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Die Illusion der freien Bildung

Das Modell des freien Hochschulzugangs ist ein Schönes, aber Unrealistisches. Nebenbei finanziert der Arbeiter dem Bankvorstand das Studium. – Eine kritische Bestandsaufnahme von Andreas Sator

„Bildung für alle und das umsonst“ – Ein beliebter Spruch auf Demonstrationen für freien Hochschulzugang. Was ein grundsätzlich nachvollziehbarer Wunsch ist, findet in einer Welt mit ausfinanzierten Universitäten aber kaum Platz. Letztlich führt freie Bildung sogar dazu, dass von unten nach oben umverteilt wird. Ob das im Sinne der Proponenten ist?

Universitäten am Sand

Die Situation um die Hochschulen in Österreich ist prekär. Seit September 2008 ist Bildung theoretisch wieder frei. Die Unis platzen aber aus allen Nähten und brauchen dringend Geld.

Eine Ausfinanzierung des Staates scheint aufgrund der misslichen Haushaltslage und fehlender Unterstützung in der Gesellschaft unrealistisch. Studiengebühren sind umstritten.

Viele Studenten, die nicht den Luxus reicher Eltern genießen, leiden bereits jetzt massiv unter den finanziellen Belastungen, die ein Studium zwingendermaßen mit sich bringt. So können sich ein paar Privilegierte das Ausprobieren verschiedener Studien leisten, finden genug Zeit auch mehr als ein Studium zu absolvieren und lernen nebenbei drei neue Sprachen.

Geld regiert die Welt

Das ist natürlich überspitzt formuliert und auch nicht als Vorwurf an die „reichen Kids“ gedacht. Wer in ihrer Situation würde anders handeln? Das Grundproblem trifft diese Formulierung aber. Die finanzielle Situation soll möglichst zu keiner Benachteiligung in der Inanspruchnahme von Bildung sein.

Doch wie soll das, ohne staatliche Ausfinanzierung und Studiengebühren möglich sein? Ein Blick über den Tellerrand, besser gesagt den indischen Ozean, ins idyllische Australien kann da Abhilfe schaffen.

Es geht auch anders

In Australien wurde 1989 das HECS (Higher Education Contribution Scheme) eingeführt. Dort finanziert der Staat die Studiengebühren per Kredit an die Studierenden vor. Dieser wird zinslos gewährt und muss erst mit Erreichen einer bestimmten Einkommensschwelle während des Erwerbslebens in Raten zurückbezahlt werden.

In Australien kosten die verschiedenen Studien auch unterschiedlich viel. Derzeit gibt es vier verschiedene Stufen. Die Kosten werden dabei auch als Anreizsystem verwendet. So sind Studien in Bereichen, in denen Mängel bestehen, deutlich günstiger als solche, bei denen eine ausreichende gesellschaftliche Versorgung erwartet wird.

Ein berechtigter Beitrag

Die Vorteile liegen auf der Hand. Ein solches System ist im Gegensatz zu Studiengebühren nicht sozial selektiv. Die Belastung während des Studiums fällt weg. Und auch nachher müssen nur jene Absolventen bezahlen, die aus ihrer Ausbildung einen finanziellen Vorteil ziehen können.

Und ein gewisser Beitrag von Studenten kann meines Erachtens auch verlangt werden. Wer mehr vom staatlichen Kuchen in Anspruch nimmt, darf auch ein paar Eier und ein bisschen Mehl zurückgeben.

Angesichts der Tatsache, dass es deutlich mehr Studenten aus höheren Einkommensschichten gibt, ist ein Studienbeitrag nur fair. Dass die Kosten erst im Laufe des Erwerbslebens schlagend werden, verhindert, dass Ärmere keinen Zugang zu Bildung bekommen.

Missbrauch

Meines Erachtens ist der einzige Nachteil dieses Systems neben dem Schuldenrucksack, den Absolventen ins Erwerbsleben mitschleppen, die latente Gefahr des politischen Missbrauchs.

In Zeiten von Budgetnöten könnten die Beiträge immer weiter erhöht bzw. die Einkommensschwelle immer weiter herunter geschraubt werden. Genau das ist auch in Australien geschehen.

Aufgrund demokratischer Strukturen denke ich, dass dieser Nachteil aber zumindest in Legislaturperioden ausgleichbar ist (Wahlen). Die konkrete Ausformung ist dann je nach politischem Willen variabel, die Idee hinter diesem System halte ich aber für eine außerordentlich gute.

Bild “Black Barets”: © Thomas Kölsch / PIXELIO
Bild “Bücher”: © Dieter Schütz / PIXELIO

Von Andreas Sator

studiert Volkswirtschaft, mag Gerechtigkeit und fühlt sich politisch irgendwie nirgends wirklich zu Hause. Sein größtes Anliegen ist ihm eine Gesellschaft mit globalerem Bewusstsein.

23 Antworten auf „Die Illusion der freien Bildung“

Ich halte die Kostenabstufung und die damit einhergehende, unterschiedliche Wertschätzung (sei es auch nur im Hinblick auf ein paar Jahre) für problematisch:

– die Prognosen, in welchen Bereichen zukünftig Mängel oder Überschüsse an Absolventen zu erwarten sind, erfolgt vermutlich ausschließlich wirtschaftlich und ist längst nicht immer präzise.

– gewisse Studien, die allgemein zwar keine große wirtschaftliche, wohl aber durchaus gesellschaftliche Relevanz haben, können da gar nicht sinnvoll erfasst werden und/oder werde aus dem Grunde eben teuer eingestuft. Wie will man auch nur ansatzweise sinnvoll eruieren, wieviel Philosophen oder Kulturanthropologen man in 5 Jahren brauchen wird? Das geht ja selbst dann nicht, wenn man das aus nicht-wirtschaftlicher Sicht machen will.

– und auch bei Studien, deren wirtschaftliche Relevanz und der Bedarf an Absolventen (was selbige ein wenig zu einer Art Ware abstempelt) einigermassen abschätzbar sind, halte ich Kostenunterschiede für nicht sinnvoll. Zum Einen kostet jedes Studium ohnehin schon durch die unterschiedliche Menge an Lernmitteln, Ausgaben für Exkursionen usw. usf. unterschiedlich viel. Und zum Anderen werden so insbesondere materiell schwächere Studenten möglicherweise in Berufe/Studien gedrängt – weil diese „billiger“ sind – für die sie vielleicht auf lange Sicht nicht geeignet sind. Oder wesentlich schlechter geeignet als für ein Studium, dem aktuell weniger Bedarf in der Zukunft angedichtet wird, das deswegen teurer ist.

**“Letztlich führt freie Bildung sogar dazu, dass von unten nach oben umverteilt wird.“**
Wo bitte ist der Beweis dafür?

**“Meines Erachtens ist der einzige Nachteil dieses Systems neben dem Schuldenrucksack, den Absolventen ins Erwerbsleben mitschleppen, die latente Gefahr des politischen Missbrauchs.“**

Was für einen Nachteil könnte denn ein Studiengebührensystem überhaupt sonst noch haben?

**“In Australien kosten die verschiedenen Studien auch unterschiedlich viel. Derzeit gibt es vier verschiedene Stufen. Die Kosten werden dabei auch als Anreizsystem verwendet. So sind Studien in Bereichen, in denen Mängel bestehen, deutlich günstiger als solche, bei denen eine ausreichende gesellschaftliche Versorgung erwartet wird.“**

Oh? Planwirtschaft is plötzlich eine gute Idee? Und weil Österreich ja ein so intellektuell blühendes Land ist, machen wir Geistes- Sozial- und Kulturwissenschaften am besten gleich unleistbar?

**“Wer mehr vom staatlichen Kuchen in Anspruch nimmt, darf auch ein paar Eier und ein bisschen Mehl zurückgeben.“**
Na dann wirds aber Zeit, dass man jenen Bauern höhere Steuern abverlangt, die all die Subventionen einstreifen. Und überhaupt allen Staatsbediensteten. Und den Autofahrern, die so gern durch Tunnel fahren. Und all den Leuten die jetzt Studiengebühren fordern, selbst aber unter wesentlich besseren Bedingungen als wir heute noch gratis studiert haben. Am Besten blechen die gleich doppelt. Und alle, die länger in der Schule bleiben als es Pflicht ist, die brennen aber schonmal sowieso flott. Und wehe du zahlst die Familienbeihilfe nicht zurück, die du 20 Jahre für deine Kinder bekommst, wenn sie dann endlich ausgezogen sind.

**“Und ein gewisser Beitrag von Studenten kann meines Erachtens auch verlangt werden.“**

Wir nennen das Steuern zahlen.

Ich versteh den Zweck des Systems nicht: Man muss Schulden aufnehmen um Studiengebühren zu zahlen. Die muss aber ohnehin erstmal der Staat ersetzen, weil du ja noch nichts verdienst. Weil du aber nicht willst, dass die Studiengebühren zu hoch werden, muss der Staat aber ohnehin wieder den Großteil übernehmen – das hältst du dann aber wieder nicht für notwendig zurückzuzahlen? Mit ordentlichem bürokratischem Aufwand wird dann nach deinem Abschluss dein Einkommen überprüft und übermäßig belastet ab dem Zeitpunkt wo du besser verdienen würdest (was das etwas zu sparen lange Zeit unmöglich und mehr arbeiten und besser verdienen nicht gerade reizvoll macht).

Besserer Vorschlag: Die Universitäten werden als Grundleistung betrachtet, vom Staat schlichtweg und unbürokratisch ausfinanziert und über ein sinnvolles progressives Steuersystem (auf alle Einkommen, jeder Art) zahlst du, wenn du von der Ausbildung (oder irgendwas anderem) finanziell profitierst auch deinen höheren Beitrag.

@Georg:

Ich hätte oben anmerken sollen, dass nicht dieser Aspekt des Systems „übernehmenswert“ ist, sondern die nachgelagerten Studiengebühren. Die variierenden Kosten gehören einfach zur Beschreibung des Status quo in Australien dazu. Mein Fehler.

@Tom:
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Wo bitte ist der Beweis dafür?
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„Angesichts der Tatsache, dass es deutlich mehr Studenten aus höheren Einkommensschichten gibt, ist ein Studienbeitrag nur fair.“

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Was für einen Nachteil könnte denn ein Studiengebührensystem überhaupt sonst noch haben?
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Sie hindern Schüler von einkommensschwachen Familien an einer universitären Ausbildung.

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Na dann wirds aber Zeit, dass man jenen Bauern höhere Steuern abverlangt, die all die Subventionen einstreifen. Und den Autofahrern, die so gern durch Tunnel fahren. Und all den Leuten die jetzt Studiengebühren fordern, selbst aber unter wesentlich besseren Bedingungen als wir heute noch gratis studiert haben. Am Besten blechen die gleich doppelt. Und alle, die länger in der Schule bleiben als es Pflicht ist, die brennen aber schonmal sowieso flott. Und wehe du zahlst die Familienbeihilfe nicht zurück, die du 20 Jahre für deine Kinder bekommst, wenn sie dann endlich ausgezogen sind.
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Man kann immer eine Debatte über die Berechtigung staatlicher Umverteilung führen.

Ich führe ja auch an, dass ein von Seite des Staates ausfinanziertes, frei zugängliches Hochschulsystem grundsätzlich etwas Wünschenswertes ist. Solange sich eine Gesellschaft aber mehrheitlich darauf festlegt Geld für Tunnel auszugeben, muss man in einer Demokratie nach finanziellen Alternativen für ausfinanzierte Universitäten suchen.

Damit widerspreche ich aber meinem „Eier-und-Mehl“-Argument. Gib mir etwas Bedenkzeit^^

Eine Minute Bedenkzeit hat dann gereicht 😉

Der staatlich finanzierte Hochschulzugang ist relativ stark umverteilend, in dem die Steuern von der breiten Masse (durch MWSt in Relation nicht unwesentlich) lukriert werden, aber viele „Reiche“ profitieren, weil Bildung indirekt vererbt wird (keine Anspielung auf etwas Genetisches, sondern auf den Zugang und den Stellenwert von Bildung) und deshalb viele Kinder von Besserverdienenden durch Massensteuern finanzierte Hochschulen in Anspruch nehmen.

Deshalb darf man mE in diesem Bereich die staatliche Umverteilung durch nachgelagerte Studiengebühren etwas korrigieren, auch wenn sie anderswo genauso stattfindet, aber eben nicht so intensiv Menschen unterstützt, die es sich leisten könnten, für die Kosten selbst aufzukommen.

@Andreas:
Ein zinsloser Kredit ist nichts anderes als ein Geldgeschenk. (In Höhe der Differenz zu den Gesamtkosten für einen entsprechenden Marktkredit)
In diesem Fall ein zweckgebundenes Geldgeschenk, oder mit anderen Worten ein Gutschein bzw. Stipendium. Mir gefällt eine direkte Förderung besser, als, wenn es die Förderung nur in einem Kredit verpackt gibt. Solche Kredite treiben die Leute in die Verschuldung, ohne, dass sie sich das richtig überlegen und kann zudem eine Inflation bei den Studiengebühren verursachen, wie man in den USA sieht,

Die Bildungsgutscheine können auch durchaus in der Höhe der Kosten eines kompletten Studiums dotiert sein.

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Wichtiger als die Frage nach der Umverteilungs-Gerechtigkeit halte ich auch hier die Entscheidung zwischen Zentralplanung und Markt. In der Debatte wird so getan, als wären die Kosten für einen Studienplatz fix und immerwährend und es nur um die Frage geht, wieviel der Student und wieviel der Staat zahlen soll, bzw. wie die Studienplätze rationiert werden sollen.

Mit Gutscheinen, die bei jeder beliebigen Universität und Bildungsinstitution, sei sie staatlich oder privat, eingelöst werden kann, würden wir die Kräfte des Marktes entfallen. Zudem würden die Universitäten den Studenten als Einnahmequelle und Kunden und nicht, wie heute, als Kostenfaktor betrachten.

@Georg:
Die von dir beschriebenen Problematiken und Fragestellungen ergeben sich sowieso. Auch im heutigen System ist die Entscheidung, welche Studienrichtungen unterhalten werden und wie stark sie gefördert werden, eingebaut. Gutscheinmodelle, Gebühren, Stipendien usw. machen nur jene Fragestellungen transparent, die heute im hierarchischen Dickicht des Bildungssystems intern ausgeschnappst werden.

@andreas
***“Angesichts der Tatsache, dass es deutlich mehr Studenten aus höheren Einkommensschichten gibt, ist ein Studienbeitrag nur fair.”***

Nur, wenn ihn nur die Reicheren entrichten müssen. Das ist aber nicht dein System. Hier zahlen ihn alle. Ob ich mir jetzt vorher einen 50.000 Euro Kredit aufnehme und bei Bedürftigkeit vllt. ein Stipendium bekomme oder hinterher zurückzahle und bei Bedürftigkeit vielleicht nicht zurückzahlen muss, ist doch ghupft wie ghatscht. Du stellst damit nur sicher, dass Arme selbst dann ärmer bleiben, wenn sie es zum Akademiker schaffen.

***“Sie hindern Schüler von einkommensschwachen Familien an einer universitären Ausbildung.“***

Das ist prinzipieller Fakt bei finanziellen Hürden. Du versetzt nur diese Hürde nach hinten, eliminierst sie aber nicht. Für ein Kind reicher Eltern ist auch ein Kredit leichter aufzunehmen. Wenn das reiche Kind hinterher sofort eine Rückzahlung machen kann (oder den Kredit gar nicht erst braucht), während das arme Kind ab 25 erstmal 10-20 Jahre einen Kredit abstottern kann und demnach eher viel weniger Geld zur Verfügung hat, als wenn es mit 15 eine Lehre angefangen hätte, dann ist das kein besseres Anreizsystem als ein Stipendienwesen.

Und nochmal: Ich stell die prinzipielle Frage nach der Legitimation von Studiengebühren.

„Solange sich eine Gesellschaft aber mehrheitlich darauf festlegt Geld für Tunnel auszugeben, muss man in einer Demokratie nach finanziellen Alternativen für ausfinanzierte Universitäten suchen.“

Wenn die Gesellschaft auf ausfinanzierte Bildung scheisst, dann ist sie per se entweder schlecht oder sozial selektiv. Eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Wenn das Geld von der Privatperson kommt, begünstigt das Reiche. Wenn das Geld von nirgendwo kommt, sind alle schlechter dran. Die öffentliche Ausfinanzierung der Universitäten ist alternativlos, wenn man Wert auf eine Kombination von sozialer Durchlässigkeit und Qualität legt.

**“Der staatlich finanzierte Hochschulzugang ist relativ stark umverteilend, in dem die Steuern von der breiten Masse lukriert werden, aber viele “Reiche” profitieren, weil Bildung indirekt vererbt wird und deshalb viele Kinder von Besserverdienenden durch Massensteuern finanzierte Hochschulen in Anspruch nehmen.“**

Die Debatte hatte ich mit dieter schon mal und sag dasselbe wie damals: Das ist zu kurz gedacht und stimmt so nicht. Im heutigen System gehen auch die Kinder der Mittelschicht an die Universitäten. Schaffe eine stark privatfinanziertes Uniwesen und die können sich das ebenfalls nicht mehr leisten. Mit der Folge, dass nur noch die Reichen auf den Unis zu finden sind.

Die allgemeine Finanzierung hat also sehr wohl einen positiven sozialausgleichenden Effekt. Nur reicht dieser halt nicht bis ganz hinunter. Das wiederum liegt daran, dass die Zugangspolitik zu den Universitäten alleine ein zu vereinzelter Ansatz sind um allzu viele gesellschaftlichen Ungleichheiten kompensieren zu können (und dass ein Studium auch ohne Gebühren viel Geld kostet und einen späteren Einstieg ins Erwerbsleben bedeutet).

Dass die allgemeine Steuerfinanzierung die Armen und die Mittelschicht aber noch zu stark trifft und somit um in Klischees zu verharren die Billakassiererin zur Finanzierung der Uni des Arztkindes beiträgt, ist ein ganz anderes Thema. Gib den Leuten ein Grundeinkommen, lege den Fokus des Steueraufkommens auf Konsum, Vermögen bzw. alle Einkommen jeder Art statt so stark auf Arbeit, und schon wandert die Steuerlast wandert nach oben. Das hat dann aber nicht mehr direkt mit Universitätszugangspolitik zu tun. Welche Leistungen ein Staat erbringen sollte ist eine andere Frage, als wer die Leistungen finanzieren sollte.

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Und nochmal: Ich stell die prinzipielle Frage nach der Legitimation von Studiengebühren.

“Solange sich eine Gesellschaft aber mehrheitlich darauf festlegt Geld für Tunnel auszugeben, muss man in einer Demokratie nach finanziellen Alternativen für ausfinanzierte Universitäten suchen.”
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Die Last der Begründung für staatliche Umverteilung zugunsten von Studenten liegt bei jenen, die dafür eintreten, genauso wie die Autobahnsozialisten Gratis-Tunnel argumentieren müssen. Aus einem Programm fraglicher Legitimität folgt nicht, dass andere solche Programme deshalb legitimer werden.

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Die Debatte hatte ich mit dieter schon mal und sag dasselbe wie damals: Das ist zu kurz gedacht und stimmt so nicht. Im heutigen System gehen auch die Kinder der Mittelschicht an die Universitäten. Schaffe eine stark privatfinanziertes Uniwesen und die können sich das ebenfalls nicht mehr leisten. Mit der Folge, dass nur noch die Reichen auf den Unis zu finden sind.
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Das ist deine Behauptung, die ich für höchst unplausibel halte. Schließlich würde der Mittelschicht auch mehr Steuern übrig bleiben.

Wer vom aktuellen Umverteilungsmodell profitiert und wer draufzahlt, das ist eine komplexe empirische Fragestellung. Margit Schratzenstaller vom, laut Andreas Unterbeger linkslinkslinken Wifo, behauptet meiner Erinnerung nach gängigerweise, dass nach oben umverteilt wird.

Man müsste hier auch alternative Bildungsförderungsmodelle berücksichtigen. Schließlich könnte man auch Nicht-Studenten stärker fördern, was wiederum deren Einkommen und Steuerleistung erhöhen könnte.

Der Empiriker und Statistiker Milton Friedman hat diese Behauptung für die USA der 70er getätigt. Jedenfalls ist die Vorstellung, dass staatliche Förderung von Studienplätzen nach oben umverteilen könnte weder bei linken noch bei konservativen Bildungsbürgern populär und nagt aus unterschiedlichen Gründen am Selbstbewusstsein.

**“Die Last der Begründung für staatliche Umverteilung zugunsten von Studenten liegt bei jenen, die dafür eintreten, genauso wie die Autobahnsozialisten Gratis-Tunnel argumentieren müssen.“**

Easy: Wir brauchen gut gebildete Menschen. Das ist volkswirtschaftlich sinnvoll und sollte politisch erwünscht sein.

**“Das ist deine Behauptung, die ich für höchst unplausibel halte. Schließlich würde der Mittelschicht auch mehr Steuern übrig bleiben.“**

Du behauptest, dass bei einer Umschichtung der Universitäten auf eine Privatfinanzierung – was wenn ernstgenommen Studiengebühren in Höhe von zig- bis hunderttausenden Euro pro Person im Laufe des Studiums verursachen würde (wie es das in den USA tut) – die Steuerersparnis für die Mittelschicht größer wäre als die neuen finanziellen Belastungen? Und wenn ich noch behaupte, dass weniger Akademiker entstehen würden, weil das Risiko der massiven Ausgabe deutlich weniger Menschen in Anspruch nehmen würden?

Da bitte ich jetzt aber um die Rechnung, Empirie und Logik.

**“Wer vom aktuellen Umverteilungsmodell profitiert und wer draufzahlt, das ist eine komplexe empirische Fragestellung.“**
Ja, und sie aufs Studium runterzubrechen machts nicht einfacher. Wer profitiert entscheidet sich schonmal daran, wer einzahlt. Dass Österreich da durchaus progressiver sein könnte, steht außer Frage.

@Tom:

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Nur, wenn ihn nur die Reicheren entrichten müssen. Das ist aber nicht dein System. Hier zahlen ihn alle. Ob ich mir jetzt vorher einen 50.000 Euro Kredit aufnehme und bei Bedürftigkeit vllt. ein Stipendium bekomme oder hinterher zurückzahle und bei Bedürftigkeit vielleicht nicht zurückzahlen muss, ist doch ghupft wie ghatscht. Du stellst damit nur sicher, dass Arme selbst dann ärmer bleiben, wenn sie es zum Akademiker schaffen.
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Wenn Arme eine Studium absolvieren und dann eine gewisse Einkommensschwelle überschreiten, ab der der Kredit schlagend wird, sind sie nicht mehr arm. Dass Reiche von vornherein mehr Geld haben und auch nachher mehr Geld haben werden, spielt da keine Rolle.

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Das ist prinzipieller Fakt bei finanziellen Hürden. Du versetzt nur diese Hürde nach hinten, eliminierst sie aber nicht. Für ein Kind reicher Eltern ist auch ein Kredit leichter aufzunehmen. Wenn das reiche Kind hinterher sofort eine Rückzahlung machen kann (oder den Kredit gar nicht erst braucht), während das arme Kind ab 25 erstmal 10-20 Jahre einen Kredit abstottern kann und demnach eher viel weniger Geld zur Verfügung hat, als wenn es mit 15 eine Lehre angefangen hätte, dann ist das kein besseres Anreizsystem als ein Stipendienwesen.
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Die finanzielle Belastung bei Studiengebühren, die während des Studiums zu zahlen sind, spürt auch ein Mittelschichtkind und büßt so Freiheiten ein, die meiner Meinung nach zu einer Wesensbildung in diesem Alter dringend notwendig sind. Daher ist ein System der nachgelagerten Studienbeiträge ein besseres Anreizsystem als eines mit laufenden Gebühren und Stipendien für Einkommensschwächere.

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Die allgemeine Finanzierung hat also sehr wohl einen positiven sozialausgleichenden Effekt. Nur reicht dieser halt nicht bis ganz hinunter.
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Den hat sie, das ist richtig. Natürlich haben in einem Modell öffentlicher Hochschulfinanzierung mehr Leute und damit auch mehr Menschen der Mittelschicht Zugang zu Universitäten. Das hat aber nichts damit zu tun, woher die Steuern kommen, die das ermöglichen.

**“Wenn Arme eine Studium absolvieren und dann eine gewisse Einkommensschwelle überschreiten, ab der der Kredit schlagend wird, sind sie nicht mehr arm.“**

Doch, weil sie damit diese Schwelle nicht richtig überschreiten können – oder zumindest erst später und viel schwieriger. Wie schon gesagt: Das führt einzig dazu, dass auch Akademiker die aus armen Verhältnissen stammen länger ärmer bleiben.

**“Die finanzielle Belastung bei Studiengebühren, die während des Studiums zu zahlen sind, spürt auch ein Mittelschichtkind und büßt so Freiheiten ein, die meiner Meinung nach zu einer Wesensbildung in diesem Alter dringend notwendig sind. „**

Wenn man mit dem Studiuem fertig ist gründet man in vielen Fällen eine Familie oder eine Firma oder will sich endlich mal das Geld für eine eigene Wohnung ersparen. Einkommensverluste spürst du da genauso, einfach weil die nicht wegfallen.

Nochmal: Du änderst am Prinzip nichts, dass die Gebühr auch Menschen aus finanziell armen Schichten zahlen müssen, und damit erlegst du ihnen auf jeden Fall eine Belastung auf, die sie schwerer meistern können als reiche. Deshalb sind und bleiben Studiengebühren schlichtweg sozial selektiv und diskriminierend.

Wenn das zurückverlagern einen psychosozialen Effekt hat, dann verleitest du die Menschen nur durch undurchsichtige Finanzierungsmanöver zu einer Investition, von deren Finanzierbarkeit sie eigentlich nicht überzeugt sind.

**“Das hat aber nichts damit zu tun, woher die Steuern kommen, die das ermöglichen.“**

Was deswegen auch nichts mit Unizugangspolitik zu tun hat, sondern mit Budgeteinnahmepolitik. Sollten arme Menschen den Staat überproportional finanzieren, ist das ein allgemeines Problem und gilt auch für Krankenhäuser, Schulen, Kindergärten, Autobahnen, Tunnel, Parlamentariergehälter, Agrarsubventionen. Wenn du willst, dass das Geld dafür stärker von den Reichen kommt (was ich zB will), dann ändere die Steuerpolitik, aber kürz nicht noch die Ausgaben die wie du selbst zugestehst einen sozialausgleichenden Effekt haben.

Ganz verstehe ich den Sinn der Kredit-Konstruktion nicht. Wer finanzielle Vorteile (höheres Einkommen) aus seinem Studium zieht, zahlt auch wesentlich mehr Steuern und trägt damit auch mehr zur Finanzierung der Universitäten bei. So ein Kredit wäre nichts anderes als eine zweckgebundene Bildungs-Strafsteuer. Wenn wir zum Schluss kommen, dass Wohlhabende unverhältnismäßig wenig zur Finanzierung öffentlicher Aufgaben beitragen, dann müssen wir uns über das Steuersystem Gedanken machen. Da hielte ich zb eine vernünftige Erbschaftssteuer für wesentlich zielführender.

Die Rede vom Kredit ist im Prinzip nur eine Krücke um einer Steuerreform zu entgehen. Es klingt eben gut – das Wording trifft den Zeitgeist, von Steuern zu sprechen ist unbeliebt.

Nachdem dieser Beitrag von einer Frau kommt, eine kurze Ergänzung der emotionalen Perspektive ;p (Klischee-Modus-Ende)

Ich glaub, mit meinen Studienleistungen erfülle ich die Kriterien einer absoluten Musterstudentin (wenn man schon so das effizienzbezogen sehen will). Aber: Und ich hätte NIE, NIE mit einem Kredit in mein Leben starten wollen. Alleine der Gedanke an das Anhäufen von Schulden in jungen Jahren lässt meine Suche nach alternativen Lebensoptionen auf Hochtouren laufen.

Und ich glaub ich bin damit nicht alleine. Viele würden sich unter diesen Umständen wohl mehrfach überlegen, ein Studium zu beginnen. Könnte ja sein, dass man seine Zeit besser nutzen könnte – vor allem aus monetärer Sicht. Leider ist das in den meisten Fällen aber alles andere als eine langfristige, zukunftssichernde Perspektive.

Ein solcher „Schuldenrucksack“ ist keine Schultasche. Der kann sehr vielen die Zukunft verbauen – und ich würd die psychische Komponente dabei nicht völlig außer Acht lassen.

Btw schließ ich mich den vorhergehenden Meinungen an: Ich werde in Zukunft genug Steuern zahlen, um dem Staat diesen „Startbonus“ und noch viel mehr zurückzugeben. Und ich möchte, dass es mit meinem Beitrag jedem ermöglicht wird, eine gute (Aus-)Bildung zu genießen.

Zu argumentieren, dass man Studiengebühren einführen sollte, weil auf den Unis viele Kinder reicher Eltern studieren, und dadurch soziale Gerechtigkeit zu erreichen, halte ich für verkehrt.

Es liegt am selektiven Bildungssystem vor der Universität, dass Kinder einkommensschwacher und bildungsferner Familien eine viel geringere Chance haben, eine Universität zu besuchen. In diesem Punkt gehört mMn angesetzt. Studiengebühren werden die soziale Selektivität nur verstärken.

Zur Finanzierung: Ich finde höhere Vermögenssteuern und ein progressives Lohnsteuersystem mit einem hohen Spitzensteuersatz fairer, als von jungen Menschen, die in der Regel eh nahe der Armutsgrenze leben, Gebühren zu verlangen, oder sie mit einem Schuldenrucksack in eine ungewisse Zukunft zu schicken.

Generell widerstrebt es mir, den Zugang zu Bildung zu beschränekn, die den Menschen eine Möglichkeit bietet, um Emanzipation und Mündigkeit zu erreichen.

Kurz einmal aus meiner Warte (und wahrscheinlich wiederhole ich da einiges):

Ich sehe keinen Sinn in einer Kreditfinanzierung. Er wäre nichts anderes als eine weitere Hürde zum Bildungserwerb – besonders für jene, die sowieso strukturell zu wenig finanzielle Mittel zur Verfügung haben. Hätte ich mich für ein Studium verschulden müssen, ich wäre wohl wie mein Vater Werkzeugmacher geworden.

Gerade jene ohne starken Vermögensbackground würde mit einer Kreditfinanzierung der soziale Aufstieg damit noch schwerer gemacht, als er eh schon ist. Das wäre schlichtweg pervers.

Bildung ist schlicht und einfach eine staatliche Infrastrukturleistung – genauso wie eine gut ausgebaute Wasserversorgung. Gerade für ein Land wie Österreich (keine nennenswerte natürliche Ressourcen, sieht man einmal von der touristischen Landschaft ab) entscheidet sich Wohlstand und Zukunft dadurch, dass den jungen Bürgern eine möglichst umfassende (Aus)Bildung gewährt wird. Womit auch wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Leistungsfähigkeit einhergeht. Dies betrifft alle Felder in denen es möglich ist sich zu bilden.

Die Studienfinanzierung: Klar kosten Unis und FH´s Geld. Aber durch vermehrte Steuerleistungen und idR auch höhere „Produktivität“ besser ausgebildeter Menschen werden diese Kosten amortisiert (bei der rein ökonomischen Betrachtung). Zieht man hier noch gesellschaftlich-kulturelle Aspekte mit ein, so führt an einem freien Bildungszugang kein Weg vorbei.

Es ist nicht so, dass Unis nicht ordentlich finanziert werden könnten. Das für den tertiären Sektor zu wenig Geld vorhanden ist, liegt nicht an „zuvielen“ Studenten, sondern an einer falschen Budgetpolitik. Und ist es fair, wenn auch Kids reicher Eltern ein kostenloses Studium machen können? Natürlich ist es das. Unfair ist es jedoch, wenn deren Eltern zu wenig Anteil an der Finanzierung der Gesamtgesellschaft tragen. Unfair ist es auch, wenn bestimmte Gesellschaftsschichten übermäßig von der Gesellschaft profitieren (ein Beispiel: Agrarsubventionen) und zu Wenig für die Finanzierung einer Gesellschaft beitragen.

Ich studiere neben meiner Arbeit und zahle neben Lohnsteuern und Sozialversicherungsbeiträgen auch Mehrwertsteuern und sämtliche sonstigen Gebühren (das kann ich in diesem Ausmaß, da ich eben im staatlichen Bildungssystem und auch tw. aus Eigeninteresse Kenntnisse erworben habe, welche mir dabei helfen ein ordentlich besteuerbares Einkommen zu erzielen). Ich zahle das nicht einmal so ungern, wenn die Kohle für einen wichtigen Zweck wie z. B. der Finanzierung des Bildungswesens ausgegeben wird. Der Unterschied zwischen Brutto und Netto ist eben jener Beitrag den man aufwenden muss um das Netto erhalten zu können. Wir hätten wenige Probleme in der Finanzierung staatlicher Infrastruktur, wenn sämtliche Beteiligte der Gesellschaft ihren fairen Anteil leisten – sei es durch die Besteuerung von Erwerbsarbeit (die imo einen zu hohen Anteil trägt), Vermögen (die in Österreich lächerlich niedrig ist), Energie/Rohstoffe (müsste eigentlich schon lange ein ernsthafter Faktor sein) oder anderer geldwerter Vorteile.

Der freie Bildungszugang ist eine Illussion? Es ist vielmehr eine Illussion zu glauben, dass mit bildungspolitischen Rückschritten ein gesellschaftlicher Fortschritt möglich wäre.

@Tom
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Easy: Wir brauchen gut gebildete Menschen. Das ist volkswirtschaftlich sinnvoll und sollte politisch erwünscht sein.
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Soweit die gängige Begründung. Inwiefern, bezüglich welcher Studienrichtungen das bis zu welchem Ausmaß stimmt und ob der Vorteil auch denjenigen zugute kommt, die das vorfinanzieren, steht auf einem anderen Blatt.

Empirie brauche ich keine, denn ich lege mich nicht fest, im Gegensatz zu jenen, die das aktuelle System als umwegrentabel verteidigen.

In den USA gehen viel mehr Mittelschichtler studieren als bei uns. Und es gibt auch günstige Unis. Die größte Uni ist die Fernuniversität in Phoenix. In der amerikanischen Presse ließt man in letzter Zeit immer häufiger von Einzelschicksalen überschuldeter Absolventen. Die Amerikaner haben, wie beim Häuslbau auch, gedacht, dass sich die Investition auf jeden Fall lohnt und man gar nicht genug für das Studium ausgeben kann, weil sich alles doppelt und dreifach rentieren würde.
Nun setzt sich die Erkenntnis durch, dass es nicht unbedingt die prestigereichste Universität sein muß, bei der man für den Markennamen zahlt, aber keine bessere Bildung bekommt, als anderswo. Ich tippe darauf, dass die Preise demnächst purzeln werden. Die Amis sind nicht preisbewusst und denken nicht an langfristige Planung, also kann man von den Preisen dort nicht auf andere Kulturen schließen.

Deine Rechtfertigung des Gratisstudiums für alle schlägt sich im übrigen mit deiner Ablehnung des Gymnasiums. Bei letzterem ist es die ÖVP, die die staatliche Elite-Schule für Bürgerliche mit den gleichen Argumenten verteidigt.

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@Markus, peter:

Alle Empfänger von Subventionen oder Vergünstigungen, seien es privilegierte pensionierte Beamte, Bauern, Pendler, Unternehmen usw. zeigen auf die Reichen, die zur Finanzierung der jeweiligen Wohltaten herangezogen werden sollten.
Mit den Reichen kann man nur einen Bruchteil des Wohlfahrtsstaates finanzieren. Ein großer Sozialstaat braucht regressive Massensteuern. Und das Geld hat kein Mascherl. Niemand kann sagen, dass das Geld, das er bekommt ja eh nur von den Reichen stammt.

Noch was zu den USA. Wie ich schon oben erwähnt habe, halte ich es für falsch die Förderung von Studenten an günstige Kredite zu binden und damit junge Menschen in die Schulden zu treiben, sondern die Förderungen stattdessen direkt auszuteilen. Kritiker des aktuellen amerikanischen Systems glauben daher auch, dass die staatlich geförderten Studentenkredite für die Inflation bei den Studiengebühren verantwortlich seien.

**““Soweit die gängige Begründung. Inwiefern, bezüglich welcher Studienrichtungen das bis zu welchem Ausmaß stimmt und ob der Vorteil auch denjenigen zugute kommt, die das vorfinanzieren, steht auf einem anderen Blatt.“**

Wie oft muss man da noch sagen, dass da aber an fünfzig anderen Schrauben gedreht werden muss, bevor man das überhaupt erstmal evaluieren kann?

**“Empirie brauche ich keine,…“**

So hab ich mir das schon gedacht.

**“Deine Rechtfertigung des Gratisstudiums für alle schlägt sich im übrigen mit deiner Ablehnung des Gymnasiums. Bei letzterem ist es die ÖVP, die die staatliche Elite-Schule für Bürgerliche mit den gleichen Argumenten verteidigt.“**

Eine komplett falsche Analogie. Ich will ja auch keine Elite-Universitäten. (Im übrigen lehne ich weniger das Gymnasium ab, als die Hauptschule – wenn man das schon so zuspitzen möchte.) Es gilt für mich in beiden Bereichen aber konsequent: Die bestmögliche Bildung soll für ale gleichermaßen offenstehen – bei bestmöglicher Reduktion sozialer Hürden.

Ich schließ mich den anderen hier an: Hätte ich für mein Studium einen zigtausende Euro schweren Kredit aufnehmen müssen (statt nur zigtausende Euro an Lebenserhaltungskosten zu investieren ohne signifikante Ersparnisse aufbauen zu können), hätte ich mit Sicherheit nicht studiert. Ich hätte in der Folge wahrscheinlich auch weder begonnen dieses Blog zu führen noch als Journalist zu arbeiten. Und wenn du denkst, dass das ein Gewinn für die Gesellschaft wäre, dann ist das eben der Unterschied in unserer Weltanschauung.

**“Mit den Reichen kann man nur einen Bruchteil des Wohlfahrtsstaates finanzieren. „**
Es sagt ja auch keiner, dass nur die Reichen zahlen sollen. Drum ist das ein Ablenkungsmanöver.

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**”Empirie brauche ich keine,…”**

So hab ich mir das schon gedacht.
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Wo bleibt deine Empirie? Du tätigst Faktenbehauptungen. Ich bin lediglich agnostisch bzw. ungläubig und brauche daher keine Belege.

“ —– “
Eine komplett falsche Analogie. Ich will ja auch keine Elite-Universitäten.
“ —– “
Universitäten sind per Definition elitiär und die Förderung kommt zunächst jenen zugute, die jahrelang studieren.

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**”Mit den Reichen kann man nur einen Bruchteil des Wohlfahrtsstaates finanzieren. “**
Es sagt ja auch keiner, dass nur die Reichen zahlen sollen. Drum ist das ein Ablenkungsmanöver.

“ —- “

Das Ablenkungsmanöver ist nicht meines, sondern ich decke es lediglich auf.

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