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		<title>Verspätete Prognose: Der Bildungs-Kuhhandel</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/12/13/prognose-der-bildungs-kuhhandel/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Dec 2010 12:56:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir hätten es wissen müssen! Dass die SPÖ in Sachen <strong>Studiengebühren</strong> einen vermutlich <a href="http://derstandard.at/1291454940464/SPOe-Kraeuter-Studiengebuehren-fuer-Wohlhabende" target="_blank">längst überfälligen Bauchfleck&#8230;</a> hinlegt, war absehbar. Ganz ohne Zugang zu den Entscheidungsträgern selbst, war es seit Wochen zu sehen, wenn man nur genau genug hingesehen hat. 
Zwei]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir hätten es wissen müssen! Dass die SPÖ in Sachen <strong>Studiengebühren</strong> einen vermutlich <a href="http://derstandard.at/1291454940464/SPOe-Kraeuter-Studiengebuehren-fuer-Wohlhabende" target="_blank">längst überfälligen Bauchfleck</a> hinlegt, war absehbar. Ganz ohne Zugang zu den Entscheidungsträgern selbst, war es seit Wochen zu sehen, wenn man nur genau genug hingesehen hat. <span id="more-7199"></span></p>
<p>Zwei Indikatoren sprachen dafür: </p>
<p><strong>Zuerst die Polemik:</strong> Die <del>sozial</del>&#8230; <del>demokratische</del>&#8230; Partei ist schon knappe zwei Wochen (Schätzung!) nicht mehr <a href="http://zurpolitik.com/2010/12/07/die-spo-parteizentrale-ist-besetzt/" target="_blank">radikal von ihren Versprechen und/oder Werten abgewichen</a>. Das schrie förmlich nach einer Weihnachtsüberraschung aus der Löwelstraße. Und nachdem man viele Studierende im Budget mit der Kürzung von tausenden Euro pro Person bereits grantig gemacht hat, konnte man die ruhig noch ein bisserl weiter anstacheln. Immerhin sind die in Österreich beim Protestieren ja eh lieb und machen höchstens den eigenen Hörsaal kaputt.</p>
<p><strong>Jetzt der politische Indikator:</strong> Die Grünen haben von einem bevorstehenden Kuhhandel anscheinend schon vor Wochen Wind bekommen. Sie haben sich öffentlich &#8211; PR-technisch patschert wie es allein ihnen zusteht &#8211; deshalb <a href="http://derstandard.at/1289608482283/derStandardat-Interview-Studierende-sollen-fuer-jede-Pruefung-Geld-zurueckbekommen" target="_blank">schon damals darüber gesprochen</a>, was alles als Begleitmaßnahme zur eigentlich abgelehnten Maßnahme nötig würde umd die soziale Last abzufedern. (Nochmal zum Genießen: Statt ein Protestfeuer zu entfachen haben die Grünen sich Prügel für etwas abgeholt, das sie eigentlich nicht wollen. Ich bin kein PR-Genie, aber dass man eigentlich nicht offensiv über schwer verkaufbare Dinge spricht, die einem Schaden, sollte bekannt sein.)</p>
<p>In Österreichs Politik passiert natürlich wenig aus plötzlicher Einsicht. Die SPÖ hat nicht gestern entdeckt, dass sie Studiengebühren &#8220;für Wohlhabende&#8221; (Wording von Bundesgeschäftsführer Kräuter) eigentlich lässig findet. Und welcher Kuhhandel den SPÖ-Umfaller nun unterschriftsreif machen wird, ist von hier an auch nicht mehr besonders schwierig vorherzusagen. </p>
<p>Obwohl die Veröffentlichung der Verhandlungsmitschnitte schon ein sehr interessanter Fall für ein österreichisches Wikileaks wäre (wenn mir (prinzipiell) jemand was Brisantes (natürlich nur Hochlegales) mitteilen möchte, ich hab nix dagegen es zu prüfen&#8230;?), hat Bildungsministerin Schmied den &#8220;Kompromiss&#8221; bereits in der Debatte nach dem jüngsten PISA-Debakel durchsickern lassen. </p>
<p>In ihrem <a href="http://derstandard.at/1291454406156/Forderungen-Schmied-stellt-Zehn-Punkte-Programm-vor" target="_blank">10-Punkte-die-man-in-diesem-Land-Programm-nennt-Programm</a> gibt es eine Kleinigkeit, auf die sie sich auch bei Interviews dann gern draufgesetzt hat: Die Aufhebung der 10 Prozent-Grenze des Schulversuchs der Neuen Mittelschule (vulgo: Gesamtschule für Arme).</p>
<p>Die (zugegeben nicht schwierige) Prognose hätte schon vor Tagen lauten können: Die Studiengebühren werden mit SPÖ-Segen &#8220;sozial gestaffelt&#8221; ab 2013 kommen, im Gegenzug wird die ÖVP der rechtlichen Deckelung für die Neue Mittelschule abschwören (die kann man ja vielleicht immer noch über das Budget boykottieren). Immerhin steht der zweite Teil noch aus. </p>
<p>Es ist ja sooo schwer zu sagen, welche Wählerschaft der Umfaller der eigenen Partei bei diesen Themen mehr stören wird.</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=7199&amp;md5=721162741d0c1378f53f3201540e669d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Video vom Polizeiaufgebot bei #bolognaburns</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/03/12/video-vom-polizeiaufgebot-bei-bolognaburns/</link>
		<comments>http://zurpolitik.com/2010/03/12/video-vom-polizeiaufgebot-bei-bolognaburns/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 00:39:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bologna-System]]></category>
		<category><![CDATA[Proteste]]></category>
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		<description><![CDATA[Musste heute arbeiten und konntes deshalb leider nicht an der großen Bildungsdemo zum Bologna-Gipfel in Wien teilnehmen. &#8220;Geilste Demo ever&#8221;, nannte ein anderer zurPolitik.com-Autor das Ganze hinterher. Als ich dann um halb 12 Dienstschluss hatte und über die Hauptuni nach&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Musste heute arbeiten und konntes deshalb leider nicht an der großen Bildungsdemo zum Bologna-Gipfel in Wien teilnehmen. &#8220;Geilste Demo ever&#8221;, nannte ein anderer zurPolitik.com-Autor das Ganze hinterher. Als ich dann um halb 12 Dienstschluss hatte und über die Hauptuni nach hause ging, bekam ich noch einen kleineren Demozug zu sehen, der vom Ring in Richtung NIG abzog. Begleitet wurde er von einem Polizeiaufgebot, das mir so bislang noch nicht untergekommen ist. Das Video dazu gibt es nach dem Klick.<span id="more-3566"></span></p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/v25JKYk2ED4&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/v25JKYk2ED4&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=3566&amp;md5=035267ab3e66b1e786177a78881ce2fd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Uni oder FH &#8211; Bastelexzess versus Tiefgang</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/01/13/uni-oder-fh-bastelexzess-versus-tiefgang/</link>
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		<pubDate>Wed, 13 Jan 2010 09:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Petra Köstinger</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Uni gegen Fachhochschule &#8211; ein gern strapaziertes Duell. Dabei werden sie immer ähnlicher. 
Ich mache beides (Uni-FH-Doppelmaster) und ich mag beides.<br />
Natürlich ist die Ausgangspositionen eine völlig andere: Hunderte Kollegen an der Uni stehen fünfzig Kollegen an der FH gegenüber.&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/duell.jpg" alt="" title="Duell" width="530" height="300" class="alignnone size-full wp-image-2839" /></p>
<p>Uni gegen Fachhochschule &#8211; ein gern strapaziertes Duell. Dabei werden sie immer ähnlicher. <span id="more-2802"></span></p>
<p>Ich mache beides (Uni-FH-Doppelmaster) und ich mag beides.<br />
Natürlich ist die Ausgangspositionen eine völlig andere: Hunderte Kollegen an der Uni stehen fünfzig Kollegen an der FH gegenüber. Und natürlich hat die FH eine völlig andere Idee von Lehre. Stichwort Ausbildung statt Bildung.</p>
<p>Während ich mich an der Uni aktuell mit dem 457845. Forschungsprojekt meiner Studierenden-Karriere beschäftige, werde ich an der FH zunehmend vom wissenschaftlich kompetenten Generalisten zum Spezialisten. Und es macht Spaß.</p>
<p><strong>Buchloses Lehren und Bastel-Exzess</strong></p>
<p>Ich bin nicht an der FH, um Dinge zu lernen, die ich auch in Büchern  nachlesen kann. Der Großteil dessen, was ich vorgetragen bekomme, sind inspirierende Einblicke, Erfahrungsberichte von Leuten, die wissen wovon sie reden. Ich darf Prototypen bauen und mich auch sonst regelmäßig mit dem Bastelkoffer austoben. Demgegenüber habe ich an der Uni jahrelang Lehrveranstaltungen von uninspirierenden, wenn nicht gar völlig desillusionierenden LV-Leitern erlebt, die doch tatsächlich vielfach nicht über den Theorienstand der 70er-90er Jahre hinausreichten. Nicht nur, aber doch hinreichend. </p>
<p>Didaktisch beschränkt sich die Uni mehrheitlich auf den Frontalvortrag, wogegen die FH fast ausschließlich auf Projektarbeiten setzt. Die FH fordert viel mehr Aktivität (dort präsentiere ich mehrmals am Tag, an der Uni wenige Male im Semester), die Uni fördert Passivität. Ich habe Uni-Kurse mit Anwesenheitspflicht, bei denen ich tatsächlich die gesamte Kursdauer über nur aus einem Skript vorgelesen bekomme. </p>
<p><strong>Wer will schon denken? &#8211; Der Selbstständigkeitsfail</strong></p>
<p>An der FH wird nicht mit Skripten gearbeitet. Trotzdem, es geht auch dort um Selbst-Aneignung. Jeodch im aktiven Sinn: Nicht nachlesen, sondern tun! Ausprobieren! Im Team, im Austausch mit anderen. Was sich als wesentlich produktiver erweist. Nebenbei lerne ich noch unglaublich viel über mich selbst, über meine Rolle im Team, über meine Außenwirkung und Potenziale. An der Uni mutiert man zum Einzelkämpfer. Nicht zuletzt aufgrund des ständigen Kampfes um die beschränkten Kursplätze.</p>
<p>Eine gewisse Selbstständigkeit hat natürlich durchaus seine Vorteile. Fragt man Kollegen, warum sie sich für die Fachhochschule entschieden hätten, kommt vielfach der Hinweis auf die bereits vorgegebenen Organisations-Strukturen. Viele FH-Studierende würden ein Uni-Studium vielleicht nie beenden. Genau darin sehe ich übrigens einen der Gründe, warum viele Studierende – egal ob Uni oder FH &#8211; diese Proteste heftig kritisiert haben: Die Reformen der letzten Jahre schränken das selbstständige Denken und Handeln enorm ein. Der vorproprammierte Dumpfnuss-Schluss: So what? Muss ich mich selbst um noch weniger kümmern. Weniger denken bedeutet weniger Aufwand, tolle Sache!</p>
<p>Unterschiedliche Ausgangspositionen hin oder her, vieles lässt sich damit einfach nicht rechtfertigen. Warum schaffts die FH, Inhalte so spielerisch und auf modernste Weise zu vermitteln? In Uni-Seminare hat man ebenso Kursgrößen von 20-50 Leuten (zumindest an der Publizistik), mit denen sich anständig arbeiten ließe. Die FH ist in allen Belangen wesentlich moderner aufgestellt &#8211; sowohl was Lehrmethoden als auch LV-Inhalte betrifft. Ich bekomme selbstverständlich von Twitter-Kampangnen erzählt, wo man an der Uni erst mal nur verdutzte Gesichter ernten würde. </p>
<p><strong>Käfig-Lernen</strong></p>
<p>Jedenfalls: Ich bin froh, meinen Bakk-Abschluss an der Uni gemacht zu haben und auch noch weiter dort studieren und forschen zu können (was ich mir im Falle der Wiedereinführung der Studiengebühren nicht mehr leisten könnte). Die Tiefe, mit der man sich an der Uni mit Themen auseinandersetzt, ist von unschätzbarem Wert. Die FH-Ausbildung lernt mir das – unglaublich spannende &#8211; Handwerkszeug. Das ich, so glaube ich, mithilfe meiner Uni-Vorbildung jedoch viel besser einsetzen kann. Was die FH aber nicht lehrt ist, das zur Verfügung gestellte Handwerkszeug zu hinterfragen. Man wendet einfach an. Wird schon passen. </p>
<p>Ich bin wirklich froh, nicht schon in meinen ersten Semestern dem strikten Regelwerk der FH unterlegen zu sein. Mit fixen LV-Zeiten, null Flexibilität bei der Kurs-Auswahl und einer FH-Leitung, die glaubt, mir das Leben erklären und in weiterer Folge gleich vorstrukturieren zu müssen. </p>
<p><strong>FUNI – der FH/Uni-Hybrid </strong></p>
<p>Wobei die gegenwärtigen Umstrukturierungen an der Uni in die selbe Richtung arbeiten. FH und Uni werden immer ähnlicher. Was ich prinzipiell als einen interessanten Ansatz ansehe, sich aber aktuell in eine völlig falsche Richtung entwickelt. An der Uni konnte ich zu Bakk-Zeiten drei Studien parallel belegen und mir den Großteil auch anrechnen lassen. Die Hälfte (!) meines Studiums bestand aus freien Wahlfächern, so dass ich im Endeffekt die Möglichkeit hatte, ein völlig individuelles und enorm vielseitiges Studium zu absolvieren. Ich konnte mein Studium in 5 Semestern beenden und das sechste Semester so problemlos für einen Auslandsaufenthalt nutzen. Ein Privileg von unschätzbarem Wert. </p>
<p>Inzwischen kann ich auch an der Uni nicht mehr frei entscheiden, welche Kurse ich wann belegen will. Entsprechen die individuellen Studieninteressen doch oftmals nicht den endlosen Voraussetzungs-Ketten oder dem strikt vorgegeben Modul-System. Kurse, die ich mir aufgrund der dezenten Beschränkheit des super-modernen Anmeldesystem nicht anrechnen lassen kann, kann ich überdies einfach nicht belegen. Wozu auch, es geht ja doch nur mehr ums stupide Sammeln von ECTS-Punkten. </p>
<p>Ich konnte im Laufe meiner Uni-Karriere selbst entscheiden, welchen Weg ich einschlage und ich war flexibel genug, diesen Weg stets meinen Entwicklungsschritten anzupassen. Mittlerweile kann man nur mehr vorgegebenen Modul-Wegen folgen. Willkommen im Bildungs-Knast!</p>
<p><strong>Doch mehr Flexibilität durch Bachelor-Master? </strong></p>
<p>Ich bin mir sicher, die Qualitätsunterschiede an den verschiedenen Fachhochschulen sind enorm. Auch an der Uni gleicht kaum ein Studiengang dem anderen. Der Bachelor-Master-Struktur sei (ausnahmsweise) dank, wird es zunehmend nicht mehr nur bei einem Studien-Abschluss bleiben. Es ist problemlos möglich, nach dem Bakk. zu wechseln, einen zweiten, dritten, vierten Master dran zu hängen oder ein FH-Studium (etwa in „berufsbegleitender“ Form) ergänzend zu einem Uni-Studium zu absolvieren und umgekehrt. Die Möglichkeiten sind da, ich kann&#8217;s nur empfehlen. </p>
<p>Ich für mich hab mit dem Doppelmaster jedenfalls die optimale Kombination gefunden – und würde mir wünschen, Uni-Kollegen etwas von der Projektpraxis und FH-Kollegen etwas von der Fähigkeit, Dinge zu hinterfragen, sich tiefergehend mit etwas auseinanderzusetzen, abgeben zu können. </p>
<p><em>Fotocredit: <a href="http://www.flickr.com/photos/onkel_wart/2167055728/sizes/l/">onkel_wart</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.en">CC2.0 BY-NC-SA</a></em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2802&amp;md5=edfaa9bec88e8a89eb5b48f42b914cb7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Mein #unibrennt-Interview für Progress</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2010/01/12/mein-unibrennt-interview-fur-progress/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Jan 2010 14:02:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Audimax]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine Journalistin von <a href="http://www.progress-online.at/">Progress</a>, dem Magazin der ÖH, hat mich kürzlich kontaktiert um ein kurzes Interview zu den Studierendenprotesten gebeten. Meine ungekürzten Antworten findet ihr (wie gewohnt?) hier.
<strong>Progress:</strong> Wann hast du <a href="http://zurpolitik.com/2009/11/10/unsere-unis-eine-karte/">die Karte &#8220;unsere unis&#8221;&#8230;</a> entworfen? Wie viele]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Journalistin von <a href="http://www.progress-online.at/">Progress</a>, dem Magazin der ÖH, hat mich kürzlich kontaktiert um ein kurzes Interview zu den Studierendenprotesten gebeten. Meine ungekürzten Antworten findet ihr (wie gewohnt?) hier.<span id="more-2798"></span></p>
<p><strong>Progress:</strong> Wann hast du <a href="http://zurpolitik.com/2009/11/10/unsere-unis-eine-karte/">die Karte &#8220;unsere unis&#8221;</a> entworfen? Wie viele Zugriffe auf die Karte hat es bisher gegeben?<br />
<strong>Tom:</strong> Ich habe die Karte begonnen als sich abzeichnete, dass der Protest international wird. Ich wollte eine Übersicht im absehbaren Chaos schaffen. Anfangs suchte ich aktiv selbst über Twitter nach verifizierbaren Nachrichten über Besetzungen. Mit der Zeit haben mir dabei zwei, drei andere Studenten die ich vorher nicht kannte geholfen, weil sie das Projekt interessant fanden. Nach etwa einem Monat war die Karte dann so ziemlich überall bekannt und die BesetzerInnen von neu dazugekommenen Universitäten begannen selbstständig mich anzuschreiben. Die Karte steht im Moment bei 2,4 Millionen Zugriffen.</p>
<p><strong>Progress:</strong> Inwieweit hat sich die Studierenden-Protestkultur deiner Meinung nach durch das Web 2.0 verändert?<br />
<strong>Tom:</strong> Die Studierenden-Proteste wären meiner Einschätzung nach <a href="http://zurpolitik.com/2009/10/31/die-debatte-zum-livestream-im-audimax/">ohne das Internet bzw. insbesondere das Web 2.0 nicht möglich</a> gewesen. Punkt. </p>
<p>Nicht nur, weil die Kommunikation und Organisation auf so ziemlich allen Ebenen darüber stattfand, sondern auch, weil über diese eigenen Medienkanäle auch die traditionellen Medien erreicht wurden. Halbe Redaktionen saßen da staunend vor dem <a href="http://www.ustream.tv/channel/unsereuni">Livestream</a> oder verfolgten die Sache über Twitter. Nicht zu vergessen: So konnten die Studierenden auch immer ihre Sichtweise einer ziemlich großen Öffentlichkeit präsentieren und dem grausamen Nonsense entgegenwirken der in vielen Medien zu lesen war.</p>
<p>Am zweiten Tag des Protests habe ich einen Freund mitgenommen, der selbst kein Student mehr ist. Damals war die ganze Sache hauptsächlich noch Party. Etwa drei Wochen später schrieb er mir eine SMS, dass er den Protest mal wieder über den Livestream beobachtet hat und begeistert ist, wie sich die Sache entwickelt hat. Für mich waren die Leute die den Livestream abdrehen wollten und Angst vor unserer eigenen Öffentlichkeit hatten lange Zeit über die größte Gefahr für den Protest.</p>
<p>Ohne das Nutzen des Webs hätte der Protest das erste Wochenende oder die erste Woche glaube ich nur sehr unwahrscheinlich überlebt &#8211; jedenfalls ganz sicher nicht mit dieser Stärke. </p>
<p><strong>Progress:</strong> Wie groß war den der Anteil der Studierenden, die gegen den Livestream waren &#8211; und ist das von einer bestimmten Gruppe ausgegangen?<br />
<strong>Tom:</strong> Der Anteil war an sich nicht groß. Das wurde immer wieder von einer kleinen Gruppe thematisiert. Zwischendurch hätte die aber beinahe Erfolg gehabt. Eine Abstimmung darüber, ob der Stream eingeschränkt werden sollte konnte nur mit Stimmengleichheit im Plenum abgelehnt werden.</p>
<p><strong>Progress:</strong> Mit welchen Argumenten kamen die Livestream-Gegner? Und wann war die Abstimmung im Plenum?<br />
<strong>Tom:</strong> Ich weiß nicht mehr, wann die war. Die Argumente liefen darauf hinaus, dass das ja alles wie Big Brother sei.</p>
<p><strong>Progress:</strong> Wer ist federführend für <a href="http://unsereuni.at/">die österreichische Seite</a>? Wer strukturiert das und wer hat den Überblick über die Zugriffe? Kannst du mir da einen Ansprechpartner empfehlen?<br />
<strong>Tom:</strong> Wer die momentane Website entworfen hat weiß ich nicht. Die technische Wartung übernimmt eine eigene Arbeitsgruppe. Für die erste Version der Seite war <a href="http://www.2-blog.net/2009/unsereuni-und-das-social-web/">Luca Hammer</a> zuständig, der überhaupt viel  in dem Bereichauf die Beine gestellt hat (u.a. den Livestream eingerichtet). Die aktuellen Inhalte werden von der AG Presse eingespeist. Ansprechpersonen und E-Mailadressen solltest du <a href="http://unsereuni.at/wiki">im Wiki</a>.</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2798&amp;md5=a9c0219afa6e4016f27a2d765f6b26b1" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>#unibrennt: Das Audimax ist leer</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/12/21/unibrennt-das-audimax-ist-leer/</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Dec 2009 14:50:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[61 Tage lang war das Wiener Audimax besetzt. Jetzt räumte es das Rektorat knapp vor Weihnachten. Die ersten 1 bis 1,5 Monate war ich nahezu täglich viele Stunden dort. Am Tag der Räumung war ich erstmals seit drei Monaten nicht&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>61 Tage lang war das Wiener Audimax besetzt. Jetzt räumte es das Rektorat knapp vor Weihnachten. Die ersten 1 bis 1,5 Monate war ich nahezu täglich viele Stunden dort. Am Tag der Räumung war ich erstmals seit drei Monaten nicht mehr in Wien. Die Aktion des Rektorats war letztklassig. Kurz vor einer politischen Einigung, wie das Audimax ohnehin freigegeben würde, griff Rektor Winckler zu dieser Methode &#8211; bedrängt von den konservativen Parteien. Die Vorwürfe der schlechter werdenden Sicherheitslage sind natürlich reiner Humbug. Der Zeitpunkt ist einfach sehr geschickt gewählt. <span id="more-2777"></span></p>
<p>Heute sind nicht mehr viele Menschen in Wien. Die Ferien haben begonnen. Noch vor einer Woche wäre die Polizei bei einer Räumung vor 1000 Menschen gestanden. Neben den Ferien ging der Besetzung nach so langer Zeit natürlich auch die Luft aus. Die Regierungsparteien und auch die Unileitung haben den Aufschrei einer mitunter verzweifelten Studierendenschaft &#8220;erfolgreich&#8221; ausgesessen und so jegliches Vertrauen einer extrem aufgeschlossenen und pragmatischen Bewegung erst missbraucht und dann verspielt. </p>
<p>[ad#ad-1]<a href="http://zurpolitik.com/2009/11/27/unibrennt-auf-twitter/">#unibrennt</a> war für mich aber schon etwas davor zu Ende. Nach vielen Wochen in denen ich mit Studium, Arbeit, Leben und Protest enormem Stress ausgesetzt war, ging mit Mitte Dezember die Lust aus. Als ich da zum letzten Mal anwesend war war die Stimmung bereits im Eimer. Statt über wichtige Dinge zu diskutieren, starteten einige wieder Debatten über den Livestream, andere verweigerten sich der Diskussion um eine Exit-Strategie, bließen nur Platitüden hinaus. Es war zu diesem Zeitpunkt bereits länger absehbar, dass die Zeit der vernünftigen Kräfte vorbei war und mangels frischer Energiezufuhr auch nicht mehr kommen würde. Dass es anscheinend trotzdem zu einer politischen Lösung hätte kommen können, ist umso erstaunlicher.</p>
<p>Das Rektorat verzichtete aber darauf, so zu einem gemeinsamen Erfolg zu kommen. Nach all der Zeit in der man nicht genau wusste, wo es in der ganzen Sache überhaupt steht, ist der Schleier nun ab. Es wurde eben auf den richtigen Moment gewartet, um das lästige Problem los zu werden.</p>
<p>Ich war ob dieser Abwärtstendenz der Bewegung zeitweise frustriert, hab es ihr aber als Ganzes nicht übel genommen. Es war nicht anzunehmen, dass man dauerhaft und endlos gegen das verkrustete und rein abwehrende politische System durchhalten wird. Das sitzt am längeren Ast. Und obwohl es nun wahrscheinlich fürs Erste die Proteste hinter sich hat, ist es der größte Verlierer der Auseinandersetzung.</p>
<p>Denn dieses schlechte &#8220;offizielle&#8221; Ende (der C1 ist wie viele Hörsäle in Österreich und Europa noch besetzt) soll nicht darüber hinweg täuschen, dass es einige Erfolge zu verzeichnen gab. Viele betreffen einen leichten Shift in der politischen Kultur. Österreich galt als ein Land in dem jährliche Streiks in Minuten gezählt werden, wo kein Mensch den Arsch hoch bekommt und man mit einer progressiven Thematik die Medien wenn überhaupt berühren bestenfalls gegen sich bringen kann. Falsch. </p>
<p>Die Studierenden haben wie selten zuvor eine parteilose Gruppierung 5-6 Wochen lang die Schlagzeilen und Medien dominiert. Zeitweise sogar unterstützt vom Boulevard. Positive Kommentare reichten bis hinein ins Herz der Progressiven- und Intellektuellenfeindlichkeit, dessen Name nicht genannt werden muss. Die Berichterstattung war in vielen Fällen eine mittlere Katastrophe und ein realistisches Zeugnis des österreichischen Journalismus. Aber dass sie überhaupt da war, ist ein Erfolg, den noch nach dem ersten Wochenende der Besetzung ganz und gar niemand kommen sah. </p>
<p>Durch die permanente Thematisierung mussten sich Medien und PolitikerInnen zumindest positionieren. Dass in der ÖVP die breite Masse nach der Polizei ruft, wenn sie mit einer Situation nicht zurecht kommt, wissen wir jetzt. Dass die SPÖ zwar eh schön redet, aber jede noch so aufgelegte Chance verstreichen lässt, um ihre eigentlichen Themen in Schwung zu bekommen, ist nicht neu. Und wir erfuhren auch, dass die Presse <del>als Qualitätszeitung</del> sich nicht zu schade ist, friedliche Studierende auch mal <a href="http://diepresse.com/blog/dirtycampaigning/entry/die_freak_show_an_der">als &#8220;Freaks&#8221; zu beschimpfen</a> gegen die man &#8220;endlich einschreiten&#8221; soll (29. Oktober!). Da zeigt der Reaktionäre sein hübsches Gesicht. Ist doch auch schön, nicht wahr? </p>
<p>Aber lassen wir die schlechten Clowns beiseite und wenden wir uns wichtigerem zu. Es gab endlich ein demonstratives <a href="http://zurpolitik.com/2009/10/27/es-ist-unsere-uni/">politisches Erwachen</a> einer Generation, die <a href="http://zurpolitik.com/2009/09/01/uber-meine-und-andere-generationen-sprechen-mit-ein-bisschen-wut/">seit Jahren von den Alten verunglimpft, beschimpft und gedemütigt wird</a>. Und um diese geistig Erstarrten besonders hart zu bestrafen, war <a href="http://zurpolitik.com/2009/11/10/jugendliche-faul-und-uninteressiert/">dieses Erwachen</a> auch noch sympathisch. Dialogorientiert, friedlich, pragmatisch und obwohl äußerst inhomogen doch <a href="http://zurpolitik.com/2009/11/02/ideologie-und-politik-im-audimax/">mit festen Werten</a> einer solidarischen Gesellschaft verwurzelt. Irgendwann griff der Spin und die Strategie der sündteuren Parteiapparate natürlich auch in der Öffentlichkeit, aber wer hätte bis dahin gedacht, dass die Besetzung eines Hörsaals durch protestierende Studierende in Österreich auf mehrheitliche Zustimmung trifft?</p>
<p>In Wien waren dann gar <a href="http://zurpolitik.com/2009/10/29/uber-die-zahl-der-protesierenden/">40</a>-<a href="http://zurpolitik.com/2009/10/28/50-000-menschen-demonstrieren-in-wien-gegen-bildungsabbau-video/">50.000 Menschen</a> auf der Straße, in den größten Demonstrationen seit der Angelobung der rechtsrechten &#8220;Wenderegierung&#8221;, die den ganzen Schlamassel schlussendlich auch zu verantworten hat. </p>
<p>Von einzelnen PolitikerInnen über ganze Landtage bis zum ÖGB waren Solidaritätsbekundungen breit gestreut. Von SchülerInnen über Lehrende bis zu den KindergärtnerInnen. Endlich wurde <a href="http://zurpolitik.com/2009/04/13/beenden-wir-den-zerstreuten-bildungs-protest/">der zerstreute Bildungs-Protest</a> ein Stückchen geeint. Irgendwo war da etwas von Erleichterung bei vielen zu spüren, dass Österreich <a href="http://zurpolitik.com/2009/06/23/2009-das-jahr-in-dem-osterreich-kippt/">eben nicht zwingend ins Reaktionäre kippt</a>, sondern dass sich dagegen auch Massen stemmen. </p>
<p>Auch die Bildung wurde angekurbelt. Nämlich jene der tausenden, die sich aktiv an den Protesten beteiligt haben. Jene die Zeitungen gegründet und geführt, Pressebüros aufgebaut, Veranstaltungen organisiert, koordinieren, debattieren und Twitter zu nutzen gelernt, die spannendende und hässliche Seite von Politik hautnah erlebt oder auch einfach ein paar neue Freunde gefunden haben. Alls das haben jene verpasst, die über die ganze Bewegung lieber schimpften, statt sie in ihrem Sinn mitzugestalten. Die AGler halt.</p>
<p>Am Ende erwähnt seien auch die Dinge, die sich in Bezug auf die Forderungen von #unibrennt verbessert haben. Nicht nur die läppischen 34 Millionen Euro Notgroschen, die unser Superwissenschaftsminister plötzlich doch für die Unis übrig hatte. (Der, der für das Auslösen <a href="http://zurpolitik.com/2009/11/10/unsere-unis-eine-karte/">europaweiter Studierendenproteste</a> mit einem Job in Brüssel belohnt wurde.) Auch die Überprüfung der Curricula auf Universitätsebene wäre anders vermutlich nicht zustande gekommen. </p>
<p><a href="http://zurpolitik.com/feed/" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rss.jpg" alt="RSS-Feed" title="RSS-Feed" border="0" width="150" height="200" align="right" /></a> Die junge Generation hat ihre Stärken so gnadenlos ausgespielt, dass die Politik davon überrannt und in all ihrer Erstarrtheit bloßgestellt wurde. Ein Politikwechsel und eine komplette Systemreform wurden in ihrer Dringlichkeit offensichtlich. Bis heute, zwei Monate nach dem ersten Schock der ausgebrochenen Besetzung, spricht niemand in der Politik über ein bildungspolitisches Ziel für Österreich. Da werden Nebenschauplätze eröffnet um abzulenken, da wird geschwiegen und gnadenlos gelogen um die #unibrennt-Bewegung anzupatzen. Aber wohin Österreich in der Bildung oder gar als Gesellschaft will? No comment!</p>
<p>Auch wenn man all diese Dinge die ich als Erfolg sehe, gar nicht als Erfolg akzeptiert. Man muss doch einsehen, dass auch die beste Protestbewegung nichts für die verkalkten PolitikerInnen kann, die sie ignorieren. </p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2777&amp;md5=03d43b451b20cb56df5e2a94231e5a12" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Karte für Unsere Unis/Map of Our Universities/Mapa de Nuestras Universidades</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/11/10/unsere-unis-eine-karte/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Nov 2009 16:31:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Besetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Karten]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[<strong>English:&#8230;</strong> It is getting a bit hard to keep a list on which university is occupied by its students and which is not. I am trying to map the international protests for a free and better education. Please feel free]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>English:</strong> It is getting a bit hard to keep a list on which university is occupied by its students and which is not. I am trying to map the international protests for a free and better education. Please feel free to comment on the blogpost if you have further information and I will update the map. You can also contact me on Twitter (<a href="http://twitter.com/schaffertom">@schaffertom</a>). <span id="more-2629"></span></p>
<p>[ad#ad-1]<strong>Deutsch:</strong> Weil es jetzt bald sehr unübersichtlich werden wird, versuche ich hier die besetzten Universitäten zu kartographieren. Wenn jemand helfen will, einfach anschreiben (per Twitter an <a href="http://twitter.com/schaffertom">@schaffertom</a>) &#8211; ich geb ihm/ihr dann Zugang zur Karte. Ansonsten übernehme ich natürlich auch Anmerkungen aus den Kommentaren.</p>
<p><strong>Francais:</strong> Pendant que le mouvement grandit, avoir un vue d’ensemble est plus facile. Ici, vous trouvez une carte géographique avec tous les universités. Nous avons besoin d&#8217;aide! Contact <a href="http://twitter.com/schaffertom">@schaffertom</a>) &#8211; On vais avoir access pour la carte. On vais aussi adopter suggestions et explications des commentaires.</p>
<p><strong>Espanol:</strong> Esto es una mapa de las universidades ocupadas en europa. Los estudiantes protestan para una educacíon libre, para condiciones mejores a los escuelas y universidades y para el afianzamiento de la democracia a los universidades. Contacta a <a href="http://twitter.com/schaffertom">@schaffertom</a> via Twitter o escribe un comentario antes del texto, cuando quieres contribuir algo a la carta.</p>
<p><strong>Italiano:</strong> Diviene sempre più difficile poter dire quali università sono occupate dagli studenti e quali no. Sto cercando di creare una mappa delle proteste studentesche a livello internazioanle per una educazione libera migliore. Sentitevi liberi di commentare il post e non esitate a mandare aggioramenti sulla situazione della vostra università potrò mantenere aggiornata la mappa! Contattatemi su Twitter (<a href="http://twitter.com/schaffertom">@schaffertom</a>).</p>
<p><iframe width="530" height="400" frameborder="0" scrolling="no" marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.at/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=116283369278129786033.0004778dfa81fb402d565&amp;ll=49.21042,8.876953&amp;spn=23.014452,46.582031&amp;z=4&amp;output=embed"></iframe><br /><small><a href="http://maps.google.at/maps/ms?ie=UTF8&amp;hl=de&amp;msa=0&amp;msid=116283369278129786033.0004778dfa81fb402d565&amp;ll=49.21042,8.876953&amp;spn=23.014452,46.582031&amp;z=4&amp;source=embed" style="color:#0000FF;text-align:left">Unsere Unis</a> auf einer größeren Karte anzeigen</small></p>
<p><a href="http://zurpolitik.com/feed/" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rss.jpg" alt="RSS-Feed" title="RSS-Feed" border="0" width="150" height="200" align="right" /></a>Meanings | Legende:<br />
<strong>Red: </strong>Occupied |<strong> Rot:</strong> Besetzt<br />
<strong>Yellow:</strong> Removed by authorities | <strong>Gelb:</strong> Geräumt<br />
<strong>Green:</strong> Given up | <strong>Grün:</strong> Freigegeben<br />
<strong>Blue:</strong> Other forms of protests | <strong>Blau:</strong> Andere Proteste</p>
<p><em>There is a question mark, if I lack concrete information. | Bei unklarer Informationslage ist in der Beschreibung ein Fragezeichen.</em></p>
<p><em>Augmented-Reality-Layer for iPhone 3GS and Android Mobiles based on this map: <a href="http://ihrwebprofi.at/ar">HERE</a></em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2629&amp;md5=b38599343dad73e24d3b3db99118b277" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Rauch, wenn die Uni brennt</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/11/07/der-rauch-wenn-die-uni-brennt/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2009 01:25:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Audimax]]></category>
		<category><![CDATA[Besetzung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Grrr!]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Rauchverbot]]></category>
		<category><![CDATA[Uni]]></category>

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		<description><![CDATA[<br />
Es ist schon viel darüber geschrieben worden, wie respektvoll im Audimax miteinander umgegangen wird. Wie vernünftig zu Entscheidungen gefunden wird. Wie schnell selbst bei emotionalen Themen ganz einfache Kompromisse eingegangen werden. Der &#8220;Audimaxismus&#8221; untertags ist ein blühendes Beispiel für ein&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rauch.jpg" alt="Rauch" title="Rauch" width="530" height="200" class="alignnone size-full wp-image-2646" /><br />
Es ist schon viel darüber geschrieben worden, wie respektvoll im Audimax miteinander umgegangen wird. Wie vernünftig zu Entscheidungen gefunden wird. Wie schnell selbst bei emotionalen Themen ganz einfache Kompromisse eingegangen werden. Der &#8220;Audimaxismus&#8221; untertags ist ein blühendes Beispiel für ein menschliches Miteinander, das auf Vernunft und Freundschaft basiert. Sobald der Tag sich zu Ende neigt, ändert die Besetzung aber in Teilen ihre Form.<span id="more-2645"></span></p>
<p>[ad#ad-1]Die Engagierten gehen großteils müde heim, der Anteil der Vernünftigen wird kleiner, die PartybesetzerInnen treten ins gedämmte Licht des Hörsaals. Bis zum letzten Ton der jeweiligen Band füllen sie das Audimax. Dann gehen sie heim und lassen die letzten Engagierten über Nacht zurück. Prinzipiell ist nichts dagegen einzuwenden. Natürlich sind auch GelegenheitsbesucherInnen herzlich Willkommen. Und das Vergnügen ist gar unser Trumpf, der immer wieder neue Leute hereinspült, die doch auch Freude am Ernst der Sache finden. </p>
<p>Was also ist das Problem? </p>
<p>Die Opfer. </p>
<p>Denn wenn am Ende der Acts die Leute gehen, bleibt der Müll zurück. Und die, die eh alles organisieren werden zu den Ärschen vom Dienst. Wer das zulässt, hat den &#8220;Audimaxismus&#8221; nicht verstanden und hier eigentlich auch nichts verloren.</p>
<p>Doch die ersten Prinzipien sterben schon früher. Kaum klingt die erste Note des Abends, glühen allerorts die Tschick vor den Gesichtern. Wie halt so das eine das andere ergibt, sind es eben Gesichter, die man großteils sonst nicht im Audimax sieht. Bei der Audimax-Besetzung trifft man hauptsächlich RaucherInnen, die sehr rücksichtsvoll sind, und sich mit ihren Zigaretten in gekennzeichnete Bereiche oder kurz raus begeben. Die Leute die dort sind, weil sie etwas erreichen wollen, die haben so gut wie alle das Hirn, um auch dieses Problem zu verstehen. </p>
<p>Danke an euch. Wann immer ich mich in meinem Leben über RaucherInnen beschwere oder aufrege. Wann immer ich ein Rauchverbot für notwenidg halte. Ihr seid dann nicht gemeint. Euch bräuchte man gar nichts zu verbieten.</p>
<p>Aber den anderen. Denn genau dann, wenn es viele der Party-RaucherInnen nicht schaffen, mal zwei Stunden nicht unbedingt direkt dort zu qualmen, wo sie gerade stehen, ist der &#8220;Audimaxismus&#8221; verraten. Kein Grundprinzip der Besetzung ließe es zu, so egoistisch zu sein: Respekt, Rücksichtnahme, Solidarität und Vernunft.</p>
<p>Die Rücksichtsnahme auf Mitmenschen, die sich in einem Raum voller Rauch (oder Sexismus/Rassismus&#8230;) nicht wohl oder gar diskriminiert fühlen -oder die Rauch gesundheitlich gar nicht ertragen (was dann genau genommen jeder Mensch wäre, aber natürlich manche ganz besonders betrifft). Wer will, dass das &#8220;unsere&#8221; Uni ist, muss auch wollen, dass sich dort alle wohl fühlen.<br />
Die Solidarität mit der Bewegung. Die hat sich nämlich völlig unaufgeregt und (der institutionalisierten österreichischen Politik um Jahre voraus) ihre eigenen Regeln gegeben. RaucherInnen haben ihren Raum, belästigen aber die passive Masse (und Mehrheit) der NichtraucherInnen nicht.<br />
Wer wirklich auch nur das geringste mit dem &#8220;Audimaxismus&#8221; am Hut hat, respektiert diese Regeln.</p>
<p><a href="http://zurpolitik.com/feed/" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rss.jpg" alt="RSS-Feed" title="RSS-Feed" border="0" width="150" height="200" align="right" /></a>Wer das nicht tut, soll sich schleichen. Die Hack&#8217;n dürfen sie machen, oder was? Die Leute die einfach nicht wie Fabrikschlote stinken wollen, die NichtraucherInnen die Wert auf ihre Gesundheit legen, die AllergikerInnen und die Lungenkranken? Den ganzen Tag dürfen sie sich den Arsch aufreissen und mithelfen? Aber die Party und Entspannung, die bleibt dann den Rücksichtslosen übrig? Und wenn die dann gehen, sollen wieder die Vernünftigen im stinkenden Audimax bis zum Morgen ausharren und sich ihren Lungenkrebs holen?</p>
<p>Eigentlich kaum zu fassen nach all den positiven Erfahrungen der letzten beiden Wochen, dass manche Menschen diese einfache Sache nicht verstehen. Dass das nämlich inakzeptabel ist. </p>
<p>Und dann ist es doch wieder eine wichtige Erinnerung daran, dass eben nicht die ganze Welt das Audimax ist. Ein weiterer Grund das schade zu finden.</p>
<p><em>Fotocredits: <a href="http://www.flickr.com/photos/marfis75/3867466806/sizes/l/">Marfis75</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">CC2.0-BY-SA</a></em></p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2645&amp;md5=9d9668acdd3e66ad51122540a9f6423f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>ATV &#8220;Am Punkt&#8221; zum Thema Studierendenproteste</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/11/05/atv-am-punkt-zum-thema-studierendenproteste/</link>
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		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 23:58:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hier der Mitschnitt der sehr gelungenen &#8220;ATV Am Punkt&#8221;-Sendung mit Liveeinstiegen aus dem Audimax. Ich habe mich auch zum Thema Studiengebühren zu Wort gemeldet (ab Minute 36:50). Kurzgehaltene Live-Statements zu einem komplexen Thema in einem emotional aufgeheizten Raum sind gar&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hier der Mitschnitt der sehr gelungenen &#8220;ATV Am Punkt&#8221;-Sendung mit Liveeinstiegen aus dem Audimax. Ich habe mich auch zum Thema Studiengebühren zu Wort gemeldet (ab Minute 36:50). Kurzgehaltene Live-Statements zu einem komplexen Thema in einem emotional aufgeheizten Raum sind gar nicht so einfach.<span id="more-2634"></span></p>
<p><center><object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" id="EmbedPlayer" width="400" height="350" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/get/flashplayer/current/swflash.cab"><param name="movie" value="http://atv.at/flash/EmbedPlayer/EmbedPlayer.swf" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="FlashVars" value="environment=production&amp;configPath=http%3A%2F%2Fatv.at%2Fflash%2Fflash%2FEmbedPlayer%2F&amp;contentSetId=410627&amp;activeClipId=496791"><param name="allowScriptAccess" value="sameDomain" /><param name="allowFullscreen" value="true" /><embed src="http://atv.at/flash/EmbedPlayer/EmbedPlayer.swf" quality="high" bgcolor="#FFFFFF" width="400" height="350" name="EmbedPlayer" align="middle" play="true" loop="false" quality="high" allowScriptAccess="sameDomain" allowFullscreen="true" type="application/x-shockwave-flash" flashvars="environment=production&amp;configPath=http%3A%2F%2Fatv.at%2Fflash%2Fflash%2FEmbedPlayer%2F&amp;contentSetId=410627&amp;activeClipId=496791" pluginspage="http://www.adobe.com/go/getflashplayer"></embed></object><br /><a href="http://atv.at/contentset/410627-Am%20Punkt/496791/0">Am Punkt</a> auf <a href="http://www.atv.at">ATV.at</a></center></p>
<p>(<a href="http://atv.at/contentset/410627-Am%20Punkt">Ganzes Video hier</a>)</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2634&amp;md5=dc3903f060aead743daf9b48257355ba" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Ende einer Debatte: Die Deutschen überschwemmen &#8220;uns&#8221; nicht</title>
		<link>http://zurpolitik.com/2009/11/03/das-ende-einer-debatte-die-deutschen-uberschwemmen-uns-nicht/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 21:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Wintersemester 2008 studierten in Österreich 15.295 ordentliche Studierende aus Deutschland. An deutschen Universitäten und Fachhochschulen studierten insgesamt 7.014 Österreicher. (<a href="http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Oesterreich/Bilateral.html">Quelle</a>) Das bedeutet: 0,018% der Deutschen studieren in Österreich, jedoch studieren 0,084% der ÖsterreicherInnen in Deutschland. <a href="http://zurpolitik.com/feed/" target="_blank">&#8230;</a>Verhältnismäßig studieren]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Wintersemester 2008 studierten in Österreich 15.295 ordentliche Studierende aus Deutschland. An deutschen Universitäten und Fachhochschulen studierten insgesamt 7.014 Österreicher. (<a href="http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Oesterreich/Bilateral.html">Quelle</a>) Das bedeutet: 0,018% der Deutschen studieren in Österreich, jedoch studieren 0,084% der ÖsterreicherInnen in Deutschland. <a href="http://zurpolitik.com/feed/" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rss.jpg" alt="RSS-Feed" title="RSS-Feed" border="0" width="150" height="200" align="right" /></a>Verhältnismäßig studieren also 4,6 Mal mehr ÖsterreicherInnen in Deutschland als umgekehrt. Die absolute Differenz (weil Deutschland ja zehn Mal größer ist) sind läppische 8.000 Studierende. Würde Deutschland die Studiengebühren dieser Menschen überweisen, würde das das österreichische Budget um hammermäßige 3 Millionen Euro auffetten. Das sind 0,0008% des BIP. Wo ist das verdammte Problem?</p>
<p>P.S.: Mit der Uni Heidelberg hat sich jetzt erstmals eine deutsche Uni mit Aktionen an <a href="http://search.twitter.com/search?q=%23unibrennt">#unibrennt</a> beteiligt. Zwei Hörsäle <a href="http://www.bildungsstreik-marburg.de/besetzung-in-heidelberg-heiser-herbst-beginnt">sind zur Stunde besetzt</a>.</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2619&amp;md5=3d5d56a31c741cad9d2fc24d61368739" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Ideologie und Politik im Audimax</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 02:16:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom Schaffer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<br />
Ideologie klingt verstaubt und unsexy. Viele im Audimax wehren sich gegen die Idee, sie würden diesem Protest aus ideologischen Gründen angehören &#8211; manche wollen ihn sogar unpolitisch begreifen. Dieses Selbstverständnis ist naiv, aber lässt sich nachvollziehen. Wer hinhört merkt auch&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/ideologie.jpg" alt="Ideologie" title="Ideologie" width="530" height="200" class="alignnone size-full wp-image-2612" /><br />
Ideologie klingt verstaubt und unsexy. Viele im Audimax wehren sich gegen die Idee, sie würden diesem Protest aus ideologischen Gründen angehören &#8211; manche wollen ihn sogar unpolitisch begreifen. Dieses Selbstverständnis ist naiv, aber lässt sich nachvollziehen. Wer hinhört merkt auch schnell. Es stammt nicht aus einer echten Ablehnung von Politik und Ideologie. Abgelehnt wird, was allgemein darunter verstanden wird. <span id="more-2583"></span></p>
<p>Politik als verknöcherte Apparate voller geistig alter Menschen &#8211; kalt berechnender, wendehalsiger PR-Plapperer, die immer dasselbe und doch nie etwas Interessantes sagen. PolitikerInnen werden als Menschen gesehen, die Macht (auch etwas, das böse klingt aber eigentlich ganz normal ist) als Selbstzweck begreifen. Und Ideologie? Die gilt immer als Fanatismus, der die Augen vor dem Sinnvollen verschließt &#8211; etwa das Gebahren verbissener, parolendreschender Extrem-Kommunisten. So werden diese Worte verstanden &#8211; und in diesem Sinne wäre auch ich unpolitisch und unideologisch.</p>
<p>[ad#ad-1]Doch man sollte sich diese wichtigen Begriffe einer Gesellschaft nicht so einfach aus der Hand nehmen lassen. Eine Ideologie ist im Grunde nichts anderes als ein Wertegerüst aus dem gewisse Forderungen entstehen. Eine Vorstellung, wie die Welt sein soll und wie sie das am besten werden kann. So etwas hat jeder Mensch, ob er es nun bewusst entwickelt oder es sich einfach aus dem Bauchgefühl heraus ergibt. Denkt man darüber nach, warum man nicht (oder eben schon) will, dass arme Menschen auf der Straße leben, stoßt man am Ende auf eine Begründung. Das ist eine Basis und der Kern der Ideologie, die sich dann weiterentwickelt. </p>
<p>Und Politik, das ist in Wirklichkeit alles, wo Fragen von Macht und Werten entschieden werden. Nicht nur in Parteien, Parlamenten, Regierungen und im Bürgermeisteramt. Erhebt man in der Straßenbahn das Wort gegen einen Rassisten, ist das politisch. Tut man das Gegenteil, natürlich auch. Im Allgemeinen wird Politik viel zu eng verstanden und deshalb auch abgelehnt. Doch überall dort wo wir unsere Vorstellungen von der Welt vertreten (oder nicht vertreten) betreiben wir Politik. </p>
<p>Wenn wir auf die Straße gehen um einen freien und kostenlosen Hochschulzugang zu fordern, dann ist das natürlich sowohl ideologisch als auch politisch. Dahinter steckt wohl meist der Wunsch, dass die staatliche Bildung für alle Menschen offenstehen soll, damit alle das Beste für sich und ihr Leben machen können. Andere mögen egoistischere Motive haben. Doch auch wer einfach nur selbst keine Studiengebühren zahlen will oder kann, drückt damit aus, dass er Bildung für etwas hält, für das man nicht zahlen müssen sollte. Dass das der Staat als kollektive Gemeinschaft finanzieren soll, damit niemand ausgeschlossen bleibt &#8211; zumindest nicht dadurch.</p>
<p><strong>Links oder so, whatever</strong></p>
<p>Diese solidarischen Begründungen sind Werte, die normalerweise der politischen Linken zugerechnet werden. Aber auch im konservativen Lager gibt es sie teilweise. Die in Österreich durch den Rechtsruck der ÖVP marginalisierte Gruppe der christlich-sozialen etwa, die aus ihrem Glauben heraus nicht ertragen können, dass Menschen &#8211; egal welcher Gruppe sie auch zugehören &#8211; sozial benachteiligt werden. Das ist ein anderes Motiv, eine andere Ideologie, führt aber zur selben politischen Forderung.</p>
<p>Im Audimax hat Ideologie noch eine symbolische Dimension. Wenn zu Beginn Fahnen der Kommunistischen Partei an den Wänden hingen, ist das an und für sich für viele im Raum sicher keine schlimme Sache &#8211; mögen sie auch selbst keine Kommunisten sein. Jedoch ist diese Fahne auch Teil eines Machtspiels. Sie vereinnahmt einen sehr vielfältigen Protest mit einem Label. Für Nicht-Kommunisten ergibt es ein schiefes Bild der Bewegung, wenn sie plötzlich unter kommunistischer Flagge protestieren sollen.</p>
<p>Aus diesem Dilemma gibt es zwei Auswege. Variante 1: Jeder hängt sein Symbol auf, und so wird die Vielfalt des Protests dargestellt. Das Problem daran: Viele Menschen im Raum gehören keiner so eindeutigen politischen Bewegung an, können sich deshalb gar nicht erst mit einem solch kräftigen Symbol wie Hammer und Sichel ausdrücken. Einige wollen sich kein Label verpassen lassen (hier!), andere wissen vielleicht auch gar nicht so genau über ihre eigenen politischen Werte bescheid. </p>
<p>Es liegt deshalb Variante 2 nahe: Keiner hängt sein Symbol auf, und man besinnt sich auf die gemeinsamen Werte und drückt die gemeinsamen Forderungen in den Vordergrund. Diese werden damit ideologisch auf eine viel breitere und weniger konkrete Basis gehievt, in der sich alle wiederfinden können. Es bleibt aber ideologisch &#8211; ein Wertebild von dem man nicht abweicht. Der Wunsch nach in Zugang und Kosten freier Bildung ist nicht mit jedem Weltbild vereinbar.</p>
<p><a href="http://zurpolitik.com/feed/" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/uploads/rss.jpg" alt="RSS-Feed" title="RSS-Feed" border="0" width="150" height="200" align="right" /></a>Das Audimax hat (ohne dass alle zu dieser Erkenntnis gekommen wären) komplett unaufgeregt die Variante 2 durchgesetzt. Die Symbole kleinerer Einzelgruppen sind weg und weichen den <a href="http://fm4.orf.at/stories/1630935/">gemeinsamen Plakaten und Icons</a>. Mobilisiert wird über das gemeinsame Programm, das sich in einem Forderungskatalog widerspiegelt, der noch lange nicht final ist.</p>
<p>Aus der Ideologie entwickelt sich Politik &#8211; was ohne verknöcherte Parolendrescher (die sich unter interessierten Menschen mit einer Wortmeldung eh selbst unglaubwürdig machen) so spannend ist, dass zehntausende Menschen es täglich sehen wollen. Die Audimaxismus-Bewegung trägt dazu bei, dass diese Begriffe aus dem Griff jener befreit werden, die die dahinterstehenden Prinzipien absurd verunstaltet haben.</p>
<p>Die Ideologie muss nicht raus aus dem Audimax, das geht überhaupt nicht. Es sollte vielmehr weiter gemeinsam daran gearbeitet werden.</p>
 <p><a href="http://zurpolitik.com/?flattrss_redirect&amp;id=2583&amp;md5=2277f26ebf449143b26cef34b6614808" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://zurpolitik.com/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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