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Landtagswahl Steiermark 2010 – Einige Worte

Das „Grüne Herz Österreichs“ schritt zur Stimmabgabe – Eine erste Analyse von Tom Schaffer

Die Analyse und folgenden Zahlen basieren auf dem vorläufigen Endergebnis. Die Wahlkarten müssten sehr radikal ausschlagen um noch viel zu ändern.

Wahlbeteiligung – vorläufig 64,2% von 966.000 Wahlberechtigten
Die Wahlbeteiligung wird sinken, es dürften aber noch ziemlich viele Briefstimmen (63.000 Karten wurden ausgestellt) hinzu kommen. Das wird das ein oder andere Detail ändern, nicht mehr aber die großen Trends verändern.

Regierungsbildung
Die Steiermark wird abermals eine Große Koalition oder eine Variante mit Beteiligung der FPÖ erleben.

Zwei Dinge beeinflussen die Verzerrung des Wählerwillens: Durch die Grundmandatsregelung erwirken nur 96,1% der Stimmen auch eine Mandatsunterstützung (BZÖ, PUMA, CPÖ schaffens nicht in den Landtag). Vorrangig rechte Stimmen fallen dadurch weg.

Unter diesen Stimmen gibt es – wenn man es so vereinfachen will – einen Gleichstand an linken und rechten Mandaten (SP/Grüne/KP und VP/FP mit je 28) bei minimaler linker Stimmenmehrheit (48,09% gegen 47,98%, 761 Stimmen Unterschied). Das Proporzsystem ist aber die zweite Hürde für die Regierungsbeteiligung. Wegen ihm erhalten nur SP, VP und FP einen Sitz in der Regierung.

Sollte sich im Landtag noch eine linke Mehrheit ergeben (die KPÖ spekuliert noch auf ein weiteres Mandat), könnte das eine schwarz-blaue Regierungsangelobung blockieren.

SPÖ – 38,4% -3,2%
Franz Voves ist der prominenteste rote Widerredner für Parteichef Werner Faymann. Verlieren tut die SPÖ auch in der Steiermark gemäß Bundestrend trotzdem (wenn auch weniger als zuletzt) aber der erste Platz wird gehalten. Trotz des Minuses erreichen die Roten ihr zweitbestes steirisches Wahlergebnis der letzten 25 Jahre. Schwerste Enttäuschung: In den obersteirischen Industriestädten ging es steil bergab, weil die eigenen Leute zum Teil in Massen nicht wählen gehen und zum anderen KPÖ/FPÖ wählen. In der ersten Reaktion lässt Voves erkennen: Er hält Integrationsprobleme für den Hemmschuh der Partei. Ich halte das bedauerlicherweise für ein Signal an die Blauen.

Bei den absoluten Stimmen sollte man sich an 2005 orientieren: 290.000 wählten damals Rot, 235.000* (ohne Wahlkarten) sind es diesmal.

ÖVP – 37,1% -1,6%
Die Volkspartei ist die große Verliererin der Wahl: Der angestrebte erste Platz wird anscheinend verfehlt und obwohl die Liste Hirschmann im Gegensatz zu 2005 nicht mehr antrat, verliert die Partei. Es ist das zweitschlechteste steirische Wahlergebnis für die VP in der Geschichte der Zweiten Republik. Ein gnadenloses Schönreden wird trotzdem probiert. „Ein ganz, ganz großer und toller Erfolg“, meint Landesparteichef Schützenhöfer, der von der „großen Sensation“ des Wahlsiegs träumt. Besonders fantasievoller PR-Sprech: Es sei eine „gnadenlose Aufholjagd“ gewense.

Um das absolute Stimmenpotential mit dem Ergebnis zu vergleichen würde ich mir das Jahr 2000 ansehen: 315.000 waren es damals, 227.000* diesmal.

FPÖ – 10,8% +6,2%
Wie zu erwarten: Die FPÖ kommt vom Desasterergebnis 2005 nach der Parteiexplosion und konnte damit nur dazu gewinnen. Das Ergebnis liegt allerdings unter dem von 2000 und ist weit weg von den über 17% der erfolgreichsten Haider-Jahre. Man bleibt eine Kleinpartei. Der große Erfolg mit dem zunehmend radikaleren Kurs bleibt für die Strache-Partei weiterhin aus, auch wenn die Partei das als Superduperwuhu-Sieg erfolgreich den Medien verkaufen wird. Ein skrupelloser Machtrausch der Großparteien kann den Blauen allerdings mehr Bedeutung verschaffen, wenn sie in die Regierung geholt werden.

Wie viele Stimmen eine rechtspopulistische Partei in der Steiermark machen kann zeigte die FPÖ 1995: 130.000 waren es damals, 66.300* diesmal.

Grüne – 5,3% +0,5%
Kleiner Erfolg mit schlechtem Beigeschmack für die Grünen: Trotz schlechtes Bundes-Omens und intensiver medialer Negativberichterstattung erreichen sie mit ihrem zweitbesten Steiermark-Ergebnis ein kleines Plus. Auch ein guter Spitzenkandidat kann allerdings nicht dafür sorgen, dass die Partei von den Verlusten von SP, VP und KP merkbar profitiert. Für die Regierungsbildung spielt sie wieder einmal keine Rolle. Das selbstgesetzte Wahlziel ist damit klar verfehlt.

Beachtlich: In Graz (wo es eine Schwarz-Grüne Regierung gibt) legen die Grünen deutlich zu – auch in absoluten Stimmen. Die ÖVP verliert dort.

In den Auftriebsjahren zur Jahrtausendwende (2000) erreichten die Grünen in der Steiermark 37.000 Stimmen. 32.000* diesmal.

KPÖ – 4,4% -1,9%
Ein achtbares Ergebnis für die Kommunisten, aber die Kaltenegger-Jahre sind vorbei. Interessant wären Wählerstromanalysen für Graz, es scheint als würden viele Stimmen von der KPÖ dort zur FPÖ wandern. Ideologischer Wahnsinn, der aber nicht unlogisch ist, da beide Auffangbecken für Proteststimmen sind.

BZÖ – 3% +1,3%
Für eine Parlamentspartei können die minimalen Stimmanteile nicht genug sein: Die orangen Jahre sind vorbei.

Von Tom Schaffer

ist Journalist, studiert Politikwissenschaft in Wien und ist der Gründer von zurPolitik.com, ballverliebt.eu und rebell.at.

30 Antworten auf „Landtagswahl Steiermark 2010 – Einige Worte“

Ich als Wählerin und politisch interessierte Frau sage zu dem Ergebnis: alles klar! Voves wird LH, Schützenhofer in Pension geschickt, der Drexler gleich dazu. Auch Kogler kann sich anschliessen, so eine Niete. Gratulation an die FPÖ, obwohl ich nicht für die bin.
Ich als Unternehmerin ergänze: eine Katastrofe für das bürgerliche Lager. Bitte erkennt doch endlich, dass wir echt dynamische Personen brauchen, keine ergrauten Aktenträger!

K.K.

so einen blödsinn habe ich selten gelsen. Der Autor meint die ÖVp sei der große Wahlverlierer, sie hat nur 1,5 % verloren im Gegensatz zur SPÖ die trotz Landhauptmannbounus 3,1 % verliert die SPÖ sind die großen Wahlverlierer, es stimmt schon die ÖVP hat verloren aber weniger als die SPÖ

@santana: gerne kannst du anderer meinung sein. das hier ist meine interpretation, ich denke sie ist gut begründet und deshalb bitte ich darum, dir worte wie „blödsinn“ zu sparen.

wie komme ich zu meiner analyse? ich halte nicht so viel davon, immer nur auf den vergleich zu den letzten wahlergebnissen und die veränderung der prozente zu schielen. ich interpretiere auch trends, potential und politische kultur hier mit rein.

hätte man mich vor einem halten jahr gefragt, hätte ich die övp klar auf platz 1 gesetzt, weil die steiermark einfach ein traditionell schwarzes und im kern konservatives land ist. für die övp ist das hier zwar ein relativ geringes minus, aber sie hat im vergleich zu vor zehn jahren etwa 80.000 wähler und 10% der gesamtstimmen verloren. es ist ihr zweitschlimmstes ergebnis in diesem bundesland. bei der letzten wahl war sie zerstritten und deshalb schwach. diesmal war sie einig und noch schwächer.

ich glaube in wahrheit hat heute keine partei einen großen grund zur freude, aber am wenigsten die övp. das ziel platz 1 wurde nicht erreicht, der landeshauptmannsessel ist in weiter ferne, ein markantes stimmenminus steht zu buche und man steht historisch gesehen miserabel da. die anderen haben wenigstens strohhalme, an die sie sich klammern dürfen.

die spö hat ein größeres minus und sicher kein super ergebnis. die probleme dahinter spreche ich eh an. aber sie ist zum erst zweiten mal in der geschichte des bundeslandes die stärkste partei und ihr minus in allen anderen bundesländern deutlich größer. ich halte das für beachtenswert und nehme es in die analyse auf.

auch das fpö-ergebnis halte ich für bescheiden und versuche das zu begründen. gerade einmal halb so viele menschen wie unter haider haben jetzt die blauen gewählt. 60.000 menschen weniger als vor 15 jahren ist eine beachtenswerte verkürzung (vor allem weils ja immer heißt, der nachwuchs sei so blau). da steht jetzt ein tolles dickes plus in den zeitungen, aber die partei war ja vor 5 jahren auch völlig am ende. wäre da kein plus dieser art gestanden, wäre das katastrophal schlecht für die partei gewesen. die partei hat immer noch klar weniger stimmen und prozente als vor der letzten wahl vor der spaltung.

willst du wissen, wie die wahl ausgegangen ist, dann reicht dir ein blick auf eine dieser schönen balkengrafiken. die spö ist erster, die övp zweiter, die fpö dritter, die grünen vierter, die kpö fünfter. ich versuche hier, das ergebnis einzuordnen, nicht es umzuschreiben. 😉

Interessante und gute Analyse. Den Strategen Schützenhöfer sollte man aber nicht unterschätzen. Er ist klarer Anhänger einer bürgerlichen Koalition, das hat er schon wiederholt herum posaunt: Die FPÖ als „Juniorpartner“ soll den Oppositionsbonus verlieren. Nach der Wahl ist vor der Wahl.

Wenn du schon so langfristige Vergleiche anstellst, müsstest du BZÖ+FPÖ zusammenrechnen. Das wären dann 13,8%, also nicht so weit entfernt von der Haider-Zeit.

Das BZÖ hat jedenfalls ganz ohne Haider dazu gewonnen und baut sich schrittweise als eigene Partei auf. Tot gesagte leben länger. Ich erinnere daran, dass 2005 der FPÖ der sichere Untergang bescheinigt wurde und der BZÖ eine blühende Zukunft. Damals vertrat ich die konträre Sichtweise.

Heute darf man das BZÖ nicht voreilig abschreiben. Ich schätze die Chance, dass diese Partei sich dauerhaft etablieren kann mit 50:50 ein.

@sz

bürgerlich ist an der fp aber schon gar nix. ansosnten stimmts natürlich, dass die vp sich als zweiter mit den blauen ins boot setzen könnte. dann kommts aber auch noch drauf an, ob sie die regierung überhaupt durch den landtag bringen. wie gesagt, die linke mandatsmnehrheit steht noch im raum.

@dieter
fpö und bzö zusammen sind auch noch einige zehntausend stimmen von der haider-fpö weg. fpö und bzö zusammen zu rechnen geht außerdem auch nicht mehr so einfach. auch wenn sie sich ähnlich sind, sprechen sie unterschiedliche spektren an. würden die sich vereinigen, würde ein strache den appeal an die övp-bzö-wechselwähler nicht haben. und getrennt ist es so wie es ist: das bzö vernichtet im moment rechtes stimmenpotential, weil es zu klein ist und ohne jegliche charismatische führung in aussicht.

und man darf nicht ganz vergessen: die beiden parteien zusammen sind heute viel schwächer als damals geeint, obwohl die övp sich zeitgleich runterlevelt. die vp hatte 1995 auch 50.000 stimmen mehr als heute. normalerweise profitiert das rechte lager von einer schwachen övp. (ich glaub das damals frisch entstandene lif das ebenfalls 30.000 stimmen hatte, muss man nicht reinrechnen)

es ging mir im endeffekt darum zu zeigen, wie schwach die strache-fpö zumindest außerhalb von wien eigentlich im vergleich zur haider-fpö ist. die 130.000 stimmen von damals wären eigentlich nicht das ende der fahnenstange gewesen, wären heute aber fast 22%. sie hat gerade mal die hälfte.

bei der nationalratswahl 1999 wählten 210.000 steirer die fpö. vor einem jahrzehnt hatte haider das fpö-potential in diesem bundesland also dreimal besser ausgeschöpft als strache heute. vor zwei jahren bei der NR-Wahl haben noch 130.000 menschen die fpö gewählt. selbst gegenüber den eigenen jüngsten ergebnissen, stinken die 66.000 wähler von heute also schwer ab…

selbst als die haider-fpö in der bundesregierung saß und einiges an oppositionsbonus und protestpotential verlor, erreichte sie im landtag in der steiermark 10.000 menschen mehr als die strachepartie heute.

und nochwas: heute dürfen fast 100.000 menschen mehr in der steiermark wählen, als vor 10-15 jahren.

schützenhöfer bezeichnet eine övp-fpö koalition „bürgerlich“. kurzmann sitzt übrigens ohnehin in der landesregierung und beansprucht das sozialreferat. das wird spannend. die linke mandatsmehrheit wird es nicht spielen, hat die kpö bereits vor der wahl gesagt.

was soll die kpö da sagen? wenns die mehrheit gibt, dann gibt es sie. ich kann mir schwer vorstellen, das kpö und grüne eine schwarzblaue regierung angeloben, bei der spö muss man natürlich schauen, welche dummheit ihr als nächstes einfällt ^^

Halte die Analyse für weitgehend richtig, wenn man die Anmerkung von Dieter noch miteinbezieht kann man das so lassen. 😉 Ähnlich wie Dieter nehme ich beim BZÖ eine leichte Konsolidierung wahr und sehe die Chance, dass sich die Partei doch etablieren könnte nunmehr bei 50:50. (Auch wenn ich das für bedauerlich hielte – ein pseudoliberales BZÖ dieses Zuschnitts wäre ein weiterer Stolperstein für die in Ö fehlende konstruktive liberale Kraft, die mit Nationalismus nichts am Hut hat und weder rechts noch links so ohne weiters einordenbar ist)

es geht nicht um eine regierungsbildung – die geht ohnehin nicht, weil nur die spö sitze in der regierung hat (4 von 9). aber eine linke landtagsmehrheit könnte schwarz-blau die angelobung verwehren. das wäre eine ziemliche erschwernis für schützenhöfer auf dem weg zu schwarzblau. rotblau ginge sich nämlich aus. das ist der größte umschwung den die wahlkarten meines wissens nach noch bringen könnten.

so ist es. aber es gibt im steirischen landtag keine linke mehrheit zur wahl des lh. dazu müssten sie nämlich gleichzeitig die hand heben, was nicht passieren wird. du bist ja ganz schön HARTNÄCKIG 😉
voves hat es sich mit der kpö nachhaltig verscherzt.
zum proporz: sollte im steiermarkkonvent abgeschafft werden. 2007.
siehe hier:
http://www.landeshauptmann.steiermark.at/cms/beitrag/10687750/5298585/
dann hat es sich die övp plötzlich anders überlegt oder vergessen oder so ähnlich.

@alle: mein Beitrag bezog sich auf Personen, Menschen, Charaktäre. Schützenhofer ist ohne Ausstrahlung, ohne echten Charakter, ohne Gefühl für die Situation. Fast alles an ihm ist gekünstelt.
Wenn zum Beispiel Kristina Edlinger-Ploder als Spitzefrau antreten darf, schauts sicher anders aus. Die ist authentisch, Mutter, zeigt Gefühl und Intelligenz.
KK

@sz die kpö-frau hat aber genau das vorhin im orf explizit gesagt, drum bin ich so hartnäckig, dass falls noch ein mandat zur kp wandert eine linke mehrheit da wäre um schwarzblau zu verhindern 😉 insofern geh ich davon aus, dass die blockade an den grünen und der kpö nicht scheitern würde. aber ich wollte das nicht so breitschlagen, es ging nur drum anzudeuten, dass schützenhöfer dieses problem noch haben könnte.

@Tom:
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fpö und bzö zusammen zu rechnen geht außerdem auch nicht mehr so einfach.
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Genau aus diesem Grund sind deine Zahlenspiele, speziell mit den absoluten Stimmzahlen nur begrenzt aufschlussreich. Den Haider kann man da schwer mit einberechnen.

Die FPÖ haben die Demographie auf ihrer Seite (Jungwähler). Das trifft, glaube ich auch auf die Grünen zu, die wahrscheinlich nur durch den Nachschub von Jungwählern gröberen Wahlschlappen entgehen.

Auch qualitativ ist die FPÖ nicht zu unterschätzen. Denen geht es um etwas und sie machen auch langfristig geplante Aufbauarbeit, während Jörg Haider sich nur auf die Inszenierung und den Wahlkampf konzentrierte. Das galt in den 90ern als modern und die Altparteien haben es ihm nachgemacht, weil es kurzfristige Erfolge bringt.

Der neue FPÖ-Comic zielt nicht unmittelbar auf den Wahlkampf ab, sondern um Heimat, Identität und Patriotismus langfristig zu besetzen:
http://www.hcstrache.at/2010/?id=80

Und während die SPÖ ihre alten und veralteten Arbeiterlieder entsorgt hat, setzt die FPÖ ganz bewusst auf das politische Lied.
http://www.youtube.com/watch?v=MVVIg2sAJUI
http://www.youtube.com/watch?v=ha_LNWw-1qY

Ich halte so eine qualitative Betrachtung für wichtiger, als die fluktuierenden Wahlergebnisse. Die ÖVP ist ja im Bund auch viel mächtiger als die SPÖ, trotz geringerer Stimmenzahl.
In der Politik geht es auch darum, ob man Themen setzen kann und ob diese Themen auch Rückhalt bei den eigenen Wählern haben, also ob die Partei auch eine offensichtlich legitimes Mandat hat.

Die Grünen waren meiner Meinung nach früher schlagkräftiger als unter Van der Bellen oder gar Glawischnigg.

Und die SPÖ nimmt eigentlich niemand inhaltlich ernst.

schaut euch doch einmal die gesichter an zb @presse: schützenhofer geht mit seiner frau wählen, er geht mit seiner frau vor die kammeras. gut. aber sonst sieht man ihn nie mit seiner frau. und seine frau sieht ihn nicht. das ist die grosse lüge dieser leute und sie merken es gar nicht.
aber die wählerinnen merken soetwas schon. also.
die kristina edlinger ploder zb nimmt sogar ihre kinder mit zu veranstaltungen – authentisch ebenm fleisch und blut, real.
will da nicht herumreden: aber wenn die övp steiermark nicht eine kräftige frau (von mir aus auch einen kräftigen mann – wo ist er denn?) aufstellt, dann gute nacht.

ja, genau das ist es was falsch läuft da, wie es in den nachstehenden tweeds von #stmk10 deutlich gesagt wird. daher: weg mit dem verlierer, bahn frei für neue gesichter!!
matpeins: sehr skurril, die ÖVP feiert das Wahlergebnis, fast wie eine Sekte #stmk10
oder
schaffertom: Unglaublich wie peinlich die ÖVP das Ergebnis schönredet. „Bin im 7. Himmel“ – Schützenhöfer. #stmk10
oder
Coppelius: #oevp hat eins gelernt je lauter man jubelt umso eher kann man den fragen nach der niederlage ausweichen #zib2 #stmk10 #orf

@sz: mittlerweile merke ich, dass das sowieso egal ist. es scheint erstens sehr unwahrscheinlich, dass das passiert und das wandernde mandat käme zweitens von der spö und würde nur rotblau verhindern. schwarzblau hat ja bereits jetzt keine mehrheit im landtag. rotschwarz und rotblau sind die einzigen möglichen varianten die mehrheit in regierung und landtag vereinen.

@karla – ob der schützenhöfer mit seiner frau dings oder dangs, das interessiert mich eigentlich genau gar nicht.

@dieter – eben weil nicht nur die wahlergebnisse sondern auch der einfluss einer partei auf den politischen diskurs wichtig ist, muss man die wahlergebnisse richtig einordnen. die fpö soll man nicht ignorieren, aber sie ist kleiner als sie gemacht wird. sie erreicht 1 von 10 wählenden steirern, eine menge davon protestwähler – sie vertritt keine tonangebende mehrheit.

ihr versagen beim ausschöpfen ihres potentials ist der trend bei allen wahlen der letzten jahre. trotzdem gilt immer noch die deppenweisheit, nur die fpö nähme die sorgen der menschen ernst genug und müsste demnach kopiert werden. und aus dieser unwahrheit heraus springen die einen politiker plötzlich in der disco herum und schrein die anderen nach schärferen asylgesetzen.

die kleine zeitung titelt gerade „nun hängt alles an der fpö“. WTF? die fpö ist eine bessere kleinpartei die mit einem radikalen wahlkampf wieder einmal weit unter ihren möglichkeiten abgeschnitten hat und ihr plus einzig und allein ihrer selbstverschuldeten zerstörung 2005 zu verdanken hat, den „königsmacher“ können nur die großparteien aus ihr machen.

bezüglich faktor jungwähler: övp (32) und spö (33) erreichen da doppelt so viele stimmen wie die fpö (16) und dreimal so viel wie die grünen (11). das ist etwas mehr als in älteren wählerschichten. auch da ist die frage des images meiner ansicht nach wichtig. strache steht bei den jungen längst nicht so gut da, wie es medial dauernd gehandhabt wird, obwohl er sie aggrassiv umwirbt (und er wird auch nicht mehr jünger und cooler). mit solchen klischees schafft man im blödesten fall noch selbsterfüllende prophezeihungen.

mit weniger stammwählern wird der politische wettbewerb wichtig, das heißt aber nicht, dass plötzlich alle jugendlichen so wenig probleme mit rassismus haben, dass sie die fpö wählen würden. im gegenteil: gerade die hohen antipathiewerte sind auf lange sicht ein großes problem für die fpö. keine andere partei dürfte so viele überzeugte junge nichtwähler haben, wie die blauen.

@tom „keine andere partei dürfte so viele überzeugte junge nichtwähler haben, wie die blauen.“

das gilt nicht nur für die jungen, sondern für alle. ich halte es schon längere zeit für eine schwäche unseres wahlsystems, dass man präferenzen (und damit auch antipathien) nicht zum ausdruck bringen kann. warum sollte eigentlich die überwiegende meinung der bevölkerung, eine partei auf keinen fall in der regierung haben zu wollen, nicht auch in eine entscheidung einfliessen?

es wäre als umfrage mal interessant, was zB herauskommen würde, wenn alle eine sympathie- und eine antipathiestimme abgeben würden. sympathie zählt als 1+, antipathie als 1-. die mandate werden dann unter jenen parteien aufgeteilt, die unterm strich mit einem sympathieplus abschneiden.

@dieter:
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fpö und bzö zusammen zu rechnen geht außerdem auch nicht mehr so einfach.
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Die Wählerstromanalyse von SORA zeigt etwa, dass das BZÖ die meisten Stimmen an die FPÖ verloren hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein BZÖ Wähler auch FPÖ wählt ist vier mal so gross, als dass ein BZÖ Wähler etwa SPÖ, Grüne etc. wählt.

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Der neue FPÖ-Comic zielt nicht unmittelbar auf den Wahlkampf ab, sondern um Heimat, Identität und Patriotismus langfristig zu besetzen..
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Sehe ich auch so. Die qualitative Betrachtung zeigt, dass die „neue“ FPÖ ein langfristiges Ziel mit kurz- und mittelfristigen Ergebnissen hat. Getreu der Maxime „Wer die Jugend hat, dem gehört die Zukunft“ zielt der Inhalt des Comics weit über den Wahltag hinaus ins Herz der zukünftigen Wähler. Eine grauenvolle Vorstellung, wenn diese Menschen in 10-15 Jahren ihr Geschichtsverständnis aus einer Kindheitserinnerung an diesen Comic speisen.

Das bleibt den Strategen der anderen Parteien natürlich nicht verborgen, nur haben sie dem nichts entgegen zu setzen.

Kulturelle Identität ist definitiv ein Thema, das von den anderen Parteien massiv missachtet wird, womit wir wieder bei der qualitativen Betrachtung und der Wertefrage wären…

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Die Wählerstromanalyse von SORA zeigt etwa, dass das BZÖ die meisten Stimmen an die FPÖ verloren hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein BZÖ Wähler auch FPÖ wählt ist vier mal so gross, als dass ein BZÖ Wähler etwa SPÖ, Grüne etc. wählt.
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Das sind aber auch Vergleichswerte zu einer anderen Zeit. Das BZÖ 2005 hatte noch überhaupt kein Profil. Es war eine neue, idente Partei zur FPÖ und an ihrer Spitze stand Jörg Haider, der auch wenig Grund zur Unterscheidung gab. Ich behaupte ja, dass das BZÖ und die FPÖ HEUTE unterschiedliche Spektren ansprechen, auch wenn sie natürlich nach wie vor nicht grundverschieden sind.

Indiz dafür: In der Wählerstromanalyse hat das BZÖ (von heute) zwar Leute an die FPÖ abgegeben, aber praktisch keine FPÖ-Wähler (von damals) bekommen – obwohl es gewachsen ist. Das deckt sich mit meiner Interpretation.

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Kulturelle Identität ist definitiv ein Thema, das von den anderen Parteien massiv missachtet wird, womit wir wieder bei der qualitativen Betrachtung und der Wertefrage wären…
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Auch das ist ein Teil der „Nur Strache versteht die Leut“-Märchen. Die SPÖ schwächelt auf diesem Gebiet etwas. Aber wer mal auf dem Land in einem Zeltfest war, weiß dass die ÖVP dort Hausherr auch bei den Jungen ist. Und wer in ein Studenten- oder Alternativlokal geht, der weiß, dass da die Grünen dominieren. Die FPÖ wirkt halt bei den Lehrlingen und in der 1 Euro-Disco und damit in klassischen SPÖ-Wählerschichten.

Zu deiner linken Mehrheit… Die KPÖ Steiermark Frontfrau in einem Interview, das morgen erscheint meint:
„Sollten ÖVP und FPÖ also das Abenteuer wagen, ohne parlamentarische Mehrheit die Landeshauptmannfrage einer Entscheidung in ihrem Sinne zuzuführen, dann würden wir für Voves stimmen. Denn eine Stimmenthaltung würde in diesem – zugegeben unrealistischen – Fall, die Mehrheit für den Bürgerblock bedeuten. Das sind wir unseren Wählern einfach schuldig. Wer KPÖ gewählt hat, wird ganz sicher nicht Schwarz-Blau wollen.“

Das Erklärungsmodell mit Zeltfeste – ÖVP, 1 Euro Disko FPÖ, überzeugt mich nicht, da zu pauschal.
Ich habe ja auch nicht behauptet, nur Strache versteht die Leut‘. Strache bedient die kulturelle Identität, mindestens genau so gut wie die VP in Vorarlberg, Niederösterreich, Oberösterreich. Das ist eben die Domäne der Vertreter Wert erhaltender Ideologien.

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