die man großteils sonst nicht im Audimax sieht. Bei der Audimax-Besetzung trifft man hauptsächlich RaucherInnen, die sehr rücksichtsvoll sind, und sich mit ihren Zigaretten in gekennzeichnete Bereiche oder kurz raus begeben. Die Leute die dort sind, weil sie etwas erreichen wollen, die haben so gut wie alle das Hirn, um auch dieses Problem zu verstehen. </p>
<p>Danke an euch. Wann immer ich mich in meinem Leben über RaucherInnen beschwere oder aufrege. Wann immer ich ein Rauchverbot für notwenidg halte. Ihr seid dann nicht gemeint. Euch bräuchte man gar nichts zu verbieten.</p>
<p>Aber den anderen. Denn genau dann, wenn es viele der Party-RaucherInnen nicht schaffen, mal zwei Stunden nicht unbedingt direkt dort zu qualmen, wo sie gerade stehen, ist der &#8220;Audimaxismus&#8221; verraten. Kein Grundprinzip der Besetzung ließe es zu, so egoistisch zu sein: Respekt, Rücksichtnahme, Solidarität und Vernunft.</p>
<p>Die Rücksichtsnahme auf Mitmenschen, die sich in einem Raum voller Rauch (oder Sexismus/Rassismus&#8230;) nicht wohl oder gar diskriminiert fühlen -oder die Rauch gesundheitlich gar nicht ertragen (was dann genau genommen jeder Mensch wäre, aber natürlich manche ganz besonders betrifft). Wer will, dass das &#8220;unsere&#8221; Uni ist, muss auch wollen, dass sich dort alle wohl fühlen.<br />
Die Solidarität mit der Bewegung. Die hat sich nämlich völlig unaufgeregt und (der institutionalisierten österreichischen Politik um Jahre voraus) ihre eigenen Regeln gegeben. RaucherInnen haben ihren Raum, belästigen aber die passive Masse (und Mehrheit) der NichtraucherInnen nicht.<br />
Wer wirklich auch nur das geringste mit dem &#8220;Audimaxismus&#8221; am Hut hat, respektiert diese Regeln.</p>
<p><a href="http://zurpolitik.com/feed/" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rss.jpg" alt="RSS-Feed" title="RSS-Feed" border="0" width="150" height="200" align="right" /></a>Wer das nicht tut, soll sich schleichen. Die Hack&#8217;n dürfen sie machen, oder was? Die Leute die einfach nicht wie Fabrikschlote stinken wollen, die NichtraucherInnen die Wert auf ihre Gesundheit legen, die AllergikerInnen und die Lungenkranken? Den ganzen Tag dürfen sie sich den Arsch aufreissen und mithelfen? Aber die Party und Entspannung, die bleibt dann den Rücksichtslosen übrig? Und wenn die dann gehen, sollen wieder die Vernünftigen im stinkenden Audimax bis zum Morgen ausharren und sich ihren Lungenkrebs holen?</p>
<p>Eigentlich kaum zu fassen nach all den positiven Erfahrungen der letzten beiden Wochen, dass manche Menschen diese einfache Sache nicht verstehen. Dass das nämlich inakzeptabel ist. </p>
<p>Und dann ist es doch wieder eine wichtige Erinnerung daran, dass eben nicht die ganze Welt das Audimax ist. Ein weiterer Grund das schade zu finden.</p>
<p><em>Fotocredits: <a href="http://www.flickr.com/photos/marfis75/3867466806/sizes/l/">Marfis75</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">CC2.0-BY-SA</a></em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2645&amp;md5=9d9668acdd3e66ad51122540a9f6423f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Warum ein Rauchverbot auch aus Unternehmersicht richtig ist</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/02/11/warum-ein-rauchverbot-auch-aus-unternehmersicht-richtig-ist/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2009/02/11/warum-ein-rauchverbot-auch-aus-unternehmersicht-richtig-ist/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 11 Feb 2009 14:47:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[<br />
Dass mir das erst jetzt aufgefallen ist &#8211; seltsam. Seit Jahren wird nun über ein öffentliches Rauchverbot diskutiert. Und die letzte Festung seiner Gegner war immer wieder, auf die wirtschaftliche Freiheit der Gastwirte zu pochen (auch in den Kommentaren <a href="http://www.andreaslindinger.at/?p=169">dieses &#8230;</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/zigarrette.jpg" alt="Zigarrette" /><br />
Dass mir das erst jetzt aufgefallen ist &#8211; seltsam. Seit Jahren wird nun über ein öffentliches Rauchverbot diskutiert. Und die letzte Festung seiner Gegner war immer wieder, auf die wirtschaftliche Freiheit der Gastwirte zu pochen (auch in den Kommentaren <a href="http://www.andreaslindinger.at/?p=169">dieses Blogposts</a>). Hier scheint es, als würde das Problem auf seine ultimative Unauflösbarkeit reduziert. Als stünde das Unternehmerrecht gegen den Arbeiterschutz. Dass da ein gedanklicher Fehler drinnen steckt, das hat bisher noch nie jemand so klar formuliert.<span id="more-1515"></span></p>
<p>Wir kennen die Situation der letzten Jahrzehnte. Rauchen in Lokalen war uneingeschränkt erlaubt, ein adäquates Nichtsraucherangebot ist nicht entstanden. Der Markt hat in dieser Frage versagt, weil er von zu vielen geschriebenen und ungeschriebenen Zwängen beeinflusst wird. Der Versuch, ein rauchfreies Alternativangebot aufzuziehen ist nicht nur gescheitert, er wurde aus freien Stücken dann auch irgendwann gar nicht mehr in Angriff genommen.</p>
<p>Die Erklärung im theoretischen Schnelldurchlauf: Raucher- wie Nichtraucherlokale werden zwar beide von Rauchern wie Nichtrauchern besucht, zweitere sind aber im Nachteil. Denn während ein beachtlich großer Teil der Raucher nicht einsieht, sich in seiner Lust- und Sucht-Gewohnheit einschränken zu lassen (was dann auch dazu führt, dass so manches Lokal mit besonders festgefahrener Klientel bei einem Rauchverbot Probleme bekommen wird), sind Nichtraucher in einer Gesellschaft sozialisiert, wo sie die Rauchgefährdung und -belästigung gewöhnt sind. Viele nehmen sie auch nicht ernst. Wer kennt sie schließlich nicht, die Geschichten vom Kettenraucher-Opa, der trotzdem 214 Jahre alt geworden ist? </p>
<p>Die Anzahl militanter Nichtraucher, die aus Prinzip ihren eigenen Nachteil in Kauf nehmen, auf die guten Lokale verzichten und zuhause bleiben (oder wo überhaupt möglich in meist schrecklich langweilige Nichtraucher-Kneipen gehen), ist deshalb wesentlich kleiner. Sie wird nur um die rücksichtslos stets ignorierte Zahl derer ergänzt, die aus Krankheitsgründen schon nicht einmal daran denken dürfen, eine rauchversiffte Bude aufzusuchen. Macht sich ein Nichtraucher überhaupt Gedanken um die Problematik des Rauchs, bleibt immer noch der soziale Gruppenzwang (und die Bedeutung von &#8220;Zwang&#8221; darf man hier nicht so einfach übergehen), der in seinem inhomogenen Freundeskreis entsteht.</p>
<p>Nochmal kurz: Die aktuellen Rahmenbedingungen, die zwar nicht immer in Gesetzesform niedergeschrieben aber denoch zwanghaft sind und deshalb freie Entscheidungen verunmöglichen, benachteiligen Nichtraucherlokale. Auch aus so mancher Unternehmersicht ist ein Rauchverbot also gut. Eine pauschale Instrumantalisierung &#8220;der Unternehmer&#8221; als Argument gegen ein Rauchverbot muss nicht akzeptiert werden.</p>
<p>Meine Fragen an die sicher kommenden Widersprechenden:<br />
Wieso soll der Nachteil von Nichtraucherlokal-Besitzer weniger beklagenswert sein, als der Rückschlag, den manch andere Lokale bei einem Rauchverbot erleiden würden?<br />
Wieso haben Rauchlokal-Besitzer anscheinend die Garantie, dass die Welt es immer gut mit ihrem Geschäft meinen soll &#8211; auch wenn es gefährlich ist?<br />
Und angesichts dessen, dass ein <em>völlig</em> freier Markt eher eine Dystopie als ein anstrebenswertes Ziel ist, was spricht da gegen diese harmlose Regulierung? (Und ich meine konkret. Bitte keine dieser prinzipiellen &#8220;Der Markt muss frei sein&#8221;-Statements.)</p>
<p>Schlussendlich darf doch das Ziel eines Liberalen niemals ein Instrument als Prinzip sein (eben der sogenannte &#8220;freie&#8221; Markt), sondern die größtmögliche Freiheit aller &#8211; die aber aus bekannten Gründen niemals grenzenlos sein darf. Die Freiheit wird aber nicht nur vom Staat und seinen Ge- und Verboten eingeschränkt, sondern auch von anderen und nicht minderen Zwängen &#8211; etwa gesellschaftlichen und wirtschaftlichen. Und weil dazwischen abgewogen werden muss, bestimmt nicht die Entscheidung zwischen einer Regulierung und keiner Regulierung, wie viel Freiheit entsteht, sondern die Auswirkungen dieser Entscheidung.</p>
<p><em>Fotocredits: <a href="http://www.flickr.com/photos/nyki_m/3179838215/sizes/l/">nyki_m</a></em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=1515&amp;md5=669044ebd2d4b0c0e42aae018995e37e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ich habe Mitleid mit Rauchern</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/01/09/ich-habe-mitleid-mit-rauchern/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Jan 2009 15:20:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Club 2]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchverbot]]></category>

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		<description><![CDATA[„Diese armen, bedauernswerten Raucher, was man mit denen im Moment alles anstellt.“ &#8211; Reinhard Haller (<a href=“http://tv.orf.at/program/orf2/20090107/447237601/257999/“ target=“_blank“>Chefarzt in einer Drogenklinik&#8230;</a>) im hirnlosesten aller Club 2 (8.1.2009)
Ich bin in diesem Jahr zwei Mal ausgegangen und musste zwei Mal früher]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/gelbezaehne.jpg" alt="Gelbe Zähne (Fotocredits: Cemetery Belle)" /></p>
<blockquote><p>„Diese armen, bedauernswerten Raucher, was man mit denen im Moment alles anstellt.“ &#8211; Reinhard Haller (<a href=“http://tv.orf.at/program/orf2/20090107/447237601/257999/“ target=“_blank“>Chefarzt in einer Drogenklinik</a>) im hirnlosesten aller Club 2 (8.1.2009)</p></blockquote>
<p>Ich bin in diesem Jahr zwei Mal ausgegangen und musste zwei Mal früher oder später das Lokal verlassen, weil wegen fast schon greifbaren Rauchschwaden meine Augen tränten und mein Kopf weh tat. Das ist das Nicht-Ergebnis der Anti-Passivrauch-Nichtoffensive der ehemaligen Gesundheitsministerin.<span id="more-1354"></span></p>
<p>[ad#ad-1]Es leiden also weiter die Nichtraucher, jammern aber vor allem die Raucher (mein Lieblingshysteriker ist immer noch der <a href=“http://www.kritikus.at/category/rauchen/“ target=“_blank“>Kritikus</a>). Noch nie habe ich öffentlich jemanden sagen hören: „Arg was man mit den armen, bedauernswerten Nichtrauchern anstellt“. </p>
<p>Aber die Drohung in der Öffentlichkeit atembare Luft zu schaffen ist ja auch wirklich ein ziemlicher Terror, verglichen mit Lungenkrebs, Asthma, Reinigungsrechnungen, Kopfweh und dem Unwohlsein in jedem erdenklichen Lokal. Wirklich! Arme Raucher.</p>
<p><em>Fotocredits: <a href="http://flickr.com/photos/j_cat_loen/2360141183/">Cemetery Belle</a></em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=1354&amp;md5=f053ec9b55707499420df9222e209a73" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>How can we win when fools can be kings?</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2008/04/29/how-can-we-win-when-fools-can-be-kings/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2008/04/29/how-can-we-win-when-fools-can-be-kings/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 22:29:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Kdolsky]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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Ich komme gerade aus dem Pub vom Champions League-Match Manchester gegen Barcelona. Zur Halbzeit musste ich aus dem Lokal, weil man dank des Rauchs keine Luft mehr bekommen hat. In der zweiten Hälfte saß ich wieder nach Luft sehnend drinnen,&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.zurpolitik.com/wp-content/uploads/gelbezaehne.jpg' alt='Gelbe Zähne (Fotocredits: Cemetery Belle)' /><br />
Ich komme gerade aus dem Pub vom Champions League-Match Manchester gegen Barcelona. Zur Halbzeit musste ich aus dem Lokal, weil man dank des Rauchs keine Luft mehr bekommen hat. In der zweiten Hälfte saß ich wieder nach Luft sehnend drinnen, während die Verursacher sich immer wieder genüsslich die nächsten Glimmstengel anzündeten. Solche Situationen wird es in Österreich auch in den nächsten Jahren weiterhin geben. Jener <a href="http://www.rigardi.org/?p=193">Rauchgesetz-Entwurf</a> der morgen präsentiert wird bringt nur ein Ergebnis: Als Nichtraucher ist man weiterhin auch hochoffiziell das Arschloch. &#8211; gezeichnet, die Schweinsbratenministerin.<span id="more-588"></span></p>
<blockquote><p>Besteht ein Lokal nur aus einem Raum unter 50 Quadratmeter, so kann der Wirt entscheiden, ober er es als Raucher- oder Nichtraucherlokal führt. Bis 80 Quadratmeter muss der Gastronom nachweisen, ob eine räumliche Trennung &#8220;aus rechtlichen Gründen im Rahmen der Betriebsanlage&#8221; möglich ist, hieß es gestern Abend.</p>
<p>Wenn dies nicht möglich ist, besteht weiter die Wahlmöglichkeit. Ist es schon möglich, dann muss der größere Raum zum Nichtraucherraum werden. Letzteres gilt auch für alle größeren Lokale, auch hier muss der größere Raum der Nichtraucherraum sein.</p>
<p>Bezüglich des Arbeitnehmerschutzes hat die Koalition zum größten Teil die Vorschläge der Sozialpartner übernommen. So sollen Schwangere sofort frei gestellt werden, wenn sie in reinen Raucherlokalen tätig sind. Lehrlinge sollen grundsätzlich nicht mehr in Raucherbereichen ausgebildet werden. (<a href="http://orf.at/ticker/287878.html">ORF</a>)</p></blockquote>
<p>Eine typisch österreichische Lösung: Mach ma ein bisserl Bürokratie und änder ma ansonsten aber bitte bloß nix. Angesichts des Liberalitätsverständnisses politischer Entscheidungsträger hierzulande kann man nur hoffen, dass es niemals als legitime Freiheit betrachtet wird, seinen Kot jederzeit auf den Tisch knallen zu dürfen. Obwohl: Viel mehr stinken und schaden könnte es auch nicht.</p>
<p><em>Fotocredits: <a href="http://flickr.com/photos/j_cat_loen/2360141183/">Cemetery Belle</a></em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=588&amp;md5=b7be6f321bebdb9bd5bb340fab2527d4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Handyverbote in Öffentlichen Verkehrsmitteln: Jemand zuhause?</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2008/04/10/handyverbote-in-offentlichen-verkehrsmitteln-jemand-zu-hause/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Apr 2008 15:05:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlicher Verkehr]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchverbot]]></category>
		<category><![CDATA[Verbot]]></category>

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		<description><![CDATA[<br />
Rauch aus dem öffentlichen Raum zu verbannen scheint in Österreich eine Unmöglichkeit zu sein. Seit Jahren sträubt sich die hiesige Politik &#8211; allen voran die ÖVP &#8211; dagegen, das öffentliche Rauchen konsequent zu verbieten. Meine Meinung dazu ist bekannt. Dass&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://www.zurpolitik.com/wp-content/uploads/telefonierding.gif' alt='Telefonieren (Credit: Travel Aficionado)' /><br />
Rauch aus dem öffentlichen Raum zu verbannen scheint in Österreich eine Unmöglichkeit zu sein. Seit Jahren sträubt sich die hiesige Politik &#8211; allen voran die ÖVP &#8211; dagegen, das öffentliche Rauchen konsequent zu verbieten. Meine Meinung dazu ist bekannt. Dass der Zigarettenrauch mich stört ist eine Sache, rechtfertigt aber kein Totalverbot. Dass Marlboro &#038; Co. giftig bis tödlich sind, hingegen schon. Bei Tod und Krankheit endet einfach mal die Toleranz gegenüber der Sucht. Österreich aber ist zu einem guten Teil ein Land skurriler Wahnsinniger.<span id="more-560"></span> </p>
<p>Nicht anders ist zu erklären, dass ausgerechnet aus der Rauchverbots-scheuen ÖVP (genauer gesagt von Bürgermeister Siegfried Nagl) jetzt ein Vorstoß kommt, ein <a href="http://derstandard.at/?id=3297252">Telefonierverbot in öffentlichen Verkehrsmitteln in Graz</a> durchzusetzen (übrigens <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=3287707">gibt es das auch in Linz</a>).</p>
<p>[ad#ad-1]Rekonstruieren wir:<br />
-Störender, giftiger Rauch in geschlossenen Räumen ist in Ordnung und darf auf keinen Fall verbannt werden. Halb Österreich vermutet den Untergang des Abendlandes und jeglicher Kultur.<br />
- Das unangenehme Telefonverhalten einiger besonders exibitionistischer Zeitgenossen in öffentlichen Verkehrsmitteln hingegen rechtfertigt aber gleich ein Totalverbot?</p>
<p>Allein dass führende politische Personen in diesem Land so etwas laut sagen dürfen, ohne mit dem nassen Fetzen aus der Stadt gejagt zu werden, ist unglaublich. Es gibt allerdings zwei Aspekte, die das ganze Vorhaben noch zwei, drei Ecken schlimmer machen. Zum Einen ist es die Haltung der Grünen Vizebürgermeisterin Rücker. Sie kann sich ein solches Verbot schon vorstellen, das sei &#8220;sinnig&#8221;. Das Zweite ist diese Umfrage bei derStandard.at: Etwa <a href="http://derstandard.at/?id=3297386">37% der bisherigen Poll-Teilnehmer sind für ein solches Verbot</a>. Das ist natürlich nicht repräsentativ, aber ein bisserl hat man da schon das Gefühl, dass da Hopfen und Malz bei einigen verloren gegangen ist.</p>
<p>Ich will jetzt nicht abstreiten, dass es störende Telefonierer gibt. Bin ich auch davon genervt, wenn neben mir jemand in sein Telefon brüllt? Natürlich. Es gibt allerdings noch deutlich mehr, die nicht laut schreiend telefonieren, sondern sich ganz normal unterhalten. Ich bin allerdings auch davon genervt wenn neben mir alte Männer ihren politischen Unsinn debattieren oder Klatschweiber sich über irgendeinen Mist unterhalten. Und Kinder können auch ganz laut sein. Was kommt als nächstes, wenn man dieser Argumentation folgt? Sprechverbote? Einen Unterschied könnte ich nicht erkennen.</p>
<p><em>Fotocredit: <a href="http://flickr.com/photos/travel_aficionado/2200003879/">Travel Aficionado</a></em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=560&amp;md5=0262647f59031c4b79897881eae32094" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Hamburg &#8211; Unaufgeregte Todesnähe</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2008/04/06/hamburg/</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Apr 2008 12:54:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/hamburg.jpg" alt="Blick auf Hamburg von der Nordelbe" align="right"><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg">Hamburg</a> ist cool, aber seine Bevölkerung dürfte ein Problem mit Erektionsstörungen haben. Zumindest habe ich auffällig viel Werbung dafür in der Stadt ausgehängt gesehen, als ich die letzten fünf Tage dort war. Ansonsten würde ich jedem raten, nur 3-4 Tage dort zu verbringen. Dann gehen einem nämlich die Sehenswürdigkeiten aus (zumindest, wenn man nicht in die Museen gehen will). Einen Regenschutz solte man auch dabei haben, und besser etwas mehr in der Mitte des Jahres fahren. Anfang April ist es in Hamburg nass und kalt.<span id="more-554"></span></p>
<p>In Hamburg sind wir natürlich auch ausgegangen. Ein Freund von <a href="http://rebell.at">Rebell</a> hat uns die Stadt gezeigt. Zum Beispiel das <a href="http://www.dreiundsiebzig.de/">Haus III&#038;70</a> (direkt neben der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rote_Flora">Roten Flora</a>). Das ist ein Studentenlokal, ein ziemlich nettes. Außerdem waren wir in einem eher-Außenbezirk in einer Billiardkneipe und in diversen Lokalen und Restaurants in der Innenstadt. All diese Läden hatten eines gemeinsam: Dank des geltenden Rauchverbots bekommt man Luft und stinkt nach dem Fortgehen nicht wie ein Nikotinjunkie. Und trotzdem ist die öffentliche Ordnung bislang noch nicht zusammengebrochen. Das befürchtet man ja <a href="http://derstandard.at/?id=3291727">hier, im AAAAAARGH-Land</a>.</p>
<p>[ad#ad-1]Hamburg ist die zweitteuerste Stadt Deutschlands. Bei Starbucks zahlt man für den Tageskaffee aber 30 Cent weniger als in Wien. Für fast alles zahlt man etwas weniger als in Wien. So richtig günstig ist es aber trotzdem nicht. Dafür protzig. In der Innenstadt, rund um den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jungfernstieg">Jungfernstieg</a>, findet man kaum etwas zu trinken, weil die Edel-Kleidungsmarken alles besetzen, was Ladenfläche ähnlich sieht. Rund um die Alster findet man dafür Villen die bis zu 26 Millionen Euro kosten und Fleckchen die Quadratmeterpreise von über 10.000€ haben. Ich frage mich, wer auf der Welt so einen Reichtum verdient haben soll. Ich finde keine Antwort.</p>
<p>Aus Hamburg mitgenommen habe ich materiell nicht viel. Eine <a href="http://www.sueddeutsche.de">Süddeutsche</a>, mein allererstes <a href="http://www.cicero.de/">Cicero</a> und einen <a href="http://guardian.co.uk">Guardian</a>. Dinge, die ich überall auf der Welt mitnehmen können würde und mitnehmen würde.</p>
<p>Hamburg ist durchaus schön und gerade die Jugendkultur scheint sehr interessant und ergiebig, aber schon allein wegen dem Klima keine Stadt zum Leben. Und weil ich da permanent Lebensangst haben würde. Nicht wegen der Kriminalität. Die ist niedrig, glaube ich. Die Leute scheinen generell recht friedlich zu sein. Wir hatten beim Fortgehen 5-6 Situationen wo ich damit gerechnet habe, gleich angestänkert zu werden. Einfach weil ich es aus Österreich so gewohnt wäre. Ist aber nicht passiert. Selbst bei einer 15-Mann-Gruppe von halbstarken Postpubertierenden stießen weder mein Hut noch mein Sechsertragerl Bier auf Interesse. Aber eine positive Sache ist ziemlich gefährlich. In Hamburg fahren recht wenige Leute mit dem Auto und recht viele mit dem Fahrrad. Aber die Fahrradwege sind schlecht vom Fußgängerweg getrennt und die Radfahrer sind dem Bremsen gegenüber anscheinend völlig abgeneigt. Drei Mal habe ich in Hamburg dem Tod ins Auge geblickt. Zweimal neben einem Radweg, einmal auf <a href="http://www.foto-hamburg.com/Dom-Hamburg.jpg">dem Ding</a>.</p>
<p>Auch in Hamburg ist es interessanter sich mit Freunden zu unterhalten als von einem Sight zum Nächsten zu jagen. <a href="http://monoton.at">Pezi</a> und ich, wir haben ja beides gemacht. Was mir besonders in Erinnerung bleiben wird, ist neben dem Blick vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/St.-Michaelis-Kirche_(Hamburg)">Michel</a> die Reaktion unseres Gastgebers (der uns seinen Boden geliehen hat), als er gehört hat, wie &#8220;transparent&#8221; in Österreich die Parteienfinanzierung läuft. Es war nicht arrogant von ihm gemeint, er konnte nur ganz spontan nicht anders. Die österreichische Innenpolitik löst im Ausland also dasselbe aus wie mein Gastgeber, als er mit 2 Promille in seine Deckenlampe gesprungen ist: Schallendes Gelächter.</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=554&amp;md5=dd9de2e830dac8349ad45fd49c52ba7d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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