Der Präsident drängt mit einem weiteren Auftritt in St. Louis heute für den Abschluss der Gesundheitsdebatte, die ihm bereits “ein verlorenes Jahr”, so US-Medien, bescherte. Unterstützer wie Gegner der Reform demonstrieren dazu in Washington.
Inzwischen verpufft die Attacke des renitenten Demokraten-Abegordnete Eric Massa. Zuerst hatte der behauptet, er sei wegen seinem Widerstand gegen die Reform zum Rücktritt gedrängt worden – wodurch die Rechten sofort “Skandal” schrieen und Aufwind verspürten.
Doch: Jetzt berichtet die Washington Post, dass er mehrere Mitarbeiter sexuell angefasst haben soll. Massa, längst als “Psychopath” beschrieben, setzte zur Kehrtwende an: Seine Behauptungen seien falsch gewesen – seine vorschnellen, rechten Fans sind blamiert.
Eine Antwort auf „Obama drängt in Finale Furioso auf Health Care-Reform“
Nun, die Massa-Affäre wird aber von den Republikanern durchaus ausgeschlachtet — in den US-Medien kommen sie mir jedenfalls in dieser Sache nicht sehr blamiert vor. Eher die demokratische Führung, die im Repräsentantenhaus jetzt mit der „Slaughter Rule“ die Gesundheitsreform durchbringen will, obwohl viele demokratische Abgeordnete abgesprungen sind.
Allgemein verstehe ich europäische Begeisterung für Obamas Gesundheitsreform nicht. Er hat eine Menge seiner Wahlversprechen zur Gesundheitsreform gebrochen, und, so wie es aussieht, werden die großen Gesundheitsversicherer die Hauptprofiteure der Reform sein, die nebenbei ein Riesenloch in die Staatsfinanzen reißen wird. Und Millionen werden nachher immer noch keine Versicherung haben. Bei aller Liebe: Leider kein Finale Furioso.