Der ORF zerstört gute Traditionen, propagiert schwules Tanzen (was seine Kinder nicht im TV sehen sollen), verbreitet falsche Rollenbilder und irgendwann wird man sich als Heterosexueller für seine sexuelle Orientierung öffentlich entschuldigen müssen. Und überhaupt ist Alfons Haider mit seiner ‚Schwulen-Nummer‘ einfach nur quotengeil. Die Quintessenz von Niki Laudas jüngstem Interview.
Dieses führte der Ex-Rennfahrer und Seitenblicke-Dauergast übrigens mit „Österreich“/oe24.at und dem Chef, Wolfgang Fellner, persönlich. Die Zeitung hatte laut ÖAK im Jahr 2008 eine Wochentagsauflage von 320.000 Stück exkl. Gratisexemplare und oe24.at rühmt sich mit einer Besucherstatistik (PDF) von 2,5 Millionen Unique Clients im Monat. Lauda heiratete vor wenigen Jahren eine Frau, die etwa halb so alt ist wie er und wurde als 60jähriger Vater zweier weiterer Kinder. Neben Haider und seinem Partner werden auch elf heterosexuelle Paare übers „Dancing Stars“-Parkett wirbeln.
Ich lasse das einfach mal so stehen.
5 Antworten auf „Niki Lauda und die „Schwulen-Nummer““
Fragt sich, wie man die Quoten der Sendung interpretieren soll. Ich habe das Gefühl, dass die meisten, die sich über Lauda aufregen, sowieso nicht Dancing Stars schauen.
Die Zuseher wollen vermutlich attraktive Promis beim Tanzen zusehen, schauen, ob sich die Paare ineinander verlieben usw.
Heterosexuell, romantisch und klassische Rollenverteilung:
http://www.youtube.com/watch?v=a-L1cQKSm-I
bringt 343507 Hits bei youtube.
Wenn man nach gay ballroom dance und dergleichen sucht, findet man kaum was. Aber auf Youtube gibt es ja nichts, was es nicht gibt:
http://www.youtube.com/watch?v=oan1wZmnkQc
(166 Hits)
Gibt es bei Dancing Stars eine Publikumswertung (neudeutsch „voting“)? Das wird ja noch interessant. Wenn der Haider schlechte Bewertungen bekommt und die Leute abschalten, wenn er auftritt, dann wird der Haider und die Lauda-Kritiker, die die Sendung sowieso nicht schauen, wieder die gemeinen ÖstereicherInnen als rückständig verunglimpfen, weil sie Schwulen eben nicht beim Tanzen zusehen wollen.
Ich kann so Menschen wie den Lauda nur dazu beglückwünschen, dass sie offensichtlich sonst nix haben, worüber sie sich aufregen können.
Das ist sowas von lächerlich…wers nicht sehen will, solls halt nicht anschauen – Problem gelöst.
Und um mal Jon Lajoie zu zitieren: „Anyone that still has a problem with homosexuality is an ignorant dinosaur.“
Eigentlich müsste man Lauda dafür danken, dass diese Problematik in den Köpfen vieler Menschen ans Licht kam und einen Aufschrei erzeugte.
Jedenfalls erzeugt es Diskussion und Jahre später kann dies auch Einsicht in manchen Köpfen bewirken.
Die Diskussion war durch das „Novum“ in der Sendung ohnehin schon am Laufen, spätestens nach der 1. Folge wär da auch ohne Lauda was los gewesen.
Sehe keinen Grund, warum man sich bei jemandem für die öffentliche Verbreitung von homophobem Mist bedanken sollte, diesem „Auftrag“ gehen die Rechtsparteien in diesem Land, die kath. Kirche etc. schon zur Genüge nach.
Also so ein „Novum“ finde ich ist das nicht. Tanzende Männer kamen auch schon im ORF vor, nur halt nicht in Dancing Star. Und ich glaube, dass es zwar erregt hätte, aber sicherlich nicht so einen Aufschrei wie durch Lauda angeregt gegeben hätte. Deshalb finde ich, braucht es Leute (von beiden Seiten. hier: Lauda, da: schwule Community), die provokante Aussagen machen, damit es in den Medien durchwandert und abgearbeitet wird. Erst durch eine Schlagzeile wird bis in den letzten Winkel von Bulvardzeitung bis Qualitätsblatt das Thema durchleuchtet und damit in der Gesellschaft ein Prozess der Aufklärung startet, der immer wieder geführt werden muss, damit die Allgemeinsitution verbessert werden kann.