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Wie man Atomkraftgegner zu Tätern macht

Die Leichen, die vor Sendai treiben, werden zum Spielball der Neuen Politisch Korrekten. Sie sollen die Atomkraftgegner zum Schweigen bringen – Eine Widerrede von Tom Schaffer

Jüngst in einem Forum (jap, sowas gibt es noch): In einer Diskussion zur Katastrophe in Japan verlinkte jemand (der seit Jahren bekennender Atomkraftbefürworter und Konservativer ist) diesen Text von Jan Fleischhauer (Autor von „Unter Linken – Von einem der versehentlich konservativ wurde„). Der Beisatz im Forum: „… und Recht hat der Mann“. Da – also in diesem und zahlreichen ähnlichen Statements der letzten Tage und im Fleischhauer-Artikel – ist eine Moralkeule in der Tradition der Neuen Politisch Korrekten in Aktion zu beobachten.

Die Atomkraftgegner werden moralisch geprügelt und als schlechte, berechnende Menschen dargestellt, weil sie die Atomkraft in Europa auch dann noch abschaffen wollen, während Leichen „vor der Küste von Sendai treiben“. Fleischhauer geht sogar so weit, den Atomkraftgegnern zu unterstellen, sie würden eine Katastrophe wie die aktuelle herbeisehenen, weil sie dann in ihren Warnungen bestätigt würden.

Nun konnte mir noch niemand erklären, was es einem Japaner, dessen Leiche vor Sendai treibt, denn helfen könnte, wenn wir hier nicht über Atomkraft reden. Ob diese Diskussion stattfindet oder unterdrückt wird, hat keinen Einfluss auf die tausenden Opfer und Hilfsbemühungen in Japan. Die Atomkraft vor unserer Haustür ist das naheliegendste Thema, während wir alle verstört abwarten, wie sich einer der größten AKW-Zwischenfälle aller Zeiten weiterentwickelt. Der Vorfall ist Realität und nicht die Schuld der Atomkraftgegner.

Ein paar Mechanismen in dieser Situation muss man anerkennen. Dass Atomkraftgegner sich bestätigt fühlen und ihr schon immer formuliertes Ziel weiter verfolgen, ist logisch. Sie wollen verhindern, dass derartiges (schon wieder) nocheinmal passieren kann.

Dass viele, langjährige Atomkraftbefürworter beschwichtigen wollen, ist auch logisch. Sonst stünden sie ganz schön blöd da für ihre vergangenen Aussagen, nach denen Atomkraft ja mittlerweile die sicherste, umweltfreundlichste und intelligenteste Energietechnologie überhaupt sein müsste. Da heißt es den Ball flach halten und Stellung zu halten, während gerade eine Kernschmelze nach der anderen stattfindet und die Live-Bilder von 80.000 Menschen die aus einem 20 Kilometer-Radius evakuiert werden es erschweren, ein großer Fan der Atomkraft zu sein. Dann in ein paar Monaten, dann kann man wieder laut über die Unverzichtbarkeit der Kernenergie schwadronieren, und wie sicher und sauber und billig sie doch sei. Lasst nur erstmal die Bilder von diesem brennenden Reaktor vergessen.

Basher, Basher, Phrasendrescher!

Das ist also verständlich. Aber diese politisch-korrekte Masche von Fleischhauer und einigen Atomkraftbefürwortern ist ein mieses, leicht durchschaubares Gebashe. Hier geht es nicht um Pietät, sondern da werden ungeschönt die Toten zur politischen Munition. „Wie könnt ihr angesichts der Toten über Politik reden?“, lautet die alles andere als unpolitische Frage. Man will man den Atomkraftgegnern (und im Subtext eh pauschal den Linken allgemein) damit eine Moralkeule drüberziehen, sie irgendeiner schlechten Tat schuldig machen, um sie in der Disussion über AKWs in die Defensive zu drängen. Solange man sich nämlich für eine Diskussion rechtfertigen muss, kommt man in ihr selbst nicht voran.

Die Vorgehensweise ist vor allem deshalb fast schon amüsant, weil diese nach links tendierenden Gruppen normalerweise von derselben Seite damit gedroschen werden, dass sie „naive Gutmenschen“ seien und sich in Betroffenheit suhlen ohne die Welt besser zu machen. Wenn diese Gruppen dann mal die naheliegendsten Probleme ansprechen, die hinter einem Ereignis stecken, dann gagserlt sich der geneigte Schlechtmensch auch wieder in die Hose. Weil geredet wird immer nur darüber, wo er sich im Vorteil sieht. Bei komplexen Zuwanderungsthemen zum Beispiel. Alles andere macht er zum Tabu, der Neue Politisch Korrekte Schlechtmensch

Fotocredit: Last Hero, CC2.0-BY-SA

Von Tom Schaffer

ist Journalist, studiert Politikwissenschaft in Wien und ist der Gründer von zurPolitik.com, ballverliebt.eu und rebell.at.

18 Antworten auf „Wie man Atomkraftgegner zu Tätern macht“

Harte Worte, und die Verärgerung ist verständlich. Man sollte sich trotzdem vor Augen halten, dass die moralische Keule je nach Sachlage von jeder Seite mit Gusto geschwungen wird. Was dem einen die Toten im Meer, sind dem anderen die Kreuzzüge und Hexenverbrennungen und dem nächsten die Ereignisse von 1934. Das jeweils entscheidende Thema wird in jedem Fall ins Hintertreffen geraten.

Die Keulen sind in die andere Richtung nicht besser, werden da aber auch mit flotter Regelmäßigkeit auch lautstark beklagt. Allein wie selbstverständlich alltäglich der negative Begriff „Gutmensch“ heute ist, gibt Zeugnis darüber …

Das angesprochene wird hier schön zerlegt:

„Zwei untaugliche Argumente zur Fukushima-Debatte:“
1) „Angesichts der Tatsache, dass im Japan noch immer Menschen in Gefahr schweben und Angehörige unter Schock stehen, ist es geschmack- und schamlos, jetzt über die Sicherheit deutscher Atomkraftwerke diskutieren zu wollen.“
2) „Es ist völlig verfehlt, aus dem Störfall in Fukushima Schlussfolgerungen über die Sicherheit deutscher Atomanlagen ziehen zu wollen, da weder ein Erdbeben von so extremer Stärke noch ein Tsunami hierzulande jemals eintreten könnten.“

http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2011/03/zwei-untaugliche-argumente-zur-fukushimadebatte.php

So ganz kann ich jetzt aber das Gejammere nicht glauben. In welchem Land der Welt gibt es soviele AKW Gegner wie in Österreich und trotzdem jammerst Du wieviel arm doch die AKW Gegner sind? Spielst Du nicht gerade das Opfer?
Dass es Idioten auf beiden Seiten gibt brauchen wir nicht diskutieren, aber die uninformierten Basher sind dann doch wohl eher auf der Gegner Seite zu suchen.

http://derstandard.at/1297820383800/STANDARD-Interview-Ein-Teil-der-Medien-instrumentalisiert-Kernkraft-um-Politik-zu-machen

wie schrieb doch @manuspielt so treffend:

Den Grünen vorzuwerfen, sie würden nun Atom-Wahlkampf machen, ist, wie Alice Schwarzer vorzuwerfen, auf die Feminismus-Welle aufzuspringen.

Finde das ganze auch ziemlich billig, der zeitliche Verlauf von Ursache-Wirkung wird bei dieser Argumentation ja komplett ignoriert. Habe vor kurzem in einen Science-Blog gelesen und dort wurde zu 90% auf Greenpeace gebasht, da sie ach so gemein, diesen Vorfall für sich instrumentalisieren.

Über das Problem und die korrekten Vorfälle wurde kaum gesprochen, verstehen wahrscheinlich eh nur die Wenigsten. Und da ist es doch um so leichter, die aufgestautet Emotion gegen die eh immer so ungeliebten Ökos abzulassen.

Mein Kommentar zu dem Thema war dann wie folgt:

Mir scheint als ob auf Jene, die helfen wollten, nicht gehört wurde und sich die Tauben jetzt in selbstgerechter Mitleids-Tour vereinen!

Mich stört schon ein bisschen, dass es sich bei der „Diskussion“ ja nicht darum geht, dass eine Gruppe gibt, die Atomkraftwerke bevorzugt und eine Andere, die Kraftwerktyp X bevorzugt.

Es geht um eine Gruppe, die einen Energiemix will, zu dem auch Atomkraft gehört. Und die andere Gruppe will keine Atomkraftwerke, weil sie zu unsicher sind, keine Kohlekraftwerke, wegen dem Klimawandel und keine Wasserkraftwerke, weil die die Ökosysteme zerstören.

Deswegen finde ich dieses „wir habens ja gesagt“ usw. zwar nachvollziehbar aber auch etwas billig.

Ich verfolgte schon einige „Diskussionsrunden“ im Internet über die Thematik Atomenergie. Leider wird immer zu oft darüber gesprochen, was die linken „Ökis“ meinen und die anderen die glauben auf Wirtschaftlichkeit auszusein. Im Prinzip geht es um das Risiko was hinter der Atomergie steht und wie verheerend Unfälle für Menschen, Tiere und der ganzen Umwelt sein können und nicht auf welcher Seite man steht. Wir wissen was passiert wenn Organismen große Mengen an radioaktiven Teilchen aufnehmen und wir wissen, dass wir eine Kettenreaktion nicht mehr so schnell bis garnicht verhindern können. Deshalb sind es für mich logische Gründe auszusteigen. Man gibt ja auch nicht einem Kind ein Feuerzeug in die Hand, denn man weiß es KÖNNTE was schreckliches passieren. Man müsste glauben, dass es erwachsene und „erfahrene“ Menschen besser wissen müssen.

Übrigens der Artikel oben find ich sehr abwechslungsreich und im charmanten Wienerisch geschrieben, was denk ich für die deutschen Nachbarn eher nach Jammern klingt, aber die Österreicher verstehens.

Man kann den deutschsprachigen Medien schon vorwerfen, übertrieben dramatisiert zu haben. Kaliumjodid-Tabletten wurden gehamstert und sogar eingenommen, was aberwitzig ist, da selbst ein japanisches Tschernobyl für uns keine Gefahr darstellt und die unnötige Einnahme dieser Tabletten der Gesundheit abträglich ist. Sollte Bohunice morgen in die Luft gehen, wird es schwierig werden, kurzfristig an Tabletten ran zu kommen.

Hier wurden viele Menschen verunsichert. Dazu gehören auch deutschsprachige Helfer-Teams, die wegen der Atompanik einfach kehrt machten, aus „Selbstschutz“.

*****

Dass der aktuelle Vorfall die Debatte über die Kernkraft neu entfacht, ist verständlich. Leider wird speziell in Deutschland wie üblich um die Beanspruchung der „Alternativlosigkeit“ gekämpft. Insofern können sich viele Kernkraftbefürworter, die genauso gerne mit der Alternativlosigkeits-Keule hantieren, kaum beklagen. Beim nächsten Unglück auf einer Ölplattform wird sich das Blatt wieder wenden.

Rückschau:
http://www.bz-berlin.de/aktuell/welt/oel-pest-gibt-atomkraft-auftrieb-article859845.html

„Man kann den deutschsprachigen Medien schon vorwerfen, übertrieben dramatisiert zu haben.“

Bei einem Stufe 6-AKW-Unfall der Tokyo bedroht is es recht schwierig übertrieben zu dramatisieren. Die „Wie sie sich vor der Gefahr schützen“-Schiene hätt ich außerhalb des eh immer und programmatisch grenzdebilen Boulevards nicht wahrgenommen

@Tom: Wenn man die Nachrichten auf ORF.at, CNN, Kyodo News und IAEA verfolgt, sieht man schon einen großen Unterschied zwischen dem was der ORF schreibt und dem, was die Anderen schreiben.

Der Aufmacher vom ORF ist jetzt z.B. „Löschversuch aus der Luft“. Dabei brennt überhaupt nichts. Der Artikel ist dann ein vollkommenes durcheinander, weil nicht zwischen Reaktor und Spent Fuel Pool unterschieden wird.

Vorgestern war der Titel bis in den Nachmittag hinein „Radioaktivität steigt rasant“, obwohl das eine längst nicht mehr akkurate Nachricht von 6 in der Früh war, und außerdem eventuell sogar ein Messfehler.

Nein sorry, das is der Stand der Dinge. Seit Dienstag-Mittag steigt die Strahlung merkbar an und häufen sich die Austrittswellen bzw. Explosionen – Seit gestern hat Tepco aufgehört Messdaten zur Verfügung zu stellen http://www.grs.de/informationen-zur-lage-den-japanischen-kernkraftwerken-fukushima-onagawa-und-tokai

Ist aber lustig, dass du ausgerechnet CNN heraushebst. Darüber hab ich in den letzten Tagen nämlich dermaßen viele Leute schimpfen hören…

Btw. Dass das jetzt „Kühlversuche“ statt „Löschverwsuche“ aus der Luft sind, halte ich für eine Ungenauigkeit, die einer auf Agenturen angewiesenen Onlineredaktion am anderen Ende des Globus schon mal passieren kann. Zumal die Reaktoren ja auch in grausiger Regelmäßigkeit eben doch explodieren und zu brennen beginnen.

Das jetzt als Überdramatisierung zu verkaufen ist auch nicht so richtig das Wahre. So oder so ist das eine Verzweiflungsaktion der Rettungsmannschaften.

So wie ich die Grafik verstehe, ist aber während der Zeit, als der ORF über den rasanten Anstieg berichtet hat die Radioaktivität gefallen. Sicher war sie höher als am vorigen Tag – aber ich hatte das zunächst so verstanden, dass sich die Radioaktivität laufend erhöht – was zu dem Zeitpunkt nicht der Fall war.

Ganz gut erklärt das, was ich sagen möchte Roland Domenig, der vom ORF interviewt wurde:
http://science.orf.at/stories/1678801/

persönlich betrachtet:ich hab die katastrophe in japan erst freitag nacht mit bekommen. ich war bestürzt, ich liebe japan, ich hab dort u.a. meine frau kennen gelernt. Das verbindet, unter so einem gesichtspunkt sieht es anders aus.
ich bin samstag früh online gegangen, um mehr zu erfahren, unter anderem auf facebook. dort erfuhr ich leider nicht mehr, die tsunami war vom fenster, der einzige gesprächsstoff war atomkraft, was heißt gesprächsstoff, es war ein abreagieren, ein dampfablassen, ein hasserfülltes (und selbstverständlich von angst aufgepeitschtes) mosern über alles, was sich bei einem lebenslangen gegner so aufgestaut haben konnte. es war nicht ein „reden über das thema atomkraft“, es war ein verbales niedermachen. die eigentliche katastrophe kam fast nicht vor. „die japaner“ traten, wenn überhaupt, dann nur als „vertrottelt“ in erscheinung, weil sie akws ins erdbebengebiet gebaut hatten.
da geht mir was ab und ich bin sicher, es waren diese umstände, die o.a. kritischen stimmen wach gerufen haben. es fehlte humanitas. die anti-akw-tiraden waren menschlich, aber sie waren nicht human. nicht in den ersten 48 stunden. das sollte jeder akw-gegner mal beherzigen (ich bin kein befürworter), nämlich dass er außer gegen akw zu sein auch noch ein mitglied der spezies homo sapiens ist und klar, es ist möglich, dass ich die falschen fb-freunde hab.
wie wir jetzt unterwegs sind, ist ohnehin eine fahrt in die sackgasse. wir sind gegen akws und wir sind für den angriff auf libyen, also für die aktion der neben japan führenden atomkraftbetreiber usa, gb und frankreich. und weil wir uns zwentendorfs rechtzeitig erledigen konnten – und das thema gleichzeitig ad acta legten – sind wir auch jene, die sich beim thema am allerwenigsten auskennen, wozu auch, wir sind dagegen. dumm nur, dass uns „das ausland“ damit umzingelt, es braucht nur einen blöden unfall nebst blöden wind, um unsere gegnerschaft in einem licht zu sehen, wie es don quijote angesichts der windmühlen gehabt haben muss.
also bestenfalls romantisch.

@sax:
Ich muss dir in der Sache AKW/Libyen widersprechen: Nur weil man gegen eine Aktivität eines Menschen oder eine Politik eines Landes ist, heißt das noch lange nicht, dass man den Menschen vollständig oder alle Politiken des Landes ablehnen muss.
Allerdings hilft mir dein Beitrag, endlich zu begreifen, warum manche Leute in der Ära Bush die Kritik an der US-Administration als fanatischen Hass gegen alles Amerikanische und auch gegen das amerikanische Volk gegeißelt haben. Danke dafür. ( Du siehst… 🙂 )

Den Schluss deines Beitrags verstehe ich leider nicht ganz.

„es braucht nur einen blöden unfall nebst blöden wind, um unsere gegnerschaft in einem licht zu sehen, wie es don quijote angesichts der windmühlen gehabt haben muss.
also bestenfalls romantisch.“

Ich interpretiere den ersten Teil als: „Die Gegnerschaft geht von falschen Voraussetzungen und falscher Weltsicht aus und ist fehlgeleitet und chancenlos“ – ist das richtig interpretiert?
Am zweiten Teil mit „romantisch“ scheitere ich mit Interpretationsversuchen. Bitte sei so nett und erkläre mir das näher.

@ahabichler. fehlgeleitet würde ich nicht sagen, aber selbstverständlich ist es chancenlos. das macht es romantisch, don quijotes aussichtsloser antritt gegen die windmühlen ist der ultimative romantische akt (und ich lieb ihn auch dafür).
und natürlich heißt gegnerschaft nicht per se, dass man alle menschen und politiken dieses landes ablehnen muss. aber es fehlten notwendige „acknowledgements“, es wurde nicht adressiert. (beispiel: in den ersten 24 stunden nach bekanntwerden des ereignisses kam von diesem freundeskreis für knut mehr mitgefühl rüber als für die tsunamiopfer. da fehlt mir was.)

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