Beiträge zu "Wien"
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Wie viel Platz brauchen Bus, Auto und Rad in der Stadt?
18 K., Tom Schaffer, 26. January 2012
“Propaganda” und “Manipulation”, nennt ÖVP-Webmensch Gerhard Loub ein Bild, das derzeit zum wiederholten Male die Runde durch das Internet macht. Es soll darstellen, dass Autos Platzverschwendender erster Güte sind, und Menschen in der Stadt sinnvollerweise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Rad fahren sollen.

Nun ist dieses Plakat der Stadt Münster aus dem Jahr 2001 (wo entgegen Gerhards Sorge nicht Rotgrün regiert, sondern seit Menschengedenken ein CDU-Bürgermeister anschafft) in einigen Punkten offensichtlich plakativ. Ein plakatives Plakat – get it? Und damit würde es als wissenschaftliches Beweisstück für die These mit dem Platzfresser-Auto nicht wirklich taugen. Gerhard hat in seinem Beitrag ein paar Mängel aufgezeigt. Warum auch immer sie entstanden sind, mich irritieren sie vor allem deshalb, weil es keineswegs nötig ist, an diesem Vergleich etwas zu manipulieren, wenn man damit eine Politik zugunsten von Öffis und Rädern rechtfertigen möchte. Mehr als die intellektuelle Debatte über den Wahrheitsgehalt von Werbung interessiert mich deshalb, wie eigentlich die absoluten Zahlen zu diesem Vergleich aussehen würden. (more…)
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Wien sperrt Rodelstraßen zu
13 K., Tom Schaffer, 7. December 2011
Ich wusste gar nicht, dass es welche gibt. Und zwei Straßen für eine Stadt von zwei Millionen Menschen machen das Kraut auch nicht fett, darum vermeide ich da mal größeren Pathos. Aber wenn man liest…
“Zudem müsse es künftig einen offiziellen Betreiber geben, der bei Unfällen – etwa durch Kollisionen mit Bäumen oder Hauswänden – verantwortlich gemacht werden könne. “Nur ein Schild mit ‘Eltern haften für ihre Kinder’ aufzustellen, reicht nicht”, betonte der Leiter der MA 48.”
… fragt man sich echt, wie wir das am Land immer selbst ohne solche Schilder überlebt und gelöst haben.
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ÖVP: Die Stadtpartei schlägt zurück
0 K., Georg Pichler, 10. September 2011
Es ist Tag 1 nach Christine Marek, ein Samstagmorgen. Ich wache auf, wage einmal mehr den lebensgefährlichen Abstieg aus meinem Hochbett. Just als ich beginne, mich über eine abklingende Erkältung zu freuen, irritiert mich ein Kratzen im Hals. Husten. Ich öffne das Fenster, um frische Luft hereinzulassen. Mich empfangen Jazzklänge vom nahe gelegenen Markt und entfernte Rhythmen eines Synthesizers. Ich mache mich auf gen Meidlinger Hauptstrasse, um mich beim Drogeriemarkt des Vertrauens mit Munition gegen die Verkühlung auszurüsten. Ein Ausflug, der letztlich zu einer politischen Bestandsaufnahme werden sollte. (more…)
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Die Nacht in der ich Teil der Radrowdie-Statistik wurde
21 K., Tom Schaffer, 26. August 2011
Es war schon deutlich nach Mitternacht. Ich bog im Schritttempo aus der Wallnerstraße ums Eck, als ein Mann mit vielsagendem Kapperl mir “Guten Abend” wünschte. Ich blieb stehen. “Guten Tag”. Er wies mich darauf hin, dass mein Licht nicht ging und dies eine Fußgängerzone war. Ich gestehe: Das war mir vorher bewusst. Trotzdem schien mir meine Vorgangsweise nach allen Maßstäben menschlicher Vernunft rechtfertigbar. Demonstrativ blickte ich mich um, lenkte seine Aufmerksamkeit auf die leere Gasse und verwies auf die taghell beleuchtete Szenerie. “Da vorne”, deutete ich in Richtung des dunklen Michaelerplatzes, “steig ich eh wieder ab”. (more…)
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Die Idee ist von uns, von uns allein
11 K., Tom Schaffer, 1. March 2011
Wien bekommt in den nächsten Jahren an öffentlichen Plätzen und Einkaufsstraßen öffentliches W-LAN. So können sich Menschen mit Handys, Tablets und Notebooks ins Internet einwählen. Das ist vor allem für TouristInnen erfreulich, die im Ausland ansonsten beim Datenroaming abgezockt werden. An den richtigen Orten eingesetzt, ist es aber natürlich auch für Einheimische ein Gewinn.
Das Projekt ist wohl vergleichsweise günstig, wenig emotional und wird die Welt nicht grundlegend verändern – aber es ist sinnvoll und herzeigbar. Als solches könnten die Parteien eigentlich geschlossen dahinterstehen und sich am Fortschritt freuen. Stattdessen bevorzugen sie den üblichen Hickhack. Mehr geiler Hickhack mit nur einem Klick
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Von der Friedensbrücke zum Schwedenplatz
2 K., Georg Pichler, 18. February 2011
Es sind bunte Flecken, Texte und Bilder, die dort prangen wo sonst das schlichte Betongrau der Mauern den schwarzen Asphalt der Strassen flankieren würde. Dahinter stehen meist unbekannte Künstler, denen es oft um eine Botschaft, manchmal aber auch einfach nur ums Malen selbst geht. An jenen Stellen, an denen viele Städte einander gleichen würde, sind sie es, die den Unterschied machen.
Ein Spaziergang an der “Graffitimeile” entlang des Donau-Armes, von der Friedensbrücke bis zum Schwedenplatz.

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Die Vollkoffer im eigenen Auge
25 K., Jakob Arnim-Ellissen, 29. January 2011
Während die Burschenschafter in der Hofburg tanzten, spielten DemonstrantInnen und PolizistInnen auf der Straße Katz und Maus. Einige VertreterInnen aus beiden Gruppen bekleckerten sich dabei nicht unbedingt mit Ruhm. Es war gestern unmöglich überall dabei zu sein, deshalb werde ich mich im Folgenden auf die Ereignisse beschränken, die ich, oder mir persönlich bekannte Menschen, direkt miterlebt haben.
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Fotostrecke: Demonstration gegen das Sparpaket
2 K., Jakob Arnim-Ellissen, 27. November 2010
Zur Demonstration gegen Sparpaket und für ein Zukunftsbudget kamen je nach Quelle 13.000 (Veranstalter) bzw. 4.000 (Polizei) Menschen aus ganz Österreich. Der Zug führte von der Urania über den Ring Richtung Schwedenplatz an Universität und Parlament vorbei und endete am Ballhausplatz. Über 100 Organisationen hatten gemeinsam zur Demonstration aufgerufen.
(more…)
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Wien ist Rot-Grün
0 K., Tom Schaffer, 12. November 2010
Ich komm gerade nicht dazu, deshalb erstmal ganz unkommentiert das Regierungsübereinkommen zum Schmökern.
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Der Grüne Gemeinderatsklub nach Vorzugsstimmen
17 K., Tom Schaffer, 11. October 2010
Nachdem über die Grünen Vorwahlen im vergangenen Herbst viel über mehr halbexterne/halbinterne Mitsprache bei der Listenerstellung der Grünen gesprochen wurde, habe ich mir das Ergebnis im Bezug auf die Vorzugsstimmen angesehen. Ungeachtet, dass dann ein anderer Wahlkampf und ein anderes Wahlverhalten stattfinden würden: Hätten die Vorzugsstimmen gestern über die Mandate entschieden, würde der Grüne Klub im Wiener Gemeinderat sich folgendermaßen zusammensetzen: (more…)
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“Propaganda” und “Manipulation”, nennt ÖVP-Webmensch Gerhard Loub ein Bild, das derzeit zum wiederholten Male die Runde durch das Internet macht. Es soll darstellen, dass Autos Platzverschwendender erster Güte sind, und Menschen in der Stadt sinnvollerweise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Rad fahren sollen.

Nun ist dieses Plakat der Stadt Münster aus dem Jahr 2001 (wo entgegen Gerhards Sorge nicht Rotgrün regiert, sondern seit Menschengedenken ein CDU-Bürgermeister anschafft) in einigen Punkten offensichtlich plakativ. Ein plakatives Plakat – get it? Und damit würde es als wissenschaftliches Beweisstück für die These mit dem Platzfresser-Auto nicht wirklich taugen. Gerhard hat in seinem Beitrag ein paar Mängel aufgezeigt. Warum auch immer sie entstanden sind, mich irritieren sie vor allem deshalb, weil es keineswegs nötig ist, an diesem Vergleich etwas zu manipulieren, wenn man damit eine Politik zugunsten von Öffis und Rädern rechtfertigen möchte. Mehr als die intellektuelle Debatte über den Wahrheitsgehalt von Werbung interessiert mich deshalb, wie eigentlich die absoluten Zahlen zu diesem Vergleich aussehen würden. (more…)
Ich wusste gar nicht, dass es welche gibt. Und zwei Straßen für eine Stadt von zwei Millionen Menschen machen das Kraut auch nicht fett, darum vermeide ich da mal größeren Pathos. Aber wenn man liest…
“Zudem müsse es künftig einen offiziellen Betreiber geben, der bei Unfällen – etwa durch Kollisionen mit Bäumen oder Hauswänden – verantwortlich gemacht werden könne. “Nur ein Schild mit ‘Eltern haften für ihre Kinder’ aufzustellen, reicht nicht”, betonte der Leiter der MA 48.”
… fragt man sich echt, wie wir das am Land immer selbst ohne solche Schilder überlebt und gelöst haben.
Es ist Tag 1 nach Christine Marek, ein Samstagmorgen. Ich wache auf, wage einmal mehr den lebensgefährlichen Abstieg aus meinem Hochbett. Just als ich beginne, mich über eine abklingende Erkältung zu freuen, irritiert mich ein Kratzen im Hals. Husten. Ich öffne das Fenster, um frische Luft hereinzulassen. Mich empfangen Jazzklänge vom nahe gelegenen Markt und entfernte Rhythmen eines Synthesizers. Ich mache mich auf gen Meidlinger Hauptstrasse, um mich beim Drogeriemarkt des Vertrauens mit Munition gegen die Verkühlung auszurüsten. Ein Ausflug, der letztlich zu einer politischen Bestandsaufnahme werden sollte. (more…)
Es war schon deutlich nach Mitternacht. Ich bog im Schritttempo aus der Wallnerstraße ums Eck, als ein Mann mit vielsagendem Kapperl mir “Guten Abend” wünschte. Ich blieb stehen. “Guten Tag”. Er wies mich darauf hin, dass mein Licht nicht ging und dies eine Fußgängerzone war. Ich gestehe: Das war mir vorher bewusst. Trotzdem schien mir meine Vorgangsweise nach allen Maßstäben menschlicher Vernunft rechtfertigbar. Demonstrativ blickte ich mich um, lenkte seine Aufmerksamkeit auf die leere Gasse und verwies auf die taghell beleuchtete Szenerie. “Da vorne”, deutete ich in Richtung des dunklen Michaelerplatzes, “steig ich eh wieder ab”. (more…)
Wien bekommt in den nächsten Jahren an öffentlichen Plätzen und Einkaufsstraßen öffentliches W-LAN. So können sich Menschen mit Handys, Tablets und Notebooks ins Internet einwählen. Das ist vor allem für TouristInnen erfreulich, die im Ausland ansonsten beim Datenroaming abgezockt werden. An den richtigen Orten eingesetzt, ist es aber natürlich auch für Einheimische ein Gewinn.
Das Projekt ist wohl vergleichsweise günstig, wenig emotional und wird die Welt nicht grundlegend verändern – aber es ist sinnvoll und herzeigbar. Als solches könnten die Parteien eigentlich geschlossen dahinterstehen und sich am Fortschritt freuen. Stattdessen bevorzugen sie den üblichen Hickhack. Mehr geiler Hickhack mit nur einem Klick
Es sind bunte Flecken, Texte und Bilder, die dort prangen wo sonst das schlichte Betongrau der Mauern den schwarzen Asphalt der Strassen flankieren würde. Dahinter stehen meist unbekannte Künstler, denen es oft um eine Botschaft, manchmal aber auch einfach nur ums Malen selbst geht. An jenen Stellen, an denen viele Städte einander gleichen würde, sind sie es, die den Unterschied machen.
Ein Spaziergang an der “Graffitimeile” entlang des Donau-Armes, von der Friedensbrücke bis zum Schwedenplatz.

Während die Burschenschafter in der Hofburg tanzten, spielten DemonstrantInnen und PolizistInnen auf der Straße Katz und Maus. Einige VertreterInnen aus beiden Gruppen bekleckerten sich dabei nicht unbedingt mit Ruhm. Es war gestern unmöglich überall dabei zu sein, deshalb werde ich mich im Folgenden auf die Ereignisse beschränken, die ich, oder mir persönlich bekannte Menschen, direkt miterlebt haben.
Zur Demonstration gegen Sparpaket und für ein Zukunftsbudget kamen je nach Quelle 13.000 (Veranstalter) bzw. 4.000 (Polizei) Menschen aus ganz Österreich. Der Zug führte von der Urania über den Ring Richtung Schwedenplatz an Universität und Parlament vorbei und endete am Ballhausplatz. Über 100 Organisationen hatten gemeinsam zur Demonstration aufgerufen.
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Ich komm gerade nicht dazu, deshalb erstmal ganz unkommentiert das Regierungsübereinkommen zum Schmökern.
Nachdem über die Grünen Vorwahlen im vergangenen Herbst viel über mehr halbexterne/halbinterne Mitsprache bei der Listenerstellung der Grünen gesprochen wurde, habe ich mir das Ergebnis im Bezug auf die Vorzugsstimmen angesehen. Ungeachtet, dass dann ein anderer Wahlkampf und ein anderes Wahlverhalten stattfinden würden: Hätten die Vorzugsstimmen gestern über die Mandate entschieden, würde der Grüne Klub im Wiener Gemeinderat sich folgendermaßen zusammensetzen: (more…)




