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„A Gay Girl in Damascus“ ist ein Mann aus den USA

Das syrische Regime ist im Moment nach wie vor dabei, die Revolte im Land mit aller Gewalt nieder zu strecken. Eine besonders schöne Quelle, um sich darüber zu informieren, wie das aus der Sicht einer Oppositionellen aussieht, war das Blog „A Gay Girl in Damascus„. Vor allem mit der Geschichte eines heldenhaften Vaters, der seine lesbische Tochter Amina (die angebliche Autorin) mit einer rhetorischen Glanzleistung vor den reaktionären Staatsschergen beschützte, ließ das Blog über Twitter und Facebook bekannt werden. Auch ich habe diese Geschichte weiterempfohlen. Nun stellt sich heraus: Die Stimme aus Syrien ist ein Fake.

Ein amerikanischer Autor namens Tom MacMaster, der in Schottland studiert, hat sich die Figur von Amina ausgedacht. Er habe nicht geglaubt, dass dieses Projekt so groß würde und wollte nur auf Themen aufmerksam machen, die ihm wichtig waren, sagt MacMaster in einer Stellungnahme auf dem Blog. „Obwohl die Erzählerstimme fiktiv war, sind die Fakten auf diesem Blog wahr und nicht irreführend über die Situation [in Syrien]“, behauptet er dort.

Weitreichend könnten die politische Auswirkung sein. Das Blog dürfte nun als erschlagender Beweis des syrischen Regimes angeführt werden, wonach unangenehme Berichte von ausländischen Akteuren fabriziert würden. In einem Inteview über die Entdeckung seines Hoaxes bekundet der Autor sein Bedauern: „Ich bedaure, dass ich von der wahren Geschichte und den wahren Helden ablenke. Ich bin nicht wichtig“. Währenddessen sterben auf den Straßen des Landes täglich zahlreiche Menschen im Kampf um ihre Freiheit.

Von Tom Schaffer

ist Journalist, studiert Politikwissenschaft in Wien und ist der Gründer von zurPolitik.com, ballverliebt.eu und rebell.at.

14 Antworten auf „„A Gay Girl in Damascus“ ist ein Mann aus den USA“

ROFL
Dass du da drauf rein fällst, wundert mich nicht. 😉

Als ich von dem Fake gehört habe, hat’s mich schon bei der Schlagzeile vom Sessel grissen. (Lesbische, pro-westliche Freiheits-Bloggerin aus Damaskus) LOL.
Köstlicher Hoax. Perfekt auf die Zielgruppe zugeschnitten.

Aber, dass der Hoaxer es auch noch gut meinte, haut mich gleich noch mal vom Sockel.

http://damascusgaygirl.blogspot.com/2011/06/their-islam-and-ours.html

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Yet, at the same time, I have seen lots and lots of talk of how Islam and homosexuality, Islam and democracy, Islam and feminism, Islam and human rights, Islam and so forth and so on are incompatible.

But that never comes from actual Muslims, neither directly nor by implication.
[…]
Our Islam was diverse and beautiful. Our Islam was that of crowding into a mosque with people from all walks of life and feeling unity with them; of Eid prayers in America where immigrants from a hundred lands, children of immigrants, converts and reverts and so on and so forth … Our Islam taught that God had made us into nations so that we might learn from one another.
“ ====== “

ROFL!!!!!!
Der Blog ist ein (unfreiwillig) humoristisches Meisterwerk!

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Aber das ist ja nur die Spitze des Eisbergs. BHL, der laut eigener Sarkozy auf die Schnappsidee mit dem Libyen-Krieg, weil er bei einem kurzen Treffen persönlich gespürt haben will, dass die Rebellen in Bengazi gute Leute sind, hat letztens in Frankreich wieder geprahlt, dass er die Rebellen davon überzeugt hätte, Israel anzuerkennen. Er habe diese Botschaft dann persönlich an Benjamin Netanjahu überbracht. Nun, der Besuch bei Netanjahu wurde bestätigt, aber die Rebellen dementierten vehement, dass sie BHL geschickt oder irgendwelche Staaten anerkannt hätten.

Hier gibt es eine nüchterne, realistische Analyse des arabischen Frühlungs aus 1001er Nacht:

http://www.amconmag.com/blog/2011/06/10/this-is-a-struggle-for-power-not-arab-spring/

Wo warst du Genie denn vorher? Ich hab dich nirgends drauf hinweisen sehen, dass das alles ja gar nicht sein kann. Das Narrativ ist keineswegs unglaubwürdig, vor allem wenn mans nicht nach dem Aufdecken als Gscheitwaschler im Rückspiegel betrachtet, sondern es nur happenweise ohne die Kenntnis des Fazits mitbekommen hat.

Wer BHL ist und was diese Causa mit ihm zu tun hab, kann ich ebenso nur erraten. Die Analyse die du verlinkt hast, ist ein spekulatives Stück (allein die Einleitung, wo gleich mal versucht wird die „Arabischer Frühling-Theorie“ in die Nähe von irgendwas Kommunistischen zu stecken ist so grenzdebil durchsichtig) und auch nur ein Narrativ von den Geschehnissen, das sich hinterher entweder bewahrheiten wird oder nicht. Wer heute behauptet den genauen Ausgang der Ereignisse im ganzen arabischen Raum zu kennen, ist ein blöder Quacksalber.

1. Ich habe nicht behauptet, den Blog vor der Entlarvung gekannt und als Fake enttarnt zu haben.

2. BHL = Bernard-Henri Lévy. Das ist einer der einflussreichsten französischen Intellektuellen, 68er usw. Er hat Sarkozy zum Angriff auf Libyen überredet. Er hat mit dem Thema zu tun, weil er eben ein weiteres Beispiel westlicher Massen-Träumerei angesichts der arabischen Unruhen ist.
Der Mann hat irgendein Gespräch mit den Rebellen als offizielle Anerkennung des Staates Israel gedeutet und als Aufruf, dieses historische Ereignis höchstselbst der Welt und in Israel offiziell zu verkünden.
Auf der Einschätzung der Rebellen durch BHL beruht der Libyen-Krieg.

3. Den verlinkten Artikel hast du offenbar überhaupt nicht verstanden.

Leon Hadar erinnert an die zahlreichen und vielfältigen lokalen Unruhen, Aufstände, Bürkerkriege und Umstürze im Nahen Osten in den ersten Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg. Diese wurden von der Prawda stets mit großem Pathos als Kampf des freiheitsliebenden Proletariats gegen feudalistische, vom internationalen Kapitalismus gestützte Eliten gedeutet und bejubelt. Das war historisch betrachtet eindeutiger Unfug.

Hadar meint, dass die dramatische Darstellung der aktuellen arabischen Unruhenwelle als Kampf freiheitsliebender, pro-westlicher Liberaldemokraten sich historisch als ebenso schräg und vernebelt erweisen wird.

Der “A Gay Girl in Damascus“-Blog passt da als Beispiel gut ins Bild.

Eine besondere Chuzpe ist übrigens, dass der Blogger die westliche Islamkritik als westliche Konstruktion und Erfindung entlarven wollte, indem er sich selbst als liberaldemokratische Muslimin tarnte, um den Islam so darzustellen, wie er das gerne hätte.

http://damascusgaygirl.blogspot.com/2011/03/abortion-islam-and-catholic-church.html

Zur Abtreibung schreibt er: „Odd thing to me was that that’s the _islamic_ rule as well. Up to 40 days, perfectly legal, no harm no foul …“

In Wahrheit gilt Abtreibung im Islam generell als verboten. „no harm no foul“ ist sicher nicht die Sichtweise des orthodoxen Islam.

http://damascusgaygirl.blogspot.com/2011/04/my-hijab-my-choice.html

„And my hijab was, to me, the sign of my empowerment. I had been a scared little mouse before it; now I was bold and fearless, outspoken and forthright.“

und so geht das weiter mit den Wunsch-Klischees nach à la Karen Armstrong….

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Tom MacMaster hat nun eine ausführlichere Entschuldigung und Erklärung nachgereicht:
http://damascusgaygirl.blogspot.com/2011/06/apology-to-readers_13.html

„I’m also an argumentative sort and a bit of a nerd. I was involved with numerous online science-fiction/alternate-history discussion lists and, as a part of that process, I saw lots of incredibly ignorant and stupid positions repeated on the Middle East. I noticed that when I, a person with a distinctly Anglo name, made comments on the Middle East, the facts I might present were ignored and I found myself accused of hating America, Jews, etc. I wondered idly whether the same ideas presented by someone with a distinctly Arab and female identity would have the same reaction.
… So, I invented her … Amina came alive. I could hear her ‘voice’ and that voice and personality were clear and strong.“

Auf die Idee, dass nicht nur die Person Amina seiner unbändigen Phantasie entspringt, sondern auch seine Einschätzung des Islam und des Nahen Ostens Wunschdenken ist, kommt er nicht. Wenn Amina die wahre Stimme des Mainstreams der Muslime ist, warum ist es dann nötig, sie zu erfinden?

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Evgeny Morozov hat bei der nachträglichen Analyse der Unruhen im Iran festgestellt, dass ein großer Teil der „Quellen“ eigentlich im Westen saßen.

Ich habe ein sehr aufschlussreiches Posting gefunden, das die Motivation Tom MacMaster doch eher als perfid denn als gutmenschlich wohlmeinend entlarvt.

http://damascusgaygirl.blogspot.com/2011/05/pinkwashing-assad.html

„Having lived in both worlds, I can tell you this in all honesty; I have never once encountered any problem here on account of my sexuality that I would not have encountered were I straight as an arrow. I have never once been attacked or beaten or even screamed at for being a lesbian in an Arab land. On the other hand, I have had dung thrown at me in America for wearing a hijab, been attacked and struck by strangers for being an Arab …
So why pinkwashing? Others have brilliantly dissected the way this rhetoric has been used to turn gay rights into a weapon of imperialism, specifically in Palestine. (For those interested, read here http://www.pinkwatchingisrael.com/ or http://www.sfbg.com/politics/2011/02/16/queer-palestinian-activists-discuss-pinkwashing-and-more There’s a lot of great work being done on this). Liberals in the West are told not to criticize imperial wars or apartheid on account of those who are suffering ain’t as gay friendly as those who do the oppressing“

*****

Tom MacMaster scheint primär am Israel/Palästina-Konflikt interessiert zu sein. Ein Problem für die Pro-palästinensische Linke für ein „freies Palästina“ ist freilich die Freiheit, die Homosexuelle in Israel genießen im Vergleich zur Unterdrückung bis hin zu Folter und Todesstrafe in der muslimischen Welt und insbesondere in den Palästinensergebieten.

Also hat er eine lesbische Syrerin erfunden, um in ihrem Namen glatt zu behaupten, dass Homosexuelle in der arabischen Welt gar nicht diskriminiert würden. Die Amina-Person hatte er laut eigener Angabe schon vor langer Zeit offenbar zu diesem Zweck kreiert und auf Blogs und in Foren genutzt.

Mehr Postings dazu:

http://damascusgaygirl.blogspot.com/2011/05/some-further-thoughts-on-pinkwashing.html
http://damascusgaygirl.blogspot.com/2011/05/al-awda-der-judenstaat.html

Die Thematik finde ich grundsätzlich spannend, gebe jetzt aber etwas Konkretem den Vorzug: Im letzten Absatz steht: „Auch Oppositionelle fassen die Bevormundung von einem aus dem Westen als Affront auf.“ Und dazu ein Statement von einer Twitter-Userin.

Ich stoße mich echt am Wort Oppositionelle. Oppositionelle sind für mich Leute die politisch aktiv sind und tatsächlich etwas mit dem Land zu tun haben von dem der ganze Artikel handelt, also Syrien. Von Holland aus die Lage zu kommentieren gehört sicher nicht dazu. Salem lebt nach eigenen Angaben in Holland und ist in Sambia, Afrika geboren. Der einzige und sehr kleine Zusammenhang mit Syrien besteht darin, dass sie in Kairo studiert hat; halb Ägypterin ist und Ägypten wirklich liebt und es vor Syrien in Ägypten eine Revolution gab. Quelle: http://neocolonialthoughts.wordpress.com/about/ Wie viel ansonsten Ägypten mit Syrien zu tun hat, sei mal dahingestellt – befindet sich nicht mal am gleichen Kontinent.
Darum könnte man höchstens schreiben: „viele Twitter-User wie Sara Salem sehen das als Affront…“ Klingt zwar nicht so spannend wie Oppositionelle, dafür wäre es weniger dramatisch, wenn sich diese Person auch als Hoax herausstellen würde. (weil man ihr nie so einen Stellenwert eingeräumt gehabt hätte. ;-))

Viel interessanter als dieses Blog eines „Amateurs“ ist doch die Frage, ob nicht auch westliche Geheimdienste über Facebook, Twitter, Blogs (die üblichen Verdächtigen) bestimmte Strömungen steuern. Wundern würde mich, wenn sie es nicht machen würden. Was früher der gezielte Militärputsch war, könnte schon heute die Unterstützung einer Opposition via Internet sein. Wie schnell und sintflutartig sich Meinungen übers Netz verbreiten können ist uns allen wohl bekannt. Der Like-Button als politisches Instrument.

@Fabian
Ist ein richtiger Einwand, war aber eher nur eine Unachtsamkeit als der Versuch, besonders cool zu klingen.

@M__K
Das ist keine auf westliche Einflussnahme beschränkte Geschichte. Islamisten oder zum Beispiel auch europäische Rechtsextreme sind seit langem dabei, einen Kontext für ihre Interpretation im Web zu schaffen. Ist ein wichtiges Thema. Aber ganz so einfach, dass man einfach ein paar Kampfposter in Internetforen und Social Networks einschleust, startet man aber keine Revolution und verhilft ihr auch nicht zum Erfolg.

Wer aus der ehrenwerten Leserschaft etwas mehr über das von Dieter angesprochene Verhältnis des franzöisischen Philosophen Bernard-Henri Lévy, Sarkozy und dem Libyen-Krieg erfahren möchte, kann das Spiegel-Interview aus dem März 2011 online nachlesen:

Auszug: „Als ich nach Paris zurückkehrte, sagte ich zu ihm [Sarkozy], dass es ein Massaker geben werde, wenn Gaddafi nach Bengasi gelangen würde, und dass bei diesem Massaker auch die Trikolore mit Blut beschmutzt werden würde, die seit dem Vorabend über der Corniche wehte. Das hat ihn sehr bewegt. Es gibt diese emotionalen Momente, in denen selbst Staatsmänner sehr normal, sehr menschlich reagieren, in denen sie ein einziges Wort genauso rührt und bewegt wie jeden von uns.“

Interview „Westerwelles Tal der Schande“ http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-77745585.html

@Tom: Im Gegensatz zu Islamisten oder irgendwelchen rechten Gruppierungen haben aber gerade westliche Geheimdienste, vermutlich, den besseren Zugriff auf die direkte Internetarchitektur. Ich mutmaße hier ja selbst nur, aber wenn ich mir ansehe was bei Twitter gerade „Trend“ ist und wie lange und überhaupt (vgl. mit deinem Wikileaks-Artikel http://zurpolitik.com/2010/12/06/warum-ist-wikileaks-kein-trending-topic-bei-twitter/), dann kann man schon ins Grübeln kommen, wer da die Finger mit im Spiel hat und versucht in die „richtige“ Richtung zu lenken.

Wie gesagt, das sind alles Mutmaßungen, aber es ist vorstellbar. Zumal soziale Netzwerke in Zukunft ein immer wichtigeres Element in der Meinungsbildung werden. Bei „uns“ jüngeren Menschen haben sie die klassischen Medien längst überholt.

@M___K:
Wir haben jetzt 10 Jahre dilettantische, nutzlose, ja sogar allgemein selbstschädigende US-Politik im Nahen Osten erlebt. Man hat religiöse Bruchlinien im Irak völlig unterschätzt und geglaubt, die westliche Allianz würde als Befreier bejubelt werden. Und das hinterwäldlerische und feudalistische Afghanistan wollte man doch glatt im Handumdrehen einen liberaldemokratischen Nationalstaat verwandeln.

Die aktuellen Unruhen im Nahen Osten wurden weder vorher gesehen, noch weiß irgendjemand worum es da jeweils eigentlich geht und Pläne für diese Eventualitäten hat man auch keine in der Schublade gehabt. Obamas Versuche, Machtwörter zu sprechen, um den Verlauf der Ereignisse zu beeinflussen, sind nicht einmal ignoriert wurden.

Anti-Imperialisten können einfach nicht ertragen, dass niemand die Geschicke der Welt kontrolliert. Es handelt sich um eine säkulare Religion, deren Eiferer völlig faktenresistent sind.

Ein Geheimdienst ist sowas wie die ÖBB oder das Arbeitsamt ohne Beschwerdestelle, also noch ineffizienter.

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