Whether you are happy with your income depends on how it compares with some norm. And that norm depends on two things: what other people get, and what you yourself are used to getting. In the first case your feelings are governed by social comparison, and in the second by habituation.
Because these two forces are so strong in human nature, it is quite difficult for economic growth to improve our happiness. For as actual incomes rise, the norm by which income is judged rises in step.
Auszug aus dem Buch „Happiness. Lessons from a New Science“ von Richard Layard.
(Was man von Wirtschaftswachstum erwarten kann, wozu es tatsächlich gut ist und wie Wirtschaften nachhaltig möglich ist, lasse ich jetzt einmal stehen)
Bild “Euro”: © Thomas Siepmann / PIXELIO
4 Antworten auf „Warum uns Wirtschaftswachstum nicht glücklicher macht“
Das Thema hatten wir schon mal:
http://zurpolitik.com/2010/07/23/%E2%80%9Cwachstum-auf-teufel-komm-raus%E2%80%9D/
http://hollerbusch.wordpress.com/2010/07/28/volker-plass-wachst-nicht-mehr/
Meine Einwände bleiben bestehen.
Weder ich noch Layard bestreiten die Nützlichkeit einer sich im Wachstum befindlichen Wirtschaft.
Obiger Auszug hat mit deinen Einwänden nichts zu tun.
Doch. Der Widerspruch liegt darin, von der persönlichen Selbsteinschätzung im Kontext des Status Quo darauf zu schließen, dass die Änderung des Kontextes keinen objektiven Nutzen bringt, der uns auch subjektiv glücklicher macht.
Die Verbesserung der Lebenserwartung ist das beste Beispiel. Wenn man 10 Jahre länger lebt, dann lebt man dann während dieser 10 Jahre nicht unbedingt glücklicher als in den 10 Jahren zuvor. Aber man lebt glücklicher, als wenn man gar nicht mehr am Leben wäre.
Peter Kreisky hatte Pech. Aber viele ältere Menschen, die beim Wandern einen Schwächeanfall erleiden, können heutzutage per Handy rechtzeitig Hilfe holen. Mein Opa zum Beispiel.
Man könnte nun möglicherweise argumentieren, dass es dazu kein quantitatives Wirtschaftswachstum benötigte, sondern lediglich Innovation, steigende Effizienz usw. bei konstanter Wirtschaftsleistung. Das halte ich auch für unzutreffend. Ich müsste das aber genauer durchdenken.
Aber die treibende Kraft hinter der Innovation ist eben in der Praxis die mikroökonomische Ausweitung der Produktion. Vom ersten Handy, bis zur heutigen Massenproduktion von Billighandys für die dritte Welt besteht die treibende Kraft darin, mehr zu produzieren und an den Mann zu bringen, die dazu zwingt, mehr Funktionalität und das zu sinkenden Kosten zu produzieren.
Du sprichst natürlich ganz richtig an, dass es schwer möglich ist, Glück oder Wohlstand (von materiellem mal abgesehen) zu objektivieren.
Und ich bin auch der letzte, der Fortschritt oder Innovationen als etwas Negatives ansieht.
Nur wird Wirtschaftswachstum oft als Allheilmittel zur Glückseligkeit postuliert. Das wollte ich mal von einer anderen Seite betrachtet sehen. Nicht mehr, und nicht weniger tut dieser Beitrag.