<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	xmlns:series="http://unfoldingneurons.com/"
		xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd"
	xmlns:media="http://search.yahoo.com/mrss/"
>

<channel>
	<title>zurPolitik.com &#187; Studie</title>
	<atom:link href="http://zurpolitik.com/tag/studie/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://zurpolitik.com</link>
	<description>Unabhängig über Politik, Gesellschaft und Medien. Österreich. EU. Global.</description>
	<lastBuildDate>Wed, 08 Feb 2012 14:00:03 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-at</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
	<copyright>Copyright © zurPolitik.com 2010 </copyright>
	<managingEditor>bot@zurpolitik.com (zurPolitik.com)</managingEditor>
	<webMaster>bot@zurpolitik.com (zurPolitik.com)</webMaster>
	<category>News, Politik, Medien, Gesellschaft, Österreich, Europa, Zeitgeschehen</category>
	<ttl>1440</ttl>
	<image>
		<url>http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/podpress/images/podcast.jpg</url>
		<title>zurPolitik.com</title>
		<link>http://zurpolitik.com</link>
		<width>144</width>
		<height>144</height>
	</image>
	<itunes:subtitle>Geschichten zum Zeitgeschehen aus Politik, Medien und Gesellschaft.</itunes:subtitle>
	<itunes:summary>Unabhängig über Politik, Gesellschaft und Medien. Österreich. EU. Global.</itunes:summary>
	<itunes:keywords>Politik, Medien, Gesellschaft, Zeitgeschehen, Feuilleton, Österreich, Europa</itunes:keywords>
	<itunes:category text="News &#38; Politics" />
	<itunes:category text="Society &#38; Culture" />
	<itunes:author>zurPolitik.com</itunes:author>
	<itunes:owner>
		<itunes:name>zurPolitik.com</itunes:name>
		<itunes:email>bot@zurpolitik.com</itunes:email>
	</itunes:owner>
	<itunes:block>no</itunes:block>
	<itunes:explicit>no</itunes:explicit>
	<itunes:image href="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/podpress/images/podcast.jpg" />
		<item>
		<title>Eine kleine Studie über Österreich</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/04/19/eine-kleine-studie-uber-osterreich/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/04/19/eine-kleine-studie-uber-osterreich/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 19 Apr 2010 18:19:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=4184</guid>
		<description><![CDATA[Wir versuchen in bester halbwissenschaftlicher Manier wieder ein Stückchen Österreich zu erforschen und brauchen dafür natürlich die Hilfe von Leuten die in Österreich leben oder gelebt haben. 
Die Teilnahme an unserer Studie dauert etwa eine Minute. Bitte schickt den Link&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir versuchen in bester halbwissenschaftlicher Manier wieder ein Stückchen Österreich zu erforschen und brauchen dafür natürlich die Hilfe von Leuten die in Österreich leben oder gelebt haben. <span id="more-4184"></span></p>
<p>Die Teilnahme an unserer Studie dauert etwa eine Minute. Bitte schickt den Link hierher auch an eure Freundinnen und Freunde bzw. Bekannten, damit das Sample eine brauchbare Größe erreicht. Insbesondere ältere Altersklassen und Leute rechts der politischen Mitte dürften ohne eure Hilfe nur in kleiner Zahl hierher finden. Danke!</p>
<p><iframe src="http://spreadsheets.google.com/embeddedform?formkey=dFZaQUtZOERBUUQtVDQ0UmM2UEg1V0E6MQ" width="630" height="1550" frameborder="0" marginheight="0" marginwidth="0">Loading&#8230;</iframe></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=4184&amp;md5=ea835751128c0337eb6049e2520bc07c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2010/04/19/eine-kleine-studie-uber-osterreich/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=4184&amp;md5=ea835751128c0337eb6049e2520bc07c" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Blogs und Journalismus</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/04/06/blogs-und-journalismus/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/04/06/blogs-und-journalismus/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 15:46:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Impressumspflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Journalisten]]></category>
		<category><![CDATA[Medienrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=3981</guid>
		<description><![CDATA[Im Finale der Untersuchung widmen wir uns journalistischen Vorkenntnissen, medienrechtlichen Behinderungen und dem Verhältnis zwischen BloggerInnen und traditionellen Medien - Ein Endspurt von Michael Moser]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einer kleinen Verspätung sind wir nun beim sechsten Teil der PolitikbloggerInnenstudie angelangt. Im Finale widmen wir uns den journalistischen Vorkenntnissen der BloggerInnen, deren Beurteilung rechtlicher Gegebenheiten und dem Verhältnis von BloggerInnen zum traditionellen Journalismus.<span id="more-3981"></span></p>
<p><strong>BloggerInnen sind keine JournalistInnen</strong></p>
<p>BloggerInnen sind BloggerInnen und JournalistInnen sind JournalistInnen. Diese Behauptung stellten wir im Fragebogen auf und diese Behauptung erscheint mir als richtig. Mittlerweile gibt es kaum noch Menschen, ob in der Kommunikationswissenschaft oder unter den PraktikerInnen, die versuchen BloggerInnen und JournalistInnen gleichzusetzen.</p>
<p><strong>Leidige Diskussion</strong></p>
<blockquote><p>&#8220;Blogger können Journalisten sein und Journalisten Blogger. Im Regelfall sind Blogger jedoch keine Journalisten und stellen diesen Anspruch auch nicht an sich. Die ganze (leidige) Diskussion rührt vielleicht daher, dass Journalisten durch Blogger ihr Meinungsmonopol bzw. ihre Gatekeeper-Funktion bedroht sehen.&#8221;</p></blockquote>
<p>So beschrieb eine befragte Person das Verhältnis BloggerInnen zu JournalistInnen und befindet sich damit in guter Gesellschaft. Der überwiegende Großteil der Befragten sieht starke Unterschiede zwischen Blogging und Journalismus. So sehen sie BloggerInnen etwa vorrangig als Verbreiter von Meinungen. Während in Blogs vorwiegend subjektiv argumentiert wird, steht im  Journalismus Objektivität im Vordergrund (so sollte es zumindest sein).</p>
<p><strong>Organisation vs. Privat</strong></p>
<p>Auch die Produktionsbedingungen sind kaum zu vergleichen. Während Journalismus vorrangig in Organisationen mit klarer Aufgabenverteilung stattfindet, werden Blogs hierzulande privat von Einzelpersonen (oder einer Gruppe von Einzelpersonen) betrieben. Wir halten also fest: BloggerInnen sind keine JournalistInnen.</p>
<p><strong>Journalistische Vorkenntnisse?</strong></p>
<p>Eine gewisse Verwandtschaft im schöpferischen Prozess ist jedoch kaum von der Hand zu weisen. Demnach schadet es auch nicht, wenn BloggerInnen journalistische Vorkenntnisse haben. Eine klare Schreibweise, die Fähigkeit zur kritischen Recherche oder das Wissen um rechtliche und ethische Grundlagen sind Skills, die auch BloggerInnen bei ihrer Tätigkeit positiv unterstützen und die Qualität der Inhalte steigern können.</p>
<p><strong>55 zu 45</strong></p>
<p>Das Verhältnis von BloggerInnen mit journalistischen Vorkenntnissen zu BloggerInnen ohne journalistische Vorkenntnisse zum Zeitpunkt des Beginns ihrer Tätigkeit ist mit 55% zu 45% relativ ausgeglichen. Jene BloggerInnen die laut eigener Auskunft über journalistische Vorkenntnisse am Beginn ihrer Bloggerkarriere verfügten, sehen diesen Umstand als sehr förderlich für ihr Schaffen an.</p>
<p><strong>Recherche, Recherche</strong></p>
<p>Journalistische Kenntnisse helfen &#8211; dies nannten die Befragten am häufigsten &#8211; vor allem im Prozess der Recherche und stellen ein wertvolles Rüstzeug dar um den LeserInnen gute Inhalte bieten zu können. Journalistische Vorkenntnisse sind also keineswegs Bedingung zur Führung eines &#8220;guten Blogs&#8221;, hilfreich sind sie aber allemal.</p>
<p><strong>Medienrechtliche Ungerechtigkeiten?<br />
</strong></p>
<p>Fühlen sich BloggerInnen hinsichtlich des Medienrechts und sonstiger Rechtsgrundlagen gegenüber JournalistInnen ungerecht behandelt bzw. behindern rechtliche Zwänge die BloggerInnen bei ihrer Tätigkeit? Zu meiner Überraschung verneinte der überwiegende Großteil diese Frage. Im Großen und Ganzen fühlen sich die österreichischen PolitikbloggerInnen von medienrechtlichen Vorgaben in ihrer Tätigkeit nicht behindert.</p>
<p><strong>Die Schere im Kopf</strong></p>
<p>Als Kritikpunkt wurde jedoch vorrangig die <a href="http://www.internet4jurists.at/e-commerce/impressum1a.htm">Impressumspflicht</a> genannt. Journalistinnen können sich meist hinter einem starken Verlag und deren Rechtsabteilungen &#8220;verstecken&#8221;. BloggerInnen haben diese Möglichkeiten nicht, müssen jedoch aus rechtlichen Gründen aus der Anonymität treten. Dies führe bei heiklen Themen zu einer</p>
<blockquote><p>&#8220;Schere im Kopf&#8221;</p></blockquote>
<p>wie es eine befragte Person ausdrückte &#8211; Selbstzensur.</p>
<p><strong>Medial anerkannt?</strong></p>
<p>Der Großteil der befragten BloggerInnen hat derzeit nicht den Eindruck, dass Blogs von traditionellen Medien wirklich anerkannt werden. Allerdings sehen viele der Befragten eine Tendenz in die “richtige Richtung”. Denn JournalistInnen &#8211; vor allem jene die aktiv Web 2.0-Anwendungen nutzen &#8211; greifen laut den PolitikbloggerInnen immer häufiger Themen aus österreichischen Weblogs auf. Zwei Statements wollen wir an dieser Stelle vorstellen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Blogs werden von den klassischen Medien nicht anerkannt. Ausnahme ist da nur ATV, dort hat man erkannt, dass Blogger auch Multiplikatoren sein können. Negativbeispiel sind ORF und Falter.&#8221;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;Ich denke Blogs werden von traditionellen Medien in Österreich (noch) nicht als Konkurrenz wahrgenommen. Demgegenüber werden sie jedoch immer öfter von anderen Online- und Offlinemedien aufgegriffen. Gerade große, gemeinsame Aktionen wie die Grünen Vorwahlen schlagen in den traditionellen Medien breite Wellen.&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>Das Ende?</strong></p>
<p>Damit schließen wir diese sechsteilige Serie vorerst ab. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an alle BloggerInnen, die sich durch den Fragebogen gekämpft haben. Natürlich konnten wir manche Themen im Rahmen des Projekts nur anstreifen. Aus diesem Grund wird mein Kollege, Michael Andres, im Rahmen seiner Masterarbeit weiter in die tiefen Tiefen der österreichischen Blogosphäre eintauchen. Und dazu die Ergebnisse nach Abschluß des Projekts auch mit zurPolitik.com und den LeserInnen dieses Blogs teilen.</p>
<p>Foto: <em><a href="http://www.flickr.com/photos/37244380@N00/">cogito ergo imago</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">CC2.0-BY-SA</a></em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=3981&amp;md5=07054dae7e8eefad389b8f0e481abbc9" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2010/04/06/blogs-und-journalismus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=3981&amp;md5=07054dae7e8eefad389b8f0e481abbc9" type="text/html" />

		<series:name><![CDATA[Österreichische Politikblogger-Studie]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Vernetzt und getweetet</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/03/23/vernetzt-und-getweetet/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/03/23/vernetzt-und-getweetet/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 18:37:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Blogtail]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalk]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Vernetzung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=3780</guid>
		<description><![CDATA[Wie vernetzen sich die Austro-BloggerInnen und wo sehen sie hierbei ihre Stärken und Schwächen? Wie verbreiten sie ihre Inhalte und gibt es auch Vernetzung mit dem Ausland? - Ein Beitrag von Michael Moser]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im vorletzten Teil dieser Serie nähern wir uns mit großen Schritten dem Finale. Der fünfte Teil der PolitikbloggerInnen-Untersuchung befasst sich mit Vernetzung. Wie vernetzen sich die BloggerInnen untereinander? Wo sehen sie die Stärken und Schwächen der österreichischen PolitikbloggerInnen hinsichtlich dieser Thematik und vernetzen sich die Austro-BloggerInnen auch mit dem Ausland? Fragen, die wir nun in gestraffter Form beantworten wollen.<span id="more-3780"></span></p>
<p><strong>Blog goes Twitter</strong></p>
<p>PolitikbloggerInnen lieben <a href="www.twitter.com">Twitter</a>. Alle, ja, alle befragten BloggerInnen gaben an, dass sie Twitter zur Vernetzung mit anderen BloggerInnen nutzen. Auch bei der Verbreitung ihrer Inhalte nimmt Twitter den Spitzenplatz ein. Somit scheint das Microblogging-Tool für BloggerInnen das optimale Werkzeug zur Onlinevernetzung und -verbreitung zu sein.</p>
<p><strong>Das Buch der Gesichter auf Platz 2</strong></p>
<p>Facebook liegt auf dem zweiten Platz hinsichtlich der Nutzung zur Onlinevernetzung und -verbreitung. Blogs leben auch von der Persönlichkeit der jeweiligen BloggerInnen, die Mischung aus Öffentlichkeit und privater Öffentlichkeit auf dieser Plattform bietet auch einen Transportweg zur Verbreitung von Inhalten und zur relativ raschen Kommunikation zwischen BloggerInnen.</p>
<p>Gerade &#8211; so meine These &#8211; wenn sich BloggerInnen persönlich noch nicht wirklich gut kennen ist die Scheu einer kurzen Nachricht über Facebook weniger gegeben als der wirklich private Kommunikationsweg via E-Mail. Zwischen nervigen &#8220;Geschenks&#8221;-Anfragen für Farmville etc. gibt es also doch noch kleine Lichtblicke auf Facebook &#8211; etwa die <a href="http://www.facebook.com/home.php#!/zurpolitik?ref=ts">zurPolitik.com-Fanpage</a>, mittels derer wir zurzeit über 440 NutzerInnen erreichen.</p>
<p><strong>Endlich: die Kommentarfunktion!</strong></p>
<p>Den dritten Platz der Onlinevernetzung und -verbreitung belegt die Kommentarfunktion von Blogs &#8211; endlich! Kommentare sind für Blogs nicht nur Beiwerk zur Bejubelung oder Verdammung, sondern integraler Bestandtteil. Kurz gesagt: Kommentare machen BloggerInnen Freude und werden auch dafür genutzt, mit anderen BloggerInnen zu kommunizieren oder auf eigene Inhalte zu verweisen.</p>
<p><strong>Anderes?</strong></p>
<p>Natürlich gab es noch mehr Nennungen hinsichtlich der Thematik. Genannt wurden, neben Twitter, Facebook und der Kommentarfunktion auf Blogs, vor allem noch Dienste wie (das &#8211; so meine Ansicht &#8211; vor sich hinsiechende) <a href="http://www.studivz.net/">StudiVZ</a>, Dienste wie <a href="http://www.linkedin.com/">linkedIn.com</a>, Foren, E-Mail oder <a href="http://delicious.com/">delicious.com</a>. Als Fazit können wir festhalten, dass die Austro-PolitikbloggerInnen für die Vernetzung die selben Online-Kanäle wie für die Verbreitung ihrer Inhalte benutzen.</p>
<p><strong>Weg vom Bildschirm</strong></p>
<p>BloggerInnen vernetzen sich aber nicht nur Online, sondern auch Offline. Diese Vernetzung findet sehr häufig im privaten Umfeld der BloggerInnen statt &#8211; und hier vor allem wiederum in Wien. Zudem gibt es Special-Interest Veranstaltungen wie etwa <a href="http://www.barcamp.at/Home">Barcamps</a>, <a href="http://bloegger.at/2010/02/der-blogtail-9-in-zahlen/">Blogtails</a> oder <a href="http://www.digitalks.at/">Digitalks</a>.</p>
<p>Nicht zuletzt &#8211; wir sprechen immerhin über PolitikbloggerInnen &#8211; sind es auch politische bzw. gesellschaftlich relevante Abendveranstaltungen die immer wieder die Chance für BloggerInnen (aber auch deren RezipientInnen) zu einem ersten Kennenlernen bieten. Wie auch die <a href="http://www.andreaslindinger.at/?p=1800">Veranstaltungsstatistik</a> von zurPolitik.com-Autor Andreas Lindinger für das vergangene Jahr eindrucksvoll beweist.</p>
<p><strong>Stärken der Vernetzung</strong></p>
<p>Wo liegen die Stärken der Vernetzung laut Meinung der befragten BloggerInnen? Einmal mehr wurde die Überschaubarkeit der &#8220;<a href="http://zurpolitik.com/2010/03/15/bloggerszene/">Szene</a>&#8221; genannt. Dadurch fällt es BloggerInnen oftmals leichter, den Kontakt untereinander zu pflegen.</p>
<p>Gemeinsame Aktionen, wie etwa die &#8220;<a href="http://www.gruenevorwahlen.at/">Grünen Vorwahlen</a>&#8221; stärken dazu weiters den persönlichen Kontakt und die Vertrautheit untereinander &#8211; damit einhergehend eine bessere Koordination &#8211; wird gefördert. Zudem ist Österreich ein flächenmäßig kleines Land. Die regionale Nähe &#8211; verstärkt bei BloggerInnen in der Bundeshauptstadt &#8211; wird teilweise als Vorteil genannt.</p>
<p><strong>Schwächen der Vernetzung</strong></p>
<p>Auch bei den Schwächen der Vernetzung wird die Überschaubarkeit der Bloggerszene genannt. Die österreichische Politikbloggerszene ist, laut Ansicht einiger BloggerInnen, teilweise einfach zu klein um ein optimale Vernetzung zu gewährleisten. Auch der Umstand der Wien-Zentriertheit stellt insbesonders für BloggerInnen aus den Bundesländern ein Hindernis zu einer vertiefenden Vernetzung dar. Wie wir sehen: Vorteile sind gleichsam Nachteile.</p>
<p>Zwei ausgewählte Statements von befragten BloggerInnen sollen den LeserInnen nicht vorenthalten werden:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Es gibt eine Wiener Szene, die recht gut vernetzt ist, aber meiner Meinung nach gerade im Winterschlaf ist. Was die Schuld jeder beteiligten Blogger_in ist.</em>&#8220;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;<em>Die Blogosphäre ist zu klein, es fehlen echte Zugpferde unter den Bloggern.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Vernetzung mit dem Ausland?</strong></p>
<p>Wir wollten wissen, wie die befragten PolitikbloggerInnen die Vernetzung mit dem (deutschsprachigen) Ausland einschätzen. Der Großteil der Befragten wagte keine konkrete Einschätzung. Jene BloggerInnen, welche die Frage beantworteten, sahen die Vernetzung mit Blogs außerhalb des österreichischen Bundesgebietes als wenig stark ausgeprägt an. Die deutsche Blogosphäre wird von den Austro-BloggerInnen jedoch als besser vernetzt als ihr österreichisches Pendant bewertet.</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Es scheint dort [Anm.: in Deutschland] mehrere &#8216;Big Player&#8217; zu geben, die ich selber aber nur teilweise kenne (<a href="http://www.netzpolitik.org/">netzpolitik.org</a>), die viel zu sagen haben. Soetwas gibt es in Österreich nicht &#8211; oder ich bin zumindest noch nicht darauf gestoßen.</em>&#8220;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;<em>Mittelmäßig. Die Vernetzung mit der deutschen Blogosphäre ist weniger stark als zb. die der bayrischen mit der anderer Bundesländer. Die Grenze im Kopf, plus landesspezifische (zb. innenpolitische) Themen [Anm. sind Hindernisgründe für eine stärkere Vernetzung].</em>&#8220;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;<em>Ja, es gibt Verschränkungen, es kommt denke ich auch auf die allgemeine Themensetzung drauf an. Ich selber lese auch bei einigen Deutschen und bei einem Schweizer mit, die wiederum auch bei mir. Sehr österreichspezifische Themen werden zwar manchmal gelesen und auch kommentiert, vor allem wenn es um bekannte Personen geht wie Jörg Haider.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p><em>Im nächsten, im letzten eigentlichen Teil dieser Serie, widmen wir uns dem Thema Blogging und Journalismus und betrachten z. B. die journalistischen Vorkenntnisse der befragten PolitikbloggerInnen in Österreich.</em></p>
<p><em><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de"></a></em></p>
<p><strong>Die zurPolitik.com-AutorInnen auf Twitter:</strong></p>
<ul>
<li>Tom Schaffer &#8211; @<a href="http://twitter.com/schaffertom">schaffertom</a></li>
<li>Petra Köstinger &#8211; @<a href="http://twitter.com/pezik">pezik</a></li>
<li>Georg Pichler &#8211; @<a href="http://twitter.com/rigardi">rigardi</a></li>
<li>Susanne Zöhrer &#8211; @<a href="http://twitter.com/thesandworm">thesandworm</a></li>
<li>Andreas Lindinger &#8211; @<a href="http://twitter.com/lindinger">lindinger</a></li>
<li>Michael Moser &#8211; @<a href="http://twitter.com/mig_m">mig_m</a></li>
<li>Jakob Arnim-Ellissen &#8211; @<a href="http://twitter.com/jaae">jaae</a></li>
</ul>
<p>Foto: <em><a href="http://www.flickr.com/photos/west-park/">westpark</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de">CC2.0-BY-NC-ND</a></em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=3780&amp;md5=65daa3b2c9e2538f3e94e303bcf9bed4" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2010/03/23/vernetzt-und-getweetet/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=3780&amp;md5=65daa3b2c9e2538f3e94e303bcf9bed4" type="text/html" />

		<series:name><![CDATA[Österreichische Politikblogger-Studie]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Bloggerszene?</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/03/15/bloggerszene/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/03/15/bloggerszene/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 20:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Diskurse]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=3636</guid>
		<description><![CDATA[Im vierten Teil der Politikblogger-Serie gehen wir einer besonderen Frage nach: Gibt es überhaupt eine österreichische Politikblogger-Szene? - Ein Abwägen von Michael Moser]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun geht es bereits in die vierte Runde der Politikblogger-Serie auf zurPolitik.com. Wir befassen uns mit den PolitikbloggerInnen und gehen der Frage nach, ob wir von einer Szene sprechen können. Wir werfen einen Blick auf die politischen Einstellungen der BloggerInnen und sehen uns an, welche Stärken und Schwächen sie selbst innerhalb der österreichischen Blogosphäre erkennen.<span id="more-3636"></span></p>
<p><strong>Überschaubar, zentriert, politisch<br />
</strong></p>
<p>Bereits im <a href="http://zurpolitik.com/2010/02/28/its-a-mans-world/">ersten Teil</a> dieser Serie haben wir festgestellt, dass die österreichische Politikblogger-Szene überschaubar, männlich dominiert und stark Wien-lastig ist. Gebloggt wird, wenig überraschend, vor allem über Politik. In wenigen Worten: die österreichischen Politikblogs sind überschaubar, die BloggerInnen leben Großteils in Wien und sind stark politische Menschen.</p>
<p><strong>Emanzipation der Szene?</strong></p>
<p>Wir befragten die TeilnehmerInnen der Untersuchung, ob man im Bereich der PolitikbloggerInnen in Österreich überhaupt von einer aktiven Szene sprechen kann. Hier spalteten sich die Meinungen. Gut die Hälfte der Befragten meinten, dass eine solche Szene existiert, einige wollten dies weder bejahen noch verneinen, eine Minderheit sprach davon, dass man in Österreich nicht von einer aktiven Szene ausgehen kann.</p>
<p>Eine einheitliche Antwort konnte somit nicht gefunden werden. Und doch gibt es einige Beschreibungen, die uns zumindest Interpretationsmöglichkeiten bieten. Eine kleine Auswahl hieraus sollte den LeserInnen von zurPolitik.com nicht vorenthalten werden:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Es gibt eine aktive Blogger-Szene, die sich in ziemlich kleine und lose verknüpfte Cluster aufteilt. Durch die starke Anbindung an die Themensetzung traditioneller Medien fehlt es weitgehend an Vernetzung untereinander. Es braucht progressive BloggerInnen um die Blogosphäre als ernstzunehmend zu emanzipieren.&#8221; </em></p></blockquote>
<blockquote><p><em>&#8220;[...] Dennoch gibt es nicht DIE EINE österreichische Blogger-Szene, da sich die Vernetzung im Wesentlichen innerhalb einiger &#8220;Kreise&#8221; abspielt,  die sich nicht zuletzt auch offline widerspiegeln. Wesentlicher Hindernisgrund ist meines  Erachtens nach der zusätzliche Aufwand, der das aktive Verfolgen von bzw. Vernetzen mit  anderen Blogs mit sich bringt. Auch eine Weiterentwicklung des eigenen  Selbstverständnisses des Bloggens wäre dafür oftmals notwendig.&#8221;</em></p></blockquote>
<blockquote><p><em>&#8220;Eine Bloggerszene per se gibt es kaum. Zu vielschichtig sind die Inhalte und Interessen von Blogs. Vernetzungen finden in erster Linie entlang von Interessenslinien und quer über  Kommunikationsformen statt.&#8221;</em></p></blockquote>
<p><strong>Wiener Szene statt österreichische Szene?</strong></p>
<p>Wie könnte man also eine österreichische Politikblogger-Szene beschreiben? Sie ist stark Wien-lastig und die Überschaubarkeit österreichischer Weblogs stellt ein Hindernis für eine österreichweite, emanzipiert-ernstzunehmende Szene dar. Es drängt sich beinahe auf, eher von einer Wiener Politikblogger-Szene zu sprechen, denn von einer österreichischen. Auch wenn dies die BloggerInnen in den Bundesländern wahrscheinlich nicht allzu gerne hören &#8211; innerhalb der siebenköpfigen Stammbloggerschaft auf zurPolitik.com stellt der Autor dieser Zeilen den &#8220;Quoten-Bundesland-Blogger&#8221; dar.</p>
<p><strong>BloggerInnen bestimmen Diskurse mit</strong></p>
<p>Es gibt sie, die Beispiele in denen BloggerInnen in Diskurse eingreifen und sie auch mitbestimmen. Das wohl (medial) populärste Beispiel der letzten Jahre war das Projekt <a href="http://www.gruenevorwahlen.at/">Grüne Vorwahlen</a>. Auch wenn nicht &#8220;nur&#8221; BloggerInnen beteiligt waren &#8211; etwa als VorwählerInnen &#8211; lässt sich doch sagen, dass Blogs und BloggerInnen dieses Projekt stark prägten und Druck auf eine etablierte politische Partei ausübten.</p>
<p>Als weitere Beispiele der (mit)Bestimmung von Diskursen wurden die Studierendenproteste <a href="http://unsereuni.at/">#unibrennt</a> und der Versuch der <a href="http://www.andreame.at/node/298">Aufarbeitung von mutmaßlichen Polizeiübergriffen</a> bei einer Demo in Linz am 1. Mai des Vorjahres genannt.</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Den gesellschaftlichen Diskurs als Ganzes [Anm.: bestimmen BloggerInnen] mangels Reichweite nicht. In einzelnen Nischen gibt es bedeutende und meinungsbildende Blogs oder Blogosphären. [...] Bei stark internetaffinen Zielgruppen spielt die Blogosphäre vermutlich auch eine größere Rolle &#8211; siehe die #unibrennt Bewegung, die ihr Feuilleton quasi online gefunden hat.&#8221;</em></p></blockquote>
<p><strong>Linksliberale BloggerInnen</strong></p>
<blockquote><p><em>&#8220;Die aktivsten und bestvernetzten Blogger sind einer linksliberal bis grünen Strömung zuzuschreiben. Einige wenige würde ich rechtsliberal nennen.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>So beschreibt eine befragte Person die politische Einstellung der österreichischen PolitikbloggerInnen &#8211; und überrascht damit auch eifrige Blog-LeserInnen kaum. Die politischen Einstellungen ziehen sich durch die Themen und Inhalte der Blogs. Diese nahezu-Homogenität wirft aber auch Kritik von BloggerInnen auf, die sich diesem Weltbild nicht zugehörig fühlen und sich mehr Vielseitigkeit wünschen würden. Eine besonders kurze Einschätzung der politischen Charakterisierung der österreichischen BloggerInnen lautete jedoch folgendermaßen:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;</em><em>Kleinbürgerlich!&#8221;</em></p></blockquote>
<p><strong>Die Stärken</strong></p>
<p>Widmen wir uns nun jedoch den Stärken der Austro-Blogs. Genannt wurden hier vor allem: die Überschaubarkeit der Szene, das stark ausgeprägte politische Interesse der BloggerInnen, ein hohes intellektuelles und kreatives Potenzial, ein hohes Niveau an Diskussionskultur, ein kontinuierliches Wachstum, einfache Möglichkeiten um Offline in Kontakt zu kommen, der geringe Grad an Kommerzialisierung und eine stark ausgeprägte Offenheit für technische Innovationen. Stärken können jedoch auch Schwächen sein, wie wir abschließend sehen werden.</p>
<p><strong>Die Schwächen</strong></p>
<p>Auch bei den Schwächen wurde die Übersichtlichkeit, die &#8220;Kleinheit&#8221; der Szene genannt. Während ein geringer Grad an Kommerzialisierung als Stärke angesehen wird, werden fehlende Vermarktungsmöglichkeiten auch gleichsam als Schwäche betrachtet. Zudem wird die Wien-lastigkeit (vor allem von Bundesländer-BloggerInnen) kritisiert, was oft einhergeht mit dem Vorwurf von mangelnder Vernetzung. Gegenseitiges konkurrieren und Neid untereinander werden weiters als sehr menschliche Schwächen der PolitikbloggerInnen in Österreich genannt.</p>
<p><em>Im nächsten Teil dieser Serie widmen wir uns der Vernetzung der  BloggerInnen und den Verbreitungswegen ihrer jeweiligen Inhalte. </em></p>
<p><strong>Da die Frage nach der Existenz einer österreichischen Politikblogger-Szene letztlich nicht eindeutig geklärt werden konnte. gebe ich die Frage nun an euch weiter: Was meint ihr? Existiert eine aktive Szene oder bloggen die österreichischen PolitikbloggerInnen eher unkoordiniert &#8220;vor sich hin&#8221;? </strong></p>
<p><em>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/kalieye/">kalieye</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de">CC2.0-BY-NC-ND<br />
</a></em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=3636&amp;md5=dc69951bd314b0e52a6444ad3b8436dd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2010/03/15/bloggerszene/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=3636&amp;md5=dc69951bd314b0e52a6444ad3b8436dd" type="text/html" />

		<series:name><![CDATA[Österreichische Politikblogger-Studie]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Warum bloggst du?</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/03/09/warum-bloggst-du/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/03/09/warum-bloggst-du/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 08:11:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=3281</guid>
		<description><![CDATA[Der dritte Teil der BloggerInnen-Untersuchung. Selbstverständnisse, Motivationen und Themen. Außerdem: Sehen BloggerInnen "ihr" Medium auch kritisch? - Ein Beitrag von Michael Moser]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem dritten Teil der BloggerInnen-Untersuchung nähern wir uns der ersten Halbzeit dieser sechsteiligen Serie. Wie angekündigt widmen wir uns heute den Selbstverständnissen österreichischer PolitikbloggerInnen, deren Motivationen zu bloggen und den Themen die vorwiegend behandelt werden. <span id="more-3281"></span></p>
<p><strong>Objektiv subjektiv</strong></p>
<p>Objektiv betrachtet handeln BloggerInnen subjektiv. Während JournalistInnen objektiv arbeiten (müssten), argumentieren BloggerInnen meist subjektiv. In der empirischen Sozialforschung würde man hierbei beinahe von einer Form von nachvollziehbarer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Intersubjektivit%C3%A4t">Intersubjektivität</a> sprechen. Unterstrichen wird dies etwa mit folgendem Zitat einer befragten Person:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Ich bekenne mich ausdrücklich zur Subjektivität (im Blog wird meine persönliche Meinung dargestellt) und Transparenz (offene Diskussion, Darstellung eventueller Abhängigkeiten).</em>&#8220;</p></blockquote>
<p>So findet sich auch in der &#8220;<a href="http://zurpolitik.com/uber-uns/">Über uns</a>&#8220;-Page von zurPolitik.com ein starker Verweis auf den subjektiven Charakter des Blogs.</p>
<p><strong>Gläserne BloggerInnen?</strong></p>
<p>Wie im vorherigen Zitat ersichtlich, ist Transparenz ein wichtiger Bestandteil im Selbstverständnis vieler BloggerInnen. Besonders anschaulich wurde dies etwa folgendermaßen formuliert:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Bloggen heißt, sich angreifbar zu machen.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p>BloggerInnen geben oftmals tiefe Einblicke in ihr Privatleben, ihre Denkstrukturen und deren Wertebasis. Gerade hierbei beweisen viele BloggerInnen großen Mut. Immerhin nähern sie sich selbst(bestimmt) in manchen Fällen gar dem &#8220;gläsernen Menschen&#8221;. Ein weiteres Zitat:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Es geht darum, meine subjektive Meinung wiederzugeben, Widersprüche aufzudecken, Fehler (auch eigene) transparent hand zu haben.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p>Die Transparenz umfasst jedoch nicht nur die eigene Persönlichkeit, sondern auch das eigene Schaffen. Transparenz hinsichtlich der verwendeten Quellen (etwa bei Bildmaterial) wird generell als wichtiges Element des Schaffensprozesses angesehen.</p>
<p><strong>Information, Diskussion, Meinungsbildung</strong></p>
<p>BloggerInnen wollen informieren, diskutieren und legen ihre Meinung dar. Eine befragte Person beschrieb das eigene Selbstverständlich folgendermaßen:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Ich sehe mich als Citoyen, der durch Bereitstellung von Informationen und persönlicher Meinung zu politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Themen sowie Möglichkeiten der Diskussion und Vernetzung aktiv, eigenverantwortlich und gewissenhaft am Gemeinwesen teilnimmt.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p>BloggerInnen sehen sich als Teil der Gesellschaft und betrachten diese kritisch. Sie wollen aktiv an ihr teilhaben und ihren Beitrag zur Gestaltung dieses komplexen Gebildes leisten.</p>
<p><strong>Der Beginn? Einfach so &#8230;</strong></p>
<p>Wir untersuchten auch die anfänglichen Intentionen der BloggerInnen. Einige der Befragten meinten, es sei ihnen &#8220;einfach so passiert&#8221;. Bei vielen war es auch die Neugierde, die für das erstmalige Erstellen eines Blogs sorgte. Die Neugierde, ein Medium auszuprobieren und Inhalte einem dispersen Publikum zur Verfügung zu stellen. Die anfänglichen Motivationen variieren zwischen &#8220;zufälligen&#8221; Bloggründungen und zielgerichtetem Vorgehen. Zwei Zitate hieraus will ich an dieser Stelle vorstellen:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Ich habe jahrelang in [...] gelebt und wollte Kontakt mit meinen FreundInnen in Europa halten.</em>&#8220;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;<em>Ich habe begonnen zu lesen und wollte einen eigenen Blog haben, wenn ich wo einen Kommentar schreibe. Die ersten Monate waren dann von sehr persönlichen, tagebuchartigen Beiträgen geprägt</em>.&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>Aber warum bloggen die nun wirklich?</strong></p>
<p>Aber weshalb bloggen die nun wirklich?  Mit jeweils 27% der Gesamtnennungen (Mehrfachauswahl) belegten &#8220;Diskussion von Themen&#8221; und &#8220;Verbreitung von Themen abseits des Mainstreams&#8221; gleichauf den ersten Rang. Mit 24% folgte &#8220;Verbreitung eigener Ansichten&#8221;. BloggerInnen haben demnach, betrachten wir die Motivationen, ein großes Kommunikations- und Sendungsbewusstsein. Es ist für die österreichischen BloggerInnen ein Bedürfnis, abseits der traditionellen Medien Informationen und Meinungen zu verbreiten und zu diskutieren. BloggerInnen weisen ein großes Kommunikations- und Sendungsbewusstsein auf.</p>
<p>13% der Gesamtnennungen entfielen auf &#8220;Nutzung für private/berufliche Zwecke&#8221;, 9% entfielen auf &#8220;Anderes&#8221; wie z. B.:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Die stilistische Methode Feuilleton auch online anzuwenden.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p>oder</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Anlass zur Reflexion &#8211; Verbreitung ist sekundär.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Und wie war das nochmal mit den Themen?</strong></p>
<p>Welche Themen werden von den befragten BloggerInnen hauptsächlich behandelt? Kaum überraschend entfiehlen 26% der Nennungen (Mehrfachauswahl) auf &#8220;Politik&#8221;. Mit 10% der Gesamtnennungen folgte &#8220;Persönliches&#8221;, gleichauf mit &#8220;Soziales&#8221;. Doch auch &#8220;Grassroot-Bewegungen&#8221; und &#8220;Bildung&#8221; wurden mit jeweils 9% genannt. Etwas weniger häufig wurden Themen wie &#8220;Netzpolitik&#8221; und ferner &#8220;Wirtschaft&#8221;, &#8220;Technik&#8221; oder auch &#8220;Energie/Ökologie/Nachhaltigkeit&#8221; gewählt. Zwei Zitate zur Themenauswahl aus den Antworten der Befragten:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Es sind die Bereiche mit denen ich mich auch außerhalb des Blogs beschäftige. Dort kenne ich mich aus. Der Blog dient zur Vertiefung des Wissens und der weiteren Auseinandersetzung damit.</em>&#8220;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;<em>Interesse und die Hoffnung doch etwas zu ändern und andere auf das Thema aufmerksam zu machen.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Bringt das überhaupt etwas?</strong></p>
<p>BloggerInnen sind &#8211; so meine persönliche Einschätzung &#8211; oftmals idealistische Pragmatiker. Sie wollen an gesellschaftlichen Diskursen teilhaben und sehen, grundsätzlich, kaum Gebiete in denen Blogs gesellschaftliche Veränderungen nicht unterstützen könnten.</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Mir fallen keine gesellschaftlichen Bereiche ein, in denen sie [Anm.: die Blogs] NICHT unterstützen könnten &#8211; wobei ich davon ausgehe, dass es ebenso viele Blogs gibt wie es Menschen gibt und damit alle gesellschaftlichen Themen irgendwo vertreten sind.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Alles super, alles toll?</strong></p>
<p>Dennoch werden Blogs und deren Inhalte nicht durch die rosarote Brille betrachtet. Wo Persönlichkeitsrechte verletzt werden oder fehlende Transparenz gegeben ist sehen BloggerInnen das Medium durchaus kritisch. Aber auch vor unbedachtem Vorgehen von BloggerInnen wird gewarnt. Die beiden abschließenden Zitate zeigen dies gut auf:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Als Leser entscheide ich selbst, was ich lese und was nicht. Von dieser Seite gibt es daher keine Bedenken. Von Bloggerseite steht es jedem frei über alle Themen zu bloggen, die einen so bewegen. Das ist gut so, stellt aber auch eine Gefahr dar. Eine Gefahr sehe ich und das ist das Impulsbloggen. Hier kann es zu unüberlegten Aussagen kommen, die einmal im Netz nicht immer wieder herauszubekommen sind. Aber das ist auch eine generelle Gefahr mit dem Internet.</em>&#8220;</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;<em>Alle Informationen anonymer AutorInnen sind generell mit Skepsis zu betrachten. Besonders im Bereich Dirty-Campaining werden Blogs gerne wegen ihrer hohen Glaubwürdigkeit mißbraucht um Desinformation zu betreiben.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p><em>Foto: </em><a href="http://www.flickr.com/photos/raindog/">raindog</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nd/2.0/deed.de">CC2.0-BY-ND</a></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=3281&amp;md5=6c0db9afa8817a67ba4965f16ad6f9c3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2010/03/09/warum-bloggst-du/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=3281&amp;md5=6c0db9afa8817a67ba4965f16ad6f9c3" type="text/html" />

		<series:name><![CDATA[Österreichische Politikblogger-Studie]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>Alte Hasen und Rekorde</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/03/04/alte-hasen-und-rekorde-2/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/03/04/alte-hasen-und-rekorde-2/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 06:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Nischenmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Reichweiten]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=3111</guid>
		<description><![CDATA[Im zweiten Teil der Vorstellung der Untersuchung zu österreichischen Politikblogs widmen wir uns unter anderem einem besonders heißen Eisen: den täglichen LeserInnenzahlen - Ein Beitrag von Michael Moser]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im zweiten Teil der Vorstellung der Untersuchung österreichischer Politikblogs widmen wir uns unter anderem einem besonders heißen Eisen: den täglichen LeserInnenzahlen von Blogs in Österreich. Beginnen wollen wir jedoch mit dem Alter der Blogs innerhalb der Studie.<span id="more-3111"></span></p>
<p><strong>Junges Medium, alte Hasen</strong></p>
<p>Blogs gelten in Österreich noch immer als relativ junges Medium &#8211; obwohl es auch hier bereits <a href="http://www.helge.at/2009/12/zehn-jahre-helge-at/" target="_blank">ganz alte Blogs</a> gibt. In der Studie ließ sich feststellen, dass 57% der Blogs der Befragten bereits seit mehr als zwei Jahren bestehen. 27% der Blogs der Befragten existierten zwischen einem und zwei Jahren während 16% den ersten Geburtstag noch vor sich hatten.</p>
<p>Blogs die seit über zwei Jahren bestehen belegten auch hinsichtlich der täglichen LeserInnenzahlen die vorderen Plätze. Die alten Hasen innerhalb der Blogosphäre sind demnach oft die Platzhirsche.</p>
<p><strong>Faul oder Fleißig?</strong></p>
<p>Weiters wollten wir wissen, wie faul oder fleißig die österreichischen PolitikbloggerInnen sind. Wieviele Beiträge erstellen sie in einer durchschnittlichen Woche? Wir stellten fest, dass die untersuchten Blogs in der Regel kaum täglich aktualisiert werden. Bloß 10% der BloggerInnen veröffentlichen pro Woche bis zu fünf Beiträge. 45% der Befragten aktualisieren ihren Blog dreimal, weitere 45% veröffentlichen nur einmal pro Woche einen Beitrag.</p>
<p>Die österreichischen BloggerInnen (75% führen ihren Blog ohne die Hilfe von Co-AutorInnen) sind jedoch keineswegs faul. Dies beweist ein Blick auf die Gesamtanzahl der veröffentlichten Beiträge. Die höchste Anzahl an Beiträgen auf einem Blog betrug 879, die niedrigste 36 Postings. Durchschnittlich publizierten die befragten BloggerInnen 377 Beiträge, der Median lag bei 320 Veröffentlichungen.</p>
<p><strong>LeserInnen, LeserInnen</strong></p>
<p>Blogs in Österreich stehen hinsichtlich ihrer Reichweite nicht in Konkurrenz mit etablierten Online-Mainstreammedien. Jedoch erreicht beinahe die Hälfte der Blogs (41%) durchschnittlich über 150 LeserInnen pro Tag. Weitere 16% erreichen täglich zwischen 80 und 150 Menschen, 32% versorgen zwischen 40 und 80 Personen mit ihren Themen und Inhalten. Nur 11% (vor allem &#8220;junge&#8221; Blogs) können bis zu 40 LeserInnen in ihrer täglichen Besuchsstatistik feststellen.</p>
<p><strong>Blog der Rekorde</strong></p>
<p>Rekorde sind schön. Rekorde sind plakativ. Und vor allem sind sie messbar. Aus diesem Grund wollten wir wissen, in welchen Größenbereichen die LeserInnen-Rekorde der einzelnen Blogs liegen. Mit 15.000 BesucherInnen an einem Tag konnte ein einsamer Spitzenreiter innerhalb der Untersuchung gekürt werden. Dieser Wert ergab sich, wie wir bei unserer Nachfrage erfahren hatten, durch eine Verlinkung eines Postings in einem niederländischen Online-Boulevardmedium. Der niedrigste Rekord innerhalb der Untersuchung umfasste 210 BesucherInnen. Die durchschnittliche Höchstzahl an LeserInnen betrug 2.650, der Rekord-Median lag bei 1.685 RezipientInnen an einem Tag.</p>
<p><strong>Nischenmedium mit Kurzzeit-High</strong></p>
<p>Wir sehen also aus den durchschnittlichen täglichen LeserInnenzahlen, dass Blogs in Österreich Nischenmedien sind. Kurzfristig können sie jedoch, betrachten wir die Rekorde, sehr hohe Reichweiten für Medien ohne starke Marketingmaschinerie im Hintergrund erzielen. Was wir hieraus schließen können? Blogs haben hinsichtlich ihrer Reichweite ein bei weitem höheres Potenzial als ihre täglichen LeserInnenzahlen vermuten lassen, denn kurzfristig &#8220;gelingen&#8221; den einzelnen Blogs immer wieder beachtliche Reichweiten.</p>
<p><em>Der dritte Teil dieser Serie wird sich mit dem Selbstverständnis der österreichischen PolitikbloggerInnen, deren Motivationen und Themenauswahl beschäftigen.</em></p>
<p><em>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/alyssafilmmaker/">Alyssa L. Miller, </a><a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">CC2.0-BY</a></em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=3111&amp;md5=bb8fb0ad1be571d832c315243e00bcd5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2010/03/04/alte-hasen-und-rekorde-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>11</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=3111&amp;md5=bb8fb0ad1be571d832c315243e00bcd5" type="text/html" />

		<series:name><![CDATA[Österreichische Politikblogger-Studie]]></series:name>
	</item>
		<item>
		<title>It&#8217;s a man&#8217;s world</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/02/28/its-a-mans-world/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/02/28/its-a-mans-world/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 04:24:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Moser</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Geschlechter]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://zurpolitik.com/?p=2930</guid>
		<description><![CDATA["It's a mans world", sang einst James Brown. Das gilt auch für die österreichische Bloglandschaft. Teil 1 der österreichischen Politikbloggerstudie erklärt die Demographie - Ein Beitrag von Michael Moser]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer bloggt worüber in welchem Rahmen in Österreich? So lautet, stark verkürzt, die Fragestellung, die ich zusammen mit meinem Kollegen Michael Andres als Teilbereich einer Magisterseminararbeit im Wintersemester 2009/2010 beantworten wollte. Zu diesem Zweck begaben wir uns zuerst auf die Suche nach passenden Bogs die folgende Kriterien erfüllen sollten: die Inhalte sollten sich mit gesellschaftlich relevanten Themen befassen, die Blogs sollten privat geführt werden (d. h. nicht von kommerziellen Interessen bestimmt sein) und die Befragten sollten aktiv auf ihre Inhalte aufmerksam machen (etwa via Twitter).<span id="more-2930"></span></p>
<p>Wir wählten ein Sample von 30 BloggerInnen, denen wir unseren sehr umfangreichen Fragebogen (offene und geschlossene Fragen) zukommen ließen. Zwei Drittel davon &#8211; also 20 &#8211; nahmen sich die Zeit den Fragebogen mit Inhalten zu füllen. Da Erkenntnisse geteilt werden sollen, stelle ich hier – in Form einer sechsteiligen Serie – die zentralen Ergebnisse der Befragung vor. Im ersten Teil beschäftigen wir uns mit einigen demographischen Aussagen zu den BloggerInnen innerhalb der Untersuchung.<!--more--></p>
<p><strong>Jung(gebliebene) Akteure, hauptsächlich mit Bartwuchs</strong></p>
<p>&#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=4Fd8_gojNXc">It&#8217;s a mans world</a>&#8220;, sang einst James Brown und betrachten wir die Geschlechtsverteilung der befragten BloggerInnen, so könnte dies auch für die österreichische Bloglandschaft gelten. 80% der Befragten waren Männer, nur ein Fünftel Frauen. Wir können also getrost von einer Dominanz des bärtigen Geschlechts sprechen. Die erste Überraschung für uns ergab sich, als wir das Alter betrachteten.</p>
<p>Insgesamt 60% der BloggerInnen waren zum Zeitpunkt der Befragung über 30 Jahre alt. Während Blogs in Österreich noch ein relativ &#8220;junges&#8221; Medium sind, können wir hinsichtlich der bloggenden Akteure feststellen, dass es sich keineswegs um jugendliche &#8220;Blog-Rebellen&#8221; handelt, sondern durchwegs um junggebliebene Erwachsene, die einen Teil ihrer Freizeit der Verbreitung von Ideen, Meinungen und Informationen widmen. Das durchschnittliche Alter der Befragten betrug 33,1 Jahre, der Median lag bei 35,5 Jahren.</p>
<p><strong>Wiener Bobos vom Land?</strong></p>
<p>Betrachtet man den derzeitigen Wohnort der BloggerInnen, so lässt sich eine starke Zentrierung auf die Bundeshauptstadt feststellen. 70% der Befragten leben in Wien, die restlichen 30% verteilten sich zwischen den Bundesländern Oberösterreich, Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark. Spannender wird es, wenn wir die Größe der ursprünglichen Herkunftsorte der Befragten betrachten. Mit 38% der Nennungen stammt die relative Mehrheit aus Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern. Fassen wir den ländlichen und kleinstädtlichen Bereich (bis 100.000 Einwohner) zusammen, so entstammen mit 61% fast zwei Drittel der Befragten ebendiesen Bereichen. Etwas scherzhaft kommentierte diese Herkunftsstruktur zurPolitik.com-Mastermind Tom Schaffer: &#8220;Die Bobos kommen halt vom Land.&#8221;</p>
<p><strong>Studium, Wissenschaft, Kommunikation</strong></p>
<p>Betrachten wir die derzeitigen Tätigkeitsfelder der Befragten, lässt sich feststellen, dass die relative Mehrheit der Befragten zurzeit in den Bereichen Studium/Schule tätig ist. Weitere häufige Nennungen waren Tätigkeiten innerhalb der Kommunikationsbranche und dem Feld der Wissenschaften. Ferner wurden &#8220;Selbstständigkeit&#8221; und die IT-Branche genannt. Betrachten wir also die drei führenden Kategorien, so können wir ersehen, dass die befragten Blogger hinsichtlicht ihrer derzeitigen beruflichen Tätigkeiten eng mit den Bereichen Kommunikation und Wissenschaften (als Studierende oder Wissenschafter) verbunden sind.</p>
<p><strong>Geistes- und Sozialwissenschaften sind top!</strong></p>
<p>Mit einer Ausnahme haben alle Befragten einen akademischen Background – Blogger sind Akademiker. Innerhalb der abgeschlossenen Studienrichtungen überwogen mit 55% jene wissenschaftlichen Disziplinen, die in den Bereichen der Geistes- und Sozialwissenschaften angesiedelt sind. Ferner wurden noch die Bereiche Rechtswissenschaft, Wirtschaftswissenschaft und Sprachwissenschaft genannt.</p>
<p>Die Dominanz des Bereiches der Geistes- und Sozialwissenschaften verstärkt sich, wenn wir die derzeitigen Studienrichtungen der (noch studierenden) Befragten betrachten. 67% bzw. zwei Drittel der Befragten studieren derzeit innerhalb der Studienrichtungen Kommunikationswissenschaften, Politikwissenschaften, Philosophie und Co.</p>
<p><strong>Demographie auf einem Blick</strong></p>
<p>Die Blogosphäre im gewählten (siehe Auswahlkriterien) Bereich ist hinsichtlich der bloggenden Akteure stark männlich dominiert. Über zwei Drittel der Blogger leben derzeit in Wien, jedoch wuchs die Mehrheit in ländlichen/kleinstädtlichen Orten auf. Nahezu alle Blogger haben als Absolventen eines Studiums oder durch ein aktuelles Studium einen akademischen Background.</p>
<p>Hierbei lässt sich eine große Dominanz der Geistes- und Sozialwissenschaften  feststellen. Beruflich sind die BloggerInnen zu großen Teilen in der Kommunikationsbranche, im Bereich der Wissenschaften oder als Studierende tätig.</p>
<p><em>Der zweite Teil dieser Serie wird sich mit allgemeinen Daten zu den Blogs der Befragten beschäftigen. </em></p>
<p><em>Foto: <a href="http://www.flickr.com/photos/kuribo/137951057/">Kuribo</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de">CC2.0 BY-NC-ND</a><br />
</em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2930&amp;md5=7332465508aaa089e507bf3dc8e6c7d6" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://zurpolitik.com/2010/02/28/its-a-mans-world/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2930&amp;md5=7332465508aaa089e507bf3dc8e6c7d6" type="text/html" />

		<series:name><![CDATA[Österreichische Politikblogger-Studie]]></series:name>
	</item>
	</channel>
</rss>

