Wieder ein nettes kleines Infovideo. Diesmal aus der Kooperation einesr liberalen britischen Thinktanks mit einem Designstudio. Es illustriert einige Formen von Macht in unserer Gesellschaft. (via)
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Wieder ein nettes kleines Infovideo. Diesmal aus der Kooperation einesr liberalen britischen Thinktanks mit einem Designstudio. Es illustriert einige Formen von Macht in unserer Gesellschaft. (via)
3 Antworten auf „Eine kleine Geschichte der modernen Macht“
My god how naive. If „power belongs to the people“, then why delegate it at all. The great achievement of the state, is that just like other religions before it, it has convinced that they need a ruling elite at all.
People don’t need to rule each other, we don’t need a political class. Before we can act on an entirely voluntary basis, we cannot call ourselves a civilization. Power by its very nature goes against voluntarism and thus is also antithetical to civilization.
There will never be a human society where power doesn’t play a crucial role.
Naja, die „Geschichte der Macht“ am Anfang ist zwar eine gute Erzählung, aber anthropologisch und ökonomisch (Mancur Olson, Richard Posner, PC-Schule, Talcott Parsons, Claude Lévi-Strauss, …) schlichtweg falsch.
Ein Beispiel: Kleine, überschaubare Gesellschaften sind in allen Jahrhunderten eher gemeinschaftlich organisiert, mit Versammlungen usw., und die „Machtpositionen“ haben meistens nicht sehr viel Macht. Beispiele wie griechische Poleis, das mittelalterliche Friesland und die skandinavische Tradition gibt es genug; wenn man ein bisserl in der Heimatgeschichte stöbert, auch in Österreich. Eine Konstruktion eines vermeintlichen historischen Bogens ist irreführend.
Ideen und Ideale bloß als cleveren Machttrick darzustellen, weil man zum Zuhauen nicht stark genug ist, ist zynisch und unsinnig. Es widerspricht außerdem dem letzten Teil des Videos, der eindeutig Ideale wie die allgemeine Teilhabe an der Macht vertritt – oder lässt tief blicken.
Auch sonst sind einige Fehler drin. Die Magna Charta wurde von den Adeligen erzwungen, um ihre Rechte zu erweitern – nicht für die Masse der Bevölkerung, wie das Video suggeriert.
Und der Gegensatz „Rich Elite“ und „Working People“ – das ist unterste demagogische Schublade, ganz dem alten Schwarz-Weiß-Denken verpflichtet.
Das Designstudio hat aber mE gute Arbeit gemacht.