So richtig erwärmen konnte ich mich bislang für keine bei der diesjährigen ÖH-Wahl kandidierenden Fraktionen. Es fällt mir aber immer leicht zu wissen, was ich partout nicht wählen will. Darunter fällt auch die ÖVP-nahe AktionsGemeinschaft (AG), die mir auch abseits von jeglicher Ideologie mit einem Wahlwerbe-Video einmal mehr bewies, dass sie ungefähr so spritzig wie ein Heintje-Film aus dem letzten Jahrtausend ist.
Neben politischen Aussagen wie „Wir machen die geilsten Partys“ (integriert?) und der Forderung der Möglichkeit eines fünften Prüfungsantritts – damit auch die Kinder der Leistungsträger ein Titelchen ergattern können, wenn sie ein paar mal gepatzt haben – zeigt´s die Salzburger AktionsGemeinschaft im Video der Datenkrake Google. Die AG, wild wie Heintje und in ihrer Videokunst den Tiroler ÖVP-Frauen dicht auf den Fersen.
Solche Werbung (???) verbreitet man doch gerne. Viel Spaß an jene, die es nicht ohnehin bereits gesehen haben.
7 Antworten auf „AG und die Heintje-Filme“
Was hat der arme Klaus Badelt eigentlich der Welt getan, dass sein episches „He’s A Pirate“ mittlerweile zur Untermalung verschiedenster Video-Untaten herangezogen wird? Und ich dachte mit dem Background-Auftritt in taff-esquen Societyformaten wäre der Tiefpunkt erreicht gewesen…
Leichter LERNERN mit Prüfungsfragen!
Tjo, wenn die tollern „Lernern“-Unterlagern zur Verfügung stehern,
wozu braucht man dann diese blödern altern Schmöker überhaupt noch?
Naja, ehemalige Prüfungsfragen zu kennen erleichtert es schon, sich auszumalen was einem bei einer Prüfung erwartet. Ich weiß nur nicht, wozu man da die AG brauchen könnte – auf der Politikwissenschaft gibts seit bevor ich studiere ein offenes Online-Forum, wo die gepostet werden. Sofern eine Studienrichtung nicht nur aus asozialen Ellbogengesellschaftern besteht, sollte das für die Studierenden kein echtes Problem sein …
der beginn wirkt wie die beweisführung, dass weiße tatsächlich nicht tanzen können.
und prinzipiell: an irgendeinem tag in der vergangenheit, so scheint’s, hat die konservative politische jugend in österreich entschieden, ihre politik über die party-nachtclub schiene zu verkaufen und ihre politischen antworten zu präsentieren als wären sie ein energy-wodka-drink.
schade. irgendwann brachte diese partei noch intellektuelle wie busek hervor. in auseinandersetzung mit denen konnte man unterschiedlicher meinung sein. aber da war noch eine meinung vorhanden. seither wird dort – wie auch bei der spö – intellektuell ausgedünnt. die message ist eher: das leben ist geil. wir auch. party. eh.
@Dyrnberg: D´accordo!
Das ist wirklich ein schrecklich peinliches Video.
Aber ob der Autor des Blogeintrags auch die GRAS oder den VSStÖ kritisiert hätte, wenn diese die Möglichkeit eines fünften Prüfungsantrittes – wegen der armen Studenten, die nebenbei arbeiten müssen etwa – fordern würden? Bei denen hat man ja erst recht den Eindruck, dass deren Credo „gratis studieren, für alle und für immer!“ lautet.
@Mathias: er hätte und täte und ist nebenbei einer dieser armen studenten, die arbeiten müssen um nebenbei studieren zu können.