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Die konservative Homo-Paranoia

Die Debatte um die Gleichberechtigung von Homosexuellen ist aus den Medien verschwunden. Aktuell wie eh und je ist sie trotzdem. – Eine Bestandsaufnahme von Andreas Sator

Um die Rechte von Homosexuellen steht es rund um den Globus sehr unterschiedlich. Einerseits existieren noch Länder, in denen Homosexualität verboten und mit Freiheits- bis hin zur Todesstrafe geahndet wird. Auf der anderen Seiten gibt es vorbildlich tolerante Staaten wie Norwegen oder Schweden, in denen die Geschlechtszusammensetzung in Beziehungen keine Rolle mehr spielt.

Die ÖsterreicherInnen zeigen sich im EU-Schnitt hinsichtlich Toleranz ganz passabel. „Die rechtliche Situation sieht allerdings anders aus. Hier liegt Österreich in Sachen Gleichstellung homosexueller PartnerInnenschaften, gemeinsam mit mehreren osteuropäischen Staaten, in denen Homophobie und Diskriminierung noch weit verbreitet sind, im Schlussfeld“, wie Werner T. Bauer in der Studie „Die Rechte Homosexueller im europäischen Vergleich“ aber feststellen muss.

Eingetragene Partnerschaft

Mit 1. Jänner 2010 trat in Österreich das Gesetz der „Eingetragenen Partnerschaft“ für Schwule und Lesben in Kraft. Ein Schritt Richtung Gleichstellung, wenn auch nur ein kleiner. Noch immer können gleichgeschlechtliche Ehen nicht am Standesamt zelebriert werden. Sie müssen auf der Bezirkshauptmannschaft bzw. am Magistrat geschlossen werden. Romantisch.

Die Frage der Eheschließung ist meines Erachtens eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Die ÖVP hat hier aber ihre Zustimmung verwehrt. Die großteils konservative Klientel wird’s danken.

Ein Vergleich in Europa

In Europa sind gleichgeschlechtliche Partnerschaften in den Niederlanden, in Belgien, Spanien, Norwegen und Schweden mit verschiedengeschlechtlichen vollkommen gleichgestellt. Das bezieht auch die Eheschließung mit ein. Außerdem dürfen in diesen Ländern in gleichgeschlechtlichen Ehen Lebende auch Kinder adoptieren. Das ist zusätzlich in Großbritannien und Dänemark der Fall.

In Schweden war das Gesetz, welches Männern und Frauen, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben, die Adoption von Kindern erlaubt,Ergebnis einer groß angelegten Studie, die belegte, dass homosexuelle Paare ebenso wie Heterosexuelle fähig sind, Kinder zu erziehen und für sie zu sorgen.“ (Zitat aus oben genannter Studie von Werner T. Bauer)

Stiefkind-Adoption

Länder, die es noch nicht wagen, das heiße Eisen der Adoption von Kindern anzufassen, haben zumindest die Stiefkind-Adoption ermöglicht (ein leiblicher Elternteil). Diese findet sich in Deutschland, Island, Frankreich und Finnland wieder.

In acht europäischen Ländern ist außerdem die künstliche Befruchtung erlaubt (SWE, SPA, NOR, GRB, ICE, DEN, NED, FIN).

Was den Staat nichts angeht

Ein Staat hat die Aufgabe, die Rahmenbedingungen für ein friedliches Miteinander seiner Bürger zu schaffen. Solche, in denen ein möglichst gutes Leben für möglichst viele Menschen realisierbar ist. Dazu gehört die Freiheit, die Religion, die politische Einstellung oder auch die Sexualität zu wählen, die einem am besten entspricht.

All das fällt in den Bereich der Privatsphäre und damit aus der Verantwortung des Staates. Und aufgrund dieser Tatsache liegt es im Aufgabenbereich von Regierungen, die gleiche gesetzliche Grundlage für alle Menschen zu schaffen und aufrecht zu erhalten.

Was den Staat schon was angeht

Der Staat muss aber trotzdem darauf Acht geben, dass Kinder eine bestmögliche Erziehung erhalten. Hier darf er sich sehr wohl einmischen, was bei der Eheschließung eigentlich illegitim scheint. Ob eine bestmögliche Erziehung bei homosexuellen Eltern nach Adoption oder künstlicher Befruchtung nicht der Fall wäre, obliegt der Wissenschaft und nicht meiner subjektiven Wahrnehmung.

In Deutschland berief sich im Jahr 2009 die frühere Justizministerin Brigitte Zypries auf eine Studie, die besagt, dass Kinder aus Regenbogenfamilien (d.h. 2 Papas oder Mamas) keine Nachteile im Vergleich zu klassischen Familien haben.

Scheindebatten

Es wurden bisher drei verschiedene Materien erwähnt. Da ist einmal die Ehe von Gleichgeschlechtlichen. Meiner Meinung nach steht dem absolut nichts im Wege. Als einziges Argument kommt hier meist, „das sei ja dann nur der Anfang“. Konservative Parteien propagieren, dass man die klassische Ehe wahren müsse, weil ja nur Mann und Frau Kinder bekommen können. Und wo würde das denn dann mal hinführen..

An der Feststellung gibt es nichts zu rütteln. Aber diese Tatsache spielt eigentlich keine Rolle. Wer den Erhalt des Volkes fürchtet, dem sei gesagt, dass weder ein Heterosexueller homosexuell wird, weil er dann die Möglichkeit hat, eine ordentliche Ehe zu schließen, noch ein Homosexueller seine sexuellen Neigungen ändern kann, um am Standesamt oder vielleicht sogar kirchlich zu heiraten.

Das Wesen von Mann und Frau

Thema Nummer zwei und drei waren künstliche Befruchtung von lesbischen Frauen und die Adoption von Kindern. Es mag zwar der Fall sein, dass Mann und Frau von Grund auf unterschiedliche Wesen sind, auch wenn ich mir geschlechtsbezogenen Eigenschaften immer ein bisschen schwer tue.

Aber wenn man einem homosexuellen Paar, das in einer eingetragenen Partnerschaft lebt (mehr ist in Österreich derzeit nicht möglich), mit der Begründung, ein Kind brauche Vater und Mutter, die Adoption dessen verweigert, dann müsste man auch allen Alleinerziehern sofort die Kinder wegnehmen.

Die armen Kinder

Natürlich blanker Blödsinn. Es gibt auch sonst nicht nur ideale Eltern. Probleme würde es aber sicher auch bei homosexuellen Eltern geben. Die gibt es aber immer. Und nicht wegen der Sexualität der Eltern. Ein weit verbreitetes Argument, die armen Kinder würden dann wegen ihrer Eltern gehänselt werden, ist zwar vermutlich nicht ganz falsch. Kleine Kinder können richtig grausam sein.

Aber aufgrund dessen zwei Menschen einen Lebenstraum zu verweigern, halte ich schlicht und einfach für unzureichend. Außerdem kann man im 21. Jhdt. erwarten, dass die Menschen ihr Urteil über andere nicht aufgrund der Sexualität der Betroffenen treffen. Und gehänselt werden Kinder auch wegen ganz anderer Sachen.

Die „Das-gehört-sich-nicht-Kultur“

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die meisten Argumente Konservativer, die die Rechte Homosexueller zu beschneiden versuchen oder ihnen solche vorenthalten, auf dem alten Denkmuster der Das-gehört-sich-nicht-Kultur basieren. „Was würden denn die Nachbarn sagen..“

Viele Länder haben sich bereits von diesem mittelalterlich wirkenden Wahn entfernt. Ich hoffe, Österreich schließt sich diesem Weg an. Und dann wird kein Zeitalter der Dekadenz ausbrechen. Viel mehr eine Zeit, in der Menschen unabhängig ihrer Religion, ihrer Sexualität und politischen Einstellung vom Staat gleichbehandelt werden.

Und über die Religion müsste man dann gleich auch noch mal sprechen.

Als Grundlage dieses Artikels diente die Studie „Die Rechte Homosexueller im europäischen Vergleich“ von Werner T. Bauer.

Bild “Rainbow-Flag”: © manwalk/ PIXELIO
Bild “Regenbogen”: © Hartmut910/ PIXELIO

PS:

Dazu passend, ein großartiger Song von Hella von Sinnen und Rosenstolz, „Ja, ich will“.

Von Andreas Sator

studiert Volkswirtschaft, mag Gerechtigkeit und fühlt sich politisch irgendwie nirgends wirklich zu Hause. Sein größtes Anliegen ist ihm eine Gesellschaft mit globalerem Bewusstsein.

17 Antworten auf „Die konservative Homo-Paranoia“

Toller Artikel!
Ich hoffe sehr, dass wir auch in Deutschland bald soweit sind, dass Geschlecht bei der Eheschließung oder der Adoption keine Rolle memr spielt. Leider unter der jetzigen Regierung noch ein weiter Weg.
Aber was wären wir ohne die Hoffnung.

„I know that we cannot live on hope alone, but without it, life is not worth living. And you, and you, and you, gotta give ‚em hope.“ ~ Harvey Milk

Liebe Grüße,

die Liebste 🙂

Grundsätzlich denke ich, dass das alles Bereiche sind, wo sich der Staat viel zu viel einmischt. Wenn man das alles durchdenkt, dann fragt man sich, warum es überhaupt eine staatliche Ehe gibt.

Ein Artikel in dem ich beim Überfliegen auf den Satz „Natürlich blanker Blödsinn.“ unmittelbar nach einer Überschrift stoße, lädt nicht sonderlich zum Lesen ein.

Bei allem respekt, dann solltest du ihn lesen statt ihn irgendwie zu überfliegen bevor du losmotschkerst. denn ich glaube nicht, dass die phrase an der stelle in andreas artikel inhaltlich irgendjemanden stören kann.

Zumal es auch legitim wäre dieses werturteil zu treffen, WENN es jemanden stören würde.

@Michael:
„§ 44 ABGB Begriff der Ehe

Die Familien-Verhältnisse werden durch den Ehevertrag gegründet. In dem Ehevertrage erklären zwey Personen verschiedenen Geschlechtes gesetzmäßig ihren Willen, in unzertrennlicher Gemeinschaft zu leben, Kinder zu zeugen, sie zu erziehen, und sich gegenseitig Beystand zu leisten.“

Der Staat mischt sich nicht ein. Die Paare wollen etwas vom Staat. Schließlich wird niemand zum Standesamt geschliffen.

@Tom
In einer Zeit des Informationsüberflusses ist der Leser zur Selektion gezwungen – ich kann und werde nicht jeden Artikel lesen, daher versuche ich mir ein Bild zu machen, ob ein Artikel es wert ist (und teile das im gegebenen Fall mit). Das ist einfach ein feedback, eine Kritik, nichts gegen das man sich verteidigen müsste…

feedback, das auf krasser oberflächlichkeit beruht, besitzt meiner ansicht nach nicht wirklich einen wert. wenn dich beim drüberscannen im 17.(!) Absatz drei wörter stören und du deshalb den rest nicht lesen willst, dann kann kein autor der welt was für dich tun. 😉

@Michael:
Wenn es um staatliche Einmischungen geht, rennst du bei mir offene Türen ein.

Nur gibt es zuweilen eine total groteske Wahrnehmung darüber, was staatliche Einmischung ist und was nicht.

Marco Schreuder beklagte sich beispielsweise, dass die Homo-Partnerschaft auf staatlichen Dokumenten aufscheint. D’oh!

Wenn Privatleute miteinander rauchen wollen, dann wird das als Freiheitsberaubung stilisiert.

Ich verstehe aber nicht, warum du Adoptionen in die Liste aufgenommen hast. Wenn ein Kind keine Erziehungsberechtigten hat, dann muss der Staat einspringen und kann daher auch die Adoptionskriterien bestimmen. Ich bin ja immer für nichtstaatliche Lösungen offen, aber da muss man schon aufpassen, dass kein Menschenhandel entsteht.

Was die Homo-Ehe angeht, ist es wohl eine Ironie der Geschichte, dass dieses Reizthema gerade in den USA im Sande zu verlaufen scheint. Auch in New York sind diese Vorhaben gescheitert. Das window of opportunity für dieses Randthema dürfte schon vorüber sein.

@Tom

Es ist nun einmal so, dass man sich oft schnell für oder gegen das Lesen eines Artikels entscheidet – das heißt nicht, dass dieses Urteil dann zutreffend ist.

Jedenfalls: Ich mag keine Artikel lesen die eine Teilaspekt einer Problematik („Die armen Kinder“) sofort mit „Natürlich blanker Blödsinn“ antworten, ich fühle mich da als Leser nicht ernst genommen (das kann aber jeder halten wie er will).

Andreas sagt „blanker Blödsinn“ zu „dann müsste man auch Alleinerziehenden die Kinder wegnehmen“.

Angesichts des mangelnden Textverständnisses nehme ich an, du hast das nach wie vor nicht gelesen, darum erübrigt sich die Diskussion.

Noch einmal: Ich sage nicht, dass der Text schlecht ist, ich sage nur warum ich ihn nicht lesen mag – es völlig widersinnig mir mangelndes Textverständnis vorzuwerfen.

Das Einzige was völlig widersinnig ist, ist etwas zu kommentieren mit dem man sich nicht beschäftigen mag, und dabei auch noch (logischerweise falsch) den Inhalt davon zu interpretieren.

Du scannst einen Text, findest dabei im 17.(!!) Absatz drei Worte, deren Bedeutung sich dir offensichtlich nicht kontextgerecht erschließt und die dir nicht gefallen. Dann behauptest du einen faktisch falschen Zusammenhang, fühlst dich „nicht ernst genommen“, willst den Rest beharrlich nicht lesen und glaubst dann hier auch nur irgendwas dazu sagen zu müssen.

So ein Lese- und Kommentarverhalten kann ich dann tatächlich nicht ernst nehmen.

Ich verstehe Dein Problem nicht. Ich habe lediglich erklärt warum ich den Text nicht lesen möchte, und ich wiederhole gerne noch einmal, dass das nicht heißt, dass der Text schlecht ist (aber er weckt mein Interesse nicht).

Wie jeder andere selektiere ich nach persönlichen Kriterien aus einer großen Masse an Artikeln – das bleibt notwendig ein Vorurteil. Und dass ich das dann und wann mitteile, passiert eben…

[Letzter Kommentar von mir zum Thema.]

Ich schalte mich da auch kurz mal ein.

Also wie Tom es schon geschildert hat, der „blanke Blödsinn“ bezieht sich nicht auf die „armen Kinder“, sondern auf die Provokation im Satz zuvor (Alleinerziehern die Kinder wegnehmen).

Wie du deine Selektion betreibst, bleibt dir überlassen. Ob es sinnvoll ist, einzelne Sätze rauszupicken und anhand derer zu entscheiden, wage ich zu bezweifeln. Aber wie gesagt, dir bleibt frei das zu tun, was du willst.

Ob du das dann als Kommentar schreiben musst, darf man auch hinterfragen. Dir bleibt zwar frei, zu schreiben was du möchtest. Aber sich auf etwas falsch Interpretiertes zu berufen und dann weiter auf dem Standpunkt zu beharren, obwohl man bereits über die Missinterpretation aufgeklärt wurde, ist nun ja, irgendwie komisch.

Aber auch das kannst du machen wie du möchtest. Viva la libertad!

Also gut, dann doch noch einmal.

Ich picke mir nicht bewusst irgendwelche Sätze heraus (sie bleiben hängen), aber wenn ich nach „Homoparanoia“ noch „Blödsinn“ lese, dann freut mich das weiterlesen eben nicht (das hat nicht nur etwas mit dem Zusammenhang zu tun, ich meide solche Worte, weil sie keinen inhaltlichen Gewinn darstellen).

Dass das den Autor nicht interessiert nehme ich zur Kenntnis, verstehen tue ich es allerdings nicht.

Es ist ganz einfach. Er hat die Worte auf legitime Weise verwendet – den Titel etwas provozierend, den „blanken Blödsinn“ einfahc nur korrekt. Dass du einen Text völlig willkürlich und nicht sinnerfassend liest kann man als Autor nicht vorhersehen und einberechnen.

Das ist dein Fehler. Wie soll man sich danach richten? Welche Worte dürfen wir denn zukünftig nicht mehr verwenden, damit du Texte wieder liest und nicht nur ihre Bedeutung zu erraten versuchst?

Die Kommentare sind geschlossen.

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