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Was an Hillary Clinton bewundernswert ist

Was dir 40 Jahre in der Politik bringen und an Hillary Clinton bewundernswert ist? Sie hat drei Mal über eine Stunde mit Donald Trump diskutiert und dabei nicht dem hochnatürlichen, menschlich angeborenen Reflex nachgegeben, ihm eine Kräftige zu geben. Die blieb noch angesichts der dümmsten Frechheiten saucool. Continue Reading „Was an Hillary Clinton bewundernswert ist“

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Die FPÖ hat eine bessere Idee

2008 war ich auf Einladung des European Journalism Centres bei einer Bloggerkonferenz in Kopenhagen. Es ging um die Welt-Klimaschutzkonferenz, die dort ein Jahr später stattfand und deren Vorbereitung wir Teilnehmer über dieses Jahr begleiteten. Die Stimmung war vorsichtig optimistisch. Es gab damals die Erwartung, dass es zu einem Nachfolger des „Kyoto-Protokolls“ kommen würde – dem Abkommen zur Klimarettung, das 2012 auslaufen würde. Die Erwartungen wurden bitter enttäuscht. 
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Warum das Burkaverbot eine schwachsinnige Idee ist

Die Forderung nach einem Burkaverbot ist gerade wieder en vogue. Zum Ende des Sommers hat der Themenkomplex Asyl und Integration wieder den öffentlichen Diskurs erobert. Die derzeit von der ÖVP forcierte Idee wird gerne mit dem Schutz von Frauen vor religiös motivierter Unterdrückung argumentiert. Genau dafür taugt es aber ganz und gar nicht.
 
Burkaträgerinnen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen. Keiner davon würde ein Verbot irgendwie helfen. Aber beide würden dadurch Freiheit einbüßen.

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Animierte Karte des globalen Schiffsverkehrs

Auf diese außerordentlichen Karte ist (fast) der komplette globalen Schiffs-Handelsverkehr aus dem Jahr 2012 animiert.

Das Abspielen des Audiokommentars erklärt euch einige Auffälligkeiten.

Erstellt wurde die Karte von kiln, das sie folgendermaßen beschreibt:

You can see movements of the global merchant fleet over the course of 2012, overlaid on a bathymetric map. You can also see a few statistics such as a counter for emitted CO2 (in thousand tonnes) and maximum freight carried by represented vessels (varying units). Unfortunately the data we are using for the map is incomplete for the first few months of the year: roughly January to April.

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21 Top-Podcasts, die ihr hören solltet

Petra hat mich schon lange gedrängt, so eine Liste zu schreiben. Und Andi hat dann kürzlich tatsächlich auch sowas geschrieben. Und dann passt es auch noch hervorragend zu unserer aktuellen Umfrage, die erste Daten über Podcast-Hörer in Österreich erhoben hat. Deshalb beuge ich mich dem Druck und tue es jetzt auch: Ich verrate euch, welche Podcasts ich höre (und demnach, welche ihr auch hören solltet).
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Wer hört Podcasts in Österreich? Die Ergebnisse unserer Hörer-Umfrage

Vor einigen Monaten haben wir eine größere Umfrage unter Podcast-HörerInnen in Österreich durchgeführt. Wir wollten wissen, wer dieses tolle Medium schon für sich entdeckt hat und Podcasts hört. 280 Personen sind unserem Aufruf in traditioneller Zusammenarbeit (hier unsere Bloggerumfrage) mit Digitalschmankerl gefolgt. Hier sind die Ergebnisse samt Infografik. Woa!

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Stichwahl, Runde 2: Wie die FPÖ weiter Angst vor Wahlfälschung sät

Der österreichische Verfassungsgerichtshof hat ausführlich Zeugen und Argumente gehört. Und entschieden, die Stichwahl vom 22. Mai aufzuheben. Wenngleich es gute Gründe gibt, die Entscheidung für problematisch zu halten, halte ich sie grundsätzlich für richtig, weil sie sachlich ausreichend unterfüttert ist und hoffentlich zu weniger Schluderei bei der Umsetzung des Wahlverfahrens führt.

Denn genau diese – zu deutsch: Formfehler, unsachgemäße Abwicklung – hat der VfGH beanstandet. Weder die Richter, noch ein einziger Zeuge oder Alt-FPÖler Dieter Böhmdorfer als Verfasser der Anfechtung haben Manipulationen in den Raum gestellt. Die FPÖ-Spitze aber sehr wohl. Und sie tut es weiter, zum Schaden des demokratischen Systems. Continue Reading „Stichwahl, Runde 2: Wie die FPÖ weiter Angst vor Wahlfälschung sät“

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„Es wäre schön, Herr Kurz, wenn sie einmal an unserer Seite wären“

So, Leute: Ich bin grantig. So richtig, richtig grantig. Und deshalb wird das jetzt ein langer Text. Möge es lesen, wer noch fähig ist, lange Texte zu lesen.

Ich mach hier seit 2 Jahren meine (freiwillige, ehrenamtliche, gänzlich unbezahlte) Arbeit. Ich helfe Menschen, die von sehr weit her geflohen sind, bei uns heimisch zu werden. Und zwar Tag für Tag für Tag. Man nennt das Integrationsarbeit. Das ist WIRKLICHE Arbeit. Und zwar von beiden Seiten. Continue Reading „„Es wäre schön, Herr Kurz, wenn sie einmal an unserer Seite wären““

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Verschwörung um die Briefwahl: Das falsche Spiel der FPÖ

Keine Partei ist so eifrig dabei, die wohl wichtigste aller demokratischen Vorgänge – die Wahl – zu beschädigen, wie die FPÖ. Schon vor der Auszählung der Briefwahlstimmen, mit denen Alexander van der Bellen seinen Rückstand noch in seinen Sieg verwandeln konnte, schütze man prophylaktisch Dolchstoßlegenden. Und trotz Aufrufen von Heinz-Christian Strache und Norbert Hofer setzte Ersterer die gar nicht mal so subtile Anzweiflerei der Rechtmäßigkeit der Auszählung fort.

Jüngst teilte er mit dem Zusatz „Viele Fragen bleiben offen!“ mal wieder eine der Grafiken der rechten Facebookseite „FM Politics“. Dort aufgeführt: Waidhofen an der Ybbs und der Sondersprengel in Linz mit jeweils weit über 100% Wahlbeteiligung und die scheinbar in Diskrepanz zu Aussagen des Wahlleiters stehende Zahl der am Montag gezählten Briefkartenstimmen von 766.000.

Screenshot von Straches Facebook-Seite
Screenshot von Straches Facebook-Seite

Die Briefwahl und der drei Rätsel Lösung

Alle drei Dinge, die auf den ersten Blick seltsam erscheinen, waren zu dem Zeitpunkt bereits geklärt. Der Wahlleiter des Innenministeriums hatte sich am Sonntag schlicht verschätzt und es wurden am Montag noch mehr Wahlkarten als erwartet an die jeweiligen Bezirkswahlkommissionen übermittelt. In Waidhofen führte ein Eingabefehler zur falschen Ergebnisdarstellung, die aber auf das an das Innenministerium übermittelte Ergebnis keinen Einfluss hat.

In Linz sind im Sondersprengel nicht nur „fliegende Wahlkommissionen“, die bettlägerige Menschen und Altenheime besuchen, sondern auch Briefwahlstimmen, deren Wahlberechtigte sich auf andere Sprengel verteilen. Journalist Martin Thür hat die Verschwörungstheorien im Detail aufgeklärt.

Die FPÖ wusste Bescheid

Während die Fehleinschätzung des Wahlleiters bedauerlich, aber kein Drama ist, hätte das die FPÖ allerdings auch leicht selber tun können. Sie verfügt in den Bezirken über Wahlbeisitzer, die als Kontrollinstanz für die korrekte Auszählung bürgen. Diese müssen auch wissen, welches Ergebnis letztlich an das Innenministerium übermittelt wurde.

Erst recht sollte die FPÖ mit dem Sondersprengel in Linz vertraut sein. Denn dort sitzt die Partei schon lange im Gemeinderat. Und die Existenz dieses besonderen Sprengels lässt sich bis mindestens 2002 nachverfolgen. Offenbar wurde vor der Nationalratswahl 2008 (PDF) die Zuordnung der Briefwahlstimmen in diesen Sondersprengel beschlossen, denn seitdem gibt es dort stets vielfach mehr Stimmen als Wahlberechtigte. Nachvollziehen lässt sich das einfach über die Bezirksergebnisse der vergangenen Wahlen auf der Homepage der Stadt Linz.

Die FPÖ hatte mit diesem Sprengel bisher noch nie ein Problem. Und dass den Parteivertretern erst acht Jahre später diese wahlordnungsbedingte Diskrepanz auffällt, erscheint nicht besonders glaubwürdig.

Zündler im Feuerwehranzug

Ich habe gestern Straches Aufruf zur Abrüstung der Worte in der ZiB 2 noch begrüßt – allerdings unter Vorbehalt. Die Skepsis war angebracht. Das Infragestellen einer absolut demokratisch abgelaufenen Wahl, in der es bestenfalls zu irrelevanten Pannen gekommen ist, ist auch ein Infragestellen ihres Ergebnisses. Damit spielt man natürlich das sektoide „Alle-gegen-uns“-Spiel, das man schon seit Jahren betreibt, weiter.

Entgegen der eigenen, kalmierenden Worte wird damit erneut der Spaten in gesellschaftliche Bruchlinien gesteckt. Man plant bereits die Maximierung des nächsten Wahlergebnisses und nimmt dafür in Kauf, ein über viele Jahrzehnte bewährtes und die Freiheit sicherndes demokratisches System zu delegitimieren.

Es ist Zeit, die FPÖ beim Wort zu nehmen. In dem Moment, in dem Strache und Hofer zur Einigung und Akzeptanz des Ergebnisses aufgerufen haben, haben sie Verantwortung übernommen – um ihr postwendend nicht mehr gerecht zu werden. Es darf nicht unbeachtet bleiben, dass die Partei sich öffentlich als Brückenbauer positioniert, aber hinterrücks weiter Zwietracht sät.

Foto: bundespraesident.in auf Flickr / CC-BY-SA 2.0

Features 15 comments on Je mehr Ausländer in einem Bezirk leben, desto weniger Österreicher wählen FPÖ

Je mehr Ausländer in einem Bezirk leben, desto weniger Österreicher wählen FPÖ

Peter Platzgummer hat mir dankenswerterweise erlaubt, diese Grafik zu teilen. Sie visualisiert das Wahlverhalten der ÖsterreicherInnen bei der Präsidentschaftswahl 2016 und den Ausländeranteils in ihrem Bezirk.

Grafik: Peter Platzgummer (@zgummer)
Grafik: Peter Platzgummer

Das Ergebnis ist etwas, das man immer wieder bei Wahlen sieht: Je mehr ÄusländerInnen die ÖsterreicherInnen in ihrer Nachbarschaft haben, desto weniger wollen sie ihre Stimme für die FPÖ abgeben – in diesem Fall den Kandidaten Norbert Hofer.

Schon immer wieder eine spannend zu beobachtende Korrelation. Woran liegt es, eurer Meinung nach?

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