Beiträge zu "Wirtschaft"
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Die Lebensmittel-Mehrwertsteuer kann weg
7 K., Tom Schaffer, 12. September 2008

Es ist schon arg. Die SPÖ schafft es mittlerweile, dass ich intuitiv gegen meine eigenen Ideen bin. Als ich einst anregte über die Lebensmittel-Mehrwertsteuer zu diskutieren war in der Politik noch keine Spur davon zu sehen. Später haben die Roten die Idee zwar wahrscheinlich selbst entwickelt, aber ich sage trotzdem, sie haben sie mir geklaut. Plötzlich fand ich die Idee doof. Warum, das ist etwas schwierig zu erklären. (more…)
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Die Lebensmittelkrise: Perversion der Verteilung
2 K., Tom Schaffer, 10. May 2008

Dieses Bild zeigt in voller Größe 30.000 Bananen am Trafalgar Square in London. Und folgender Kommentar wurde bei Flickr dazu geschrieben.
Impressive collection of bananas. I wonder if they all get sold. (dpr @ flick)
Werden sie nicht, lieber dpr. (more…)
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Nahrungsmittel-Mehrwertsteuer bringt dem Staat nur Peanuts
16 K., Tom Schaffer, 24. April 2008

Georg hat nach dem Beginn unserer Diskussion über die Nahrungsmittel-Mehrwertsteuer bei der Statistik Austria nachgefragt, wie hoch die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer für den Staat sind. Die Antwort hat er mir heute weitergeleitet:
Im Jahr 2006 betrug nach vorläufigen Berechnungen die theoretische Mehrwertsteuer auf den gesamten privaten Konsum 14,96 Mrd. Euro. Davon machte der Anteil der Gruppe Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke 1,52 Mrd Euro aus.
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Weg mit der Mehrwertsteuer auf Nahrung
30 K., Tom Schaffer, 21. April 2008

Der Anlass ist klar. Im letzten Jahr betrug die Inflation auf Nahrungsmittel in Österreich über 8 Prozent. Die allgemeine Inflation (über 3 Prozent) wurde damit deutlich übertroffen. Während Luxusgüter günstiger werden, steigen die Preise auf Grundbedarfsgüter. Und das bleibt wohl auch noch einige Zeit so. Eine Maßnahme, die hier Österreich dagegen getroffen werden kann, erfordert Mut und ein gravierendes Umschichten: Das Streichen der 10% Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) auf Nahrung. (more…)
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Inspirierend
0 K., Tom Schaffer, 17. December 2007
Heute scheinen andere Leute Interessanteres zu sagen zu haben, als ich. Dem soll man sich nicht krampfhaft entgegenstellen.
Video-Empfehlung Nummer 2 des Tages: Ein inspirierendes Plädoyer für die Revolution des Hausverstands.
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=7Q25-S7jzgs[/youtube]
(Danke)
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Der scheiss Geiz stirbt
5 K., Tom Schaffer, 21. October 2007
Eine beispiellos erfolgreiche, subversive* Kampagne, die eine vorherrschende Strömung im deutschsprachigen Raum aufgriff und meiner Meinung nach fatalerweise auch verstärkte, nimmt endlich ein Ende. Geiz ist fortan nicht mehr geil, weil die Menschen wieder Geld ausgeben wollen, sagt Saturn. Geiz war nie geil, sagt der Tom, aber möge die aktuelle Prognose der Handelskette trotzdem eintreffen, dass die Menschen wieder etwas mehr Knete haben (mancher ist da ja skeptisch). Vielleicht wird mit dem angeblichen Rückgang der Discont-Hascherei auch das mit dem bewussten Einkaufen dann etwas beliebter (und dadurch in Folge einfacher).
*Stimmt das Wort für eine Kampagne die ein einzelnes Wort wie “Geiz” mit einem Unternehmen im allgemeinen Denken stark verbindet? Glaube ja, bin aber gerade nicht sicher.
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Bier in Gefahr
7 K., Tom Schaffer, 11. October 2007
Ottakringer beliefert künftig auch Hofer. Rewe (Billa, Merkur, Penny, Bipa) und Spar reagieren mit Drohungen, Produkte der Brauerei aus dem Sortiment zu nehmen. Wo ist die Debatte über die Marktkonzentration und Macht im österreichischen Handel? Wenn schon nicht der Verstand uns zum Handeln bewegt, unser Bier müsste es uns doch wenigstens wert sein…
Kleine Veranschaulichung: Meine Blitzrecherche ergab, dass Hofer (der immerhin drittgrößte Anbieter in Österreich, dreieinhalb mal so groß wie Adeg als Nummer 4, und seinerseits bestimmt kein Heiliger) in Wien 20 Läden besitzt. Weniger als Billa allein im 10. Bezirk. Spar führt insgesamt 141 und allein Billa 259 Filialen in Wien. Das teilweise Ausscheiden aus den Regalen bei Rewe und Spar würde Ottakringer also zum Beispiel im Heimatbundesland schwer treffen. Ein Schelm, wer da Erpressung wittert…
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An der Grenze des guten Geschmacks
8 K., Petra Köstinger, 31. July 2007
Tagtäglich wird man an den üblichen Knotenpunkten des gesellschaftlichen Daseins mit Werbeanzeigen diverser Sozialprojekte konfrontiert. Nun ja, es soll ja durchaus sinnvoll und legitim sein auf möglichst umfassende Weise auf solch ‚Gute-Zweck’-Unterfangen hinzuweisen. So weit so gut. Aktuell sucht die Coca Cola-Foundation nun die ‚innovativsten Ideen’ zur Armutsbekämpfung in Österreich (‚Ideen gegen Armut’). Die Kampagne selbst baue auf dem ‚von Optimismus geprägten Markenversprechen’ des Unternehmens auf (so Sandra Jakovcic, für die Gestaltung der Kampagne zuständig) und ist damit wohl wesentliches Element der aktuellen Marketing-Strategie des Weltkonzerns. (more…)
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Let’s talk about Vermögenssteuer – Bravo Gusi!
14 K., Tom Schaffer, 24. June 2007
Kürzlich hat die OECD einen Bericht veröffentlicht, laut dem die Lohnquote (=der Anteil der Löhne am BIP) in Österreich dramatisch sinkt. Ein Ergebnis der aufklaffenden Einkommensschere und die Bestätigung eines jahrzehntelangen Trends: Immer mehr Österreicher verdienen vergleichsweise immer weniger, während so gut wie niemand mehr verdient – nur ein paar Superreiche. Was wie eine schwere Besitzneids-Polemik klingt ist leider bittere Realität mit großen Auswirkungen. Nachdem hierzulande der Sozialstaat fast ausschließlich über die Löhne finanziert wird, führt der Rückgang der Lohnquote zu finanziellen Engpässen. (more…)
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Wiener Linien werben in FPÖ-Parteizeitung
6 K., Tom Schaffer, 24. June 2007
Kollege Georg hat mich gerade über ICQ kontaktiert: “Lad dir mal die NFZ [Anm.: Parteizeitung] von der FPÖ-Homepage runter“. Wenn Georg mir das rät, muss irgendwas im Argen liegen, also hab ich es getan. Auf der Titelseite wird einem schon schlecht: “HC Strache gegen Super-Moschee”. So wird der zweite österreichische Haider für seinen Auftritt bei der Pro-Köln-Bewegung (laut Verfassungsschutz-Bericht rechtsextrem (S. 79ff.)) in Deutschland bejubelt. Aber soweit ist das noch keine Neuigkeit. “Was ist damit?“, fragte ich Georg. Er riet mir, auf die letzte Seite zu sehen. Dort lachte mir eine ganzseitige Wiener Linien-Werbung entgegen. Jetzt verstand ich.
Das dahinterstehende Marketingprinzip erscheint mir logisch. Die Wiener Linien wollen eine Zielgruppe erreichen und ihr Image aufpolieren. Die Leute, die die NFZ freiwillig lesen, finden die Unterstützung sympathisch, die anderen werden wohl auch kaum etwas davon erfahren. Aber das Blog-Zeitalter ist angebrochen, und so funktioniert das nicht mehr. Dinge sprechen sich herum und wirken sich auch auf Leute abseits der Zielgruppe aus. Ich fühle mich als täglicher Kunde der Wiener Linien vor den Kopf gestoßen. Wenn das Unternehmen sein Image bei mir aufbessern will, wird es Einschaltungen in rechten Parteizeitungen unterlassen müssen.
PS: Georg hat schon eine Anfrage an die Marketingabteilung geschickt. Ich bin gespannt auf die Antwort.
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Es ist schon arg. Die SPÖ schafft es mittlerweile, dass ich intuitiv gegen meine eigenen Ideen bin. Als ich einst anregte über die Lebensmittel-Mehrwertsteuer zu diskutieren war in der Politik noch keine Spur davon zu sehen. Später haben die Roten die Idee zwar wahrscheinlich selbst entwickelt, aber ich sage trotzdem, sie haben sie mir geklaut. Plötzlich fand ich die Idee doof. Warum, das ist etwas schwierig zu erklären. (more…)

Dieses Bild zeigt in voller Größe 30.000 Bananen am Trafalgar Square in London. Und folgender Kommentar wurde bei Flickr dazu geschrieben.
Impressive collection of bananas. I wonder if they all get sold. (dpr @ flick)
Werden sie nicht, lieber dpr. (more…)

Georg hat nach dem Beginn unserer Diskussion über die Nahrungsmittel-Mehrwertsteuer bei der Statistik Austria nachgefragt, wie hoch die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer für den Staat sind. Die Antwort hat er mir heute weitergeleitet:
Im Jahr 2006 betrug nach vorläufigen Berechnungen die theoretische Mehrwertsteuer auf den gesamten privaten Konsum 14,96 Mrd. Euro. Davon machte der Anteil der Gruppe Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke 1,52 Mrd Euro aus.

Der Anlass ist klar. Im letzten Jahr betrug die Inflation auf Nahrungsmittel in Österreich über 8 Prozent. Die allgemeine Inflation (über 3 Prozent) wurde damit deutlich übertroffen. Während Luxusgüter günstiger werden, steigen die Preise auf Grundbedarfsgüter. Und das bleibt wohl auch noch einige Zeit so. Eine Maßnahme, die hier Österreich dagegen getroffen werden kann, erfordert Mut und ein gravierendes Umschichten: Das Streichen der 10% Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) auf Nahrung. (more…)
Heute scheinen andere Leute Interessanteres zu sagen zu haben, als ich. Dem soll man sich nicht krampfhaft entgegenstellen.
Video-Empfehlung Nummer 2 des Tages: Ein inspirierendes Plädoyer für die Revolution des Hausverstands.
[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=7Q25-S7jzgs[/youtube]
(Danke)
Eine beispiellos erfolgreiche, subversive* Kampagne, die eine vorherrschende Strömung im deutschsprachigen Raum aufgriff und meiner Meinung nach fatalerweise auch verstärkte, nimmt endlich ein Ende. Geiz ist fortan nicht mehr geil, weil die Menschen wieder Geld ausgeben wollen, sagt Saturn. Geiz war nie geil, sagt der Tom, aber möge die aktuelle Prognose der Handelskette trotzdem eintreffen, dass die Menschen wieder etwas mehr Knete haben (mancher ist da ja skeptisch). Vielleicht wird mit dem angeblichen Rückgang der Discont-Hascherei auch das mit dem bewussten Einkaufen dann etwas beliebter (und dadurch in Folge einfacher).
*Stimmt das Wort für eine Kampagne die ein einzelnes Wort wie “Geiz” mit einem Unternehmen im allgemeinen Denken stark verbindet? Glaube ja, bin aber gerade nicht sicher.
Ottakringer beliefert künftig auch Hofer. Rewe (Billa, Merkur, Penny, Bipa) und Spar reagieren mit Drohungen, Produkte der Brauerei aus dem Sortiment zu nehmen. Wo ist die Debatte über die Marktkonzentration und Macht im österreichischen Handel? Wenn schon nicht der Verstand uns zum Handeln bewegt, unser Bier müsste es uns doch wenigstens wert sein…
Kleine Veranschaulichung: Meine Blitzrecherche ergab, dass Hofer (der immerhin drittgrößte Anbieter in Österreich, dreieinhalb mal so groß wie Adeg als Nummer 4, und seinerseits bestimmt kein Heiliger) in Wien 20 Läden besitzt. Weniger als Billa allein im 10. Bezirk. Spar führt insgesamt 141 und allein Billa 259 Filialen in Wien. Das teilweise Ausscheiden aus den Regalen bei Rewe und Spar würde Ottakringer also zum Beispiel im Heimatbundesland schwer treffen. Ein Schelm, wer da Erpressung wittert…
Tagtäglich wird man an den üblichen Knotenpunkten des gesellschaftlichen Daseins mit Werbeanzeigen diverser Sozialprojekte konfrontiert. Nun ja, es soll ja durchaus sinnvoll und legitim sein auf möglichst umfassende Weise auf solch ‚Gute-Zweck’-Unterfangen hinzuweisen. So weit so gut. Aktuell sucht die Coca Cola-Foundation nun die ‚innovativsten Ideen’ zur Armutsbekämpfung in Österreich (‚Ideen gegen Armut’). Die Kampagne selbst baue auf dem ‚von Optimismus geprägten Markenversprechen’ des Unternehmens auf (so Sandra Jakovcic, für die Gestaltung der Kampagne zuständig) und ist damit wohl wesentliches Element der aktuellen Marketing-Strategie des Weltkonzerns. (more…)
Kürzlich hat die OECD einen Bericht veröffentlicht, laut dem die Lohnquote (=der Anteil der Löhne am BIP) in Österreich dramatisch sinkt. Ein Ergebnis der aufklaffenden Einkommensschere und die Bestätigung eines jahrzehntelangen Trends: Immer mehr Österreicher verdienen vergleichsweise immer weniger, während so gut wie niemand mehr verdient – nur ein paar Superreiche. Was wie eine schwere Besitzneids-Polemik klingt ist leider bittere Realität mit großen Auswirkungen. Nachdem hierzulande der Sozialstaat fast ausschließlich über die Löhne finanziert wird, führt der Rückgang der Lohnquote zu finanziellen Engpässen. (more…)
Kollege Georg hat mich gerade über ICQ kontaktiert: “Lad dir mal die NFZ [Anm.: Parteizeitung] von der FPÖ-Homepage runter“. Wenn Georg mir das rät, muss irgendwas im Argen liegen, also hab ich es getan. Auf der Titelseite wird einem schon schlecht: “HC Strache gegen Super-Moschee”. So wird der zweite österreichische Haider für seinen Auftritt bei der Pro-Köln-Bewegung (laut Verfassungsschutz-Bericht rechtsextrem (S. 79ff.)) in Deutschland bejubelt. Aber soweit ist das noch keine Neuigkeit. “Was ist damit?“, fragte ich Georg. Er riet mir, auf die letzte Seite zu sehen. Dort lachte mir eine ganzseitige Wiener Linien-Werbung entgegen. Jetzt verstand ich.
Das dahinterstehende Marketingprinzip erscheint mir logisch. Die Wiener Linien wollen eine Zielgruppe erreichen und ihr Image aufpolieren. Die Leute, die die NFZ freiwillig lesen, finden die Unterstützung sympathisch, die anderen werden wohl auch kaum etwas davon erfahren. Aber das Blog-Zeitalter ist angebrochen, und so funktioniert das nicht mehr. Dinge sprechen sich herum und wirken sich auch auf Leute abseits der Zielgruppe aus. Ich fühle mich als täglicher Kunde der Wiener Linien vor den Kopf gestoßen. Wenn das Unternehmen sein Image bei mir aufbessern will, wird es Einschaltungen in rechten Parteizeitungen unterlassen müssen.
PS: Georg hat schon eine Anfrage an die Marketingabteilung geschickt. Ich bin gespannt auf die Antwort.




