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Offener Brief an die Audimax- und C1-BesetzerInnen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir besetzen das Audimax nun bereits den neunten Tag. Viele von uns sind müde und gerade haben wir den Erfolg hinter uns, eine der größten österreichischen Demos des Jahrzehnts auf die Beine gestellt zu haben. Da fällt Spannung ab, da ist es nötig, sich langsam wieder auf Neues zu konzentrieren. Wir sollten nicht in einen Wahn verfallen, bei dem wir uns an jedem Tag zu übertreffen versuchen. Nur mit der nötigen Gelassenheit kommen unsere Erfolge. Verkrampftheit schwächt uns.

Nehmen wir uns einen Tag zum Durchschnaufen, wenn wir müde sind. Der Protest funktioniert im Großen und Ganzen sehr gut. Aber es ist klar, dass manche etwas Zeit für sich und Rast brauchen. Niemand kann uns daran hindern, diese Zeit zu beanspruchen. Gut, dann funktioniert die Infrastruktur halt einmal für einen Tag nicht so gut. So what? Dann müssen die Medien halt einmal zwei Stunden auf eine Entscheidung warten. Das eine Mal, wo sie dann vielleicht auf uns verzichten, wird uns nicht umwerfen. Längst hat unser eigener Stream genug Einschaltquoten um massenhaft Menschen zu mobiliseren. Längst haben wir neben unserer Uni auch unsere eigene Öffentlichkeit geschaffen.

Die 40 oder 50.000 Menschen kamen nicht wegen den Medien, sondern wegen unserer Sache.

Ich halte es für wichtig für die Bewegung, dass die Menschen hier nicht übermüdet sind und dann wegen Kleinigkeiten aufeinander losgehen. Aus Müdigkeit folgt Unzufriedenheit, aus Unzufriedenheit folgt Kleingeistigkeit. Es ist genau das, was wir hier bekämpfen. Es ist unsere Offenheit, Besonnenheit und Gemeinsamkeit, die uns stark macht und vor der die Politik so sehr zittert.

Wir sind viele. Aber wir sind nicht so viele, dass wir den Hörsaal C1 besetzen sollten. Was bedeutet die Besetzung eines Hörsaales für uns? Es bedeutet einen Raum zu befreien – für Austausch, Diskussion, Treffen, Feiern, Entspannung und der Gemeinsamkeit. Dieser Raum ist das Audimax. Hier können wir all das tun. Der Sinn der C1-Besetzung erschließt sich mir nicht. Ich rufe die Leute von dort auf, wieder mit uns zusammen zu kommen.

Alle Besetzungen die über diese Bedürfnisse hinausgehen, sind das was uns manche unserer Kommilitonen und Kommilitoninnen zu unrecht vorwerfen: Pures Blockieren. Wäre man fies, könnte man es auch Dekadenz nennen. Unsere Besetzung ist doch eine Befreiung, kein Trotz.

Es ist eine irrsinnige Belastung für unsere Bewegung, innerhalb von wenigen hundert Metern an derselben Universität zwei komplette Infrastrukturen aus dem Boden zu stampfen. Zwei Küchen. Zwei Plenarsäle. Zwei Technikabteilungen. Zwei Kommunikationsabteilungen. Das bindet Kraft und kostet Zeit, die wir uns nicht selbst nehmen sollten. Holt die Leute zurück.

Dies ist unser Raum. Und damit er das sein kann, muss man Kompromisse eingehen – die aber nicht wirklich weh tun müssen. Im C1 ist Rauchverbot und er ist deshalb auch weniger anstrengend. Es sollte nicht so sein, dass Nichtraucher nach über einer Woche Besetzung bereits einen Raucherhusten entwickeln. Nehmt Rücksicht. Geht nach draußen wenn ihr zwischendurch rauchen wollt. Setzt euch auf die Galerie, wenn ihr es den ganzen Abend tun möchtet.

Es geht mir nicht darum jemandem etwas zu verbieten. Wenn Rauch etwas angenehmer und vor allem nicht schädlich und auf Dauer kraftraubend wäre, könntet ihr meinetwegen alles zunebeln. Aber ich kenne Menschen, die deshalb nicht oder selten hierherkommen und die deshalb nicht hier übernachten, weil sie es nicht vertragen oder aushalten. Es geht doch darum einen Raum zu haben, in dem sich alle wohl fühlen können.

Es ist auch nicht nötig für Partys auszuweichen. Sie gehören zu unserem Protest dazu und sollten nicht aus unserem gemeinsamen Raum ausgegrenzt werden. Es ist nicht verwerflich, dass es sogenannte „Party-Touristen“ gibt. Nicht alle sind dazu geschaffen, politische Aktivisten zu sein. Wer hierher kommt, unterstützt uns damit auch bereits. Es gäbe andere Orte in Wien um zu tanzen. Wer hier tanzt, gehört zu uns.

RSS-FeedSolange diese Personen sich an zwei Dinge halten.
Erstens: Die Verantwortung, dem Protest nicht zu schaden – etwa durch Vandalismus an UNSERER Uni oder eine sonstige grauenhafte Außendarstellung.
Und zweitens: Die Verantwortung, am Ende noch einmal 5 Minuten mit anzupacken um den entstehenden Mist zu beseitigen.

Sich nicht aus der Verantwortung zu stehlen, sondern Solidarität zu zeigen damit es alle gut haben. Das ist das ideologische Grundgerüst unserer Bewegung.

Danke.

Von Tom Schaffer

ist Journalist, studiert Politikwissenschaft in Wien und ist der Gründer von zurPolitik.com, ballverliebt.eu und rebell.at.

27 Antworten auf „Offener Brief an die Audimax- und C1-BesetzerInnen“

Der Hörsaal C1 ist der zweitgrößte Hörsaal der Uni Wien. In den 2 Tagen der C1-Besetzung (inkl. der ersten „Blockierung“ nach der IE Hörerinnenversammlung) waren bereits 2 mal Vertreter des Rektorats hier, um über eine Freigabe zu Verhandeln, ein mal Vizerektorin Schnabl höchst persönlich! Das beweist, dass dieser Raum für die Uni wichtig ist, dass es der Uni weh tut! Die Besetzung des C1 versteht sich nicht als Konkurrenzveranstaltung zum Audimax, sondern hilft entscheidend mit, zusätzlichen Druck auf das Rektorat auszuüben! Das ist, meiner Meinung nach, im Interesse der gesamten Bewegegung.

Danke für diesen Artikel. Du bringst darin viele Dinge zur Sprache, die dir, mir und ich denken vielen anderen als wichtig erscheinen. Schließe mich deinem Aufruf an!
Lukas deine Replik hingegen kann ich nicht nachvollziehen.
Vorallem wenn du schreibst „dass es der Uni wehtut“, „dieser Raum für die Uni wichtig ist“. Ja es tut der Uni weh, und damit uns! Ja, dieser Raum ist wichtig für die Uni und damit uns! UNSEREUNI ist soweit ich mich erinnere
das Schlagwort dieser Bewegung.Deshalb sollte vollkommen klar sein, dass es gewährleistet sein muss auch den regulären Vorlesungsbetrieb aufrecht zu erhalten! Damit steht und fällt dieser Protest! Den Raum für einen etwas anderen, „autonomen“ Vorlesungsbetrieb und Veranstaltungen aller Art haben wir uns, wie Tom schon anmerkt, eben bereits erkämpft. Und die Idee Druck auf das Rektorat ausüben zu wollen, ist absurd. Auch wenn das Rektorat nicht mit allen unserer Forderungen einverstanden ist, unterstützt es mit Sicherheit die große Klammer, die wie ich finde diesen Protest zusammen hält, nämlich „mehr Geld für Bildung“. Ist somit auch irgenwie Teil UNSERERUNI oder zumindest meiner. Außerdem hat das Rektorat nur sehr beschränkte, bzw. gar keine Möglichkeiten etwas zu unseren gunsten zu verändern.
Also bitte den C1 spätestens nach dem Wochenende freigeben!

unsere Bewegung? was für eine Bewegung? Bisher gibt es einen ausgebauten Protest. Von einer Bewegung zu sprechen find ich persönlich schon ein bissl weit her geholt.

Aus langer ÖH-Erfahrung (hab ja auch mal studiert), kann ich sagen: Das wird ziemlich spurlos am Minister abgleiten. Auch die Öffentlichkeit hat nur wenig begeisterung für sowas übrig. Besonders die Bilder im TV (mehr Party als sonstwas) haben mehr geschadet als genützt.
Eines war aber gut an der Sache: Die ÖH hat gemerkt, dass es auch ohne sie geht und etwas tun muss um die Studenten würdig zu vertreten.

@saibot: es bringt nichts wenn du uns hier erzählst was wir eh schon wissen 😉 es wäre schön wenn du deine meinung hier vertrittst und nicht die der Kronenzeitung 🙂 Also was sagst du zu dieser Bewegung? Gut? Notwendig? Erfolgreich? Konstruktiv?

Ich teile saibots Einschätzung übrigens nicht unbedingt. Der Öffentlichkeit ist zu einem doch großen Teil klar, dass die Bedingungen an den Universitäten schlimm sind und wir ernten mehr Verständnis als das bei Studierendenprotesten normalerweise der Fall ist. Und was ich noch immer nicht ganz verstehe: Was ich in der Krone mittlerweile zumindest online lese, ist auch nicht gerade negativ. Die Print hab ich Zeit des Protests nicht in die Finger bekommen.

Ich habe manchmal das Gefühl, dass es vielleicht einige (wenn auch nciht die Mehrheit sind), die die Blockaden wirklich nur aus Trotz(kismus) machen, die nicht aus Uni-Gründen sondern weil sie unbedingt revoluzzen wollen besetzen… Hoffentlich habt ihr in Wien diese Kräfte im Griff.

es würde mich sehr freuen, wenn folgende Punkte aus deinem Artikel heute zur Abstimmung im Audimax kommen bzw. disskutiert werden.

– Auflösung der Besetzung im C1
ich bin auch der Meinung, dass es zu viel Kraft
kostet und der Bewegung auch dadurch schadet, da
wir noch mehr Leute gegen uns aufbringen.

– generelles Rauchverbot, nicht nur während des Plenums;
die Galerie kann Raucherbereich bleiben

was die von SashaP erwähnten Kräfte angeht, muss ich sagen dass sich diese primär im C1 aufhalten bzw. aufgehalten haben… da wird nur noch alles was nicht revolutionär ist niedergebuht!!! was meiner meinung nach nichts basis- geschweige denn demokratisches an sich hat!!!

erstmal danke für diesen offenen brief und die offenen worte. ich stimme dir insofern zu, als dass dieser protest wahnsinnig anstrengend ist und energie kostet. dennoch würde ich nicht unbedingt einen zusammenhang mit der besetzung des C1 sehen…

ja, natürlich ist die besetzung zwei so großer räume auch anstrengender als sich auf einen zu konzentrieren. ich glaube aber, dass die ausweitung der besetzung einen wichtigen aspekt unseres protestes darstellt. für mich stellt sich vielmehr die frage WIE dieser neue, zusätzliche hörsaal genutzt werden soll.

während im audimax verschiedenste, zum teil sehr laute, veranstaltungen stattfinden und hier – aufgrund der nähe zur volxküche und zur presse AG ein zentrum entstanden ist, könnte man den C1 für ruhigere aktivitäten verwenden. er ist groß genug um verschiedenen arbeitsgruppen tagsüber raum für konstruktive arbeit in ruhiger atmosphäre zu geben. er ist rauchfrei und damit ein ort, an dem gelernt, gelesen, diskutiert usw. werden kann, ohne krampfartige hustenanfällen zu erleiden. er ist vor allem aber auch ein symbol.

das plenum sollte sich natürlich überlegen, wie es weitergeht und ob die besetzung beider posten auf dauer zielführend ist. jetzt steht allerdings erstmal ein weiteres langes wochenende ins haus und mindestens so lange sollte keine aufgabe der besetzung des C1 zur debatte stehen.

ich glaube, wir haben die nötigen energien und ressourcen für beide räumlichkeiten. es geht daher imho um eine effiziente nutzung unserer möglichkeiten!

@Stefanie ich denke, wenn man sich die letzten 2 tage kritisch ansieht, sind bei vielen leuten die wichtig sind für die uniwien-besetzung deutliche zeichen von müdigkeit zu sehen. darunter leidet auch die qualität des plenums, das unser herz und dank dem livestream wiederum unser wichtigstes kommunikationsinstrument ist.

diese leute müssen einfach entlastet werden, damit sie überhaupt guten gewissens schlafen gehen können. und ich sehe nicht, dass es aktuell gerade neue zuströme gibt, sondern die vorhandenen personen sich auch noch aufteilen. deshalb wäre mein vorschlag den c1 aufzugeben. von dort hört man ja immer wieder auch noch aufrufe, dass doch bitte leute aus dem audimax hinkommen mögen. man versucht also leute aus dem zentrum des österreichweiten protests abzuziehen.

aber nicht nur sind leute müde, die wirklich viel wichtige arbeit leisten – auch für aktionen außerhalb der uni (etwa solidaritätsdemos mit gewerkschaften oder aktionismus) wäre momentan fast niemand da – so etwas wäre aber wichtiger als ein lern- und lesesaal. wir müssen auch mit den menschen außerhalb sprechen und uns nicht abgesonderte sprengel schaffen.

für arbeitsgruppen, lern- und lesebedrüfnisse gibt es auch hörsäle und orte an der uni selbst. man kann auch in der bibliothek oder im hof lernen – muss dafür nicht unbedingt was besetzen…

@ Tom

ich gebe dir ja völlig recht mit deiner beobachtung einer übermäßigen müdigkeit und bin auch vollkommen bei dir, wenn du sagst, dass dagegen etwas unternommen werden muss.
ich sehe allerdings ein zentrales problem viel eher darin, dass v.a. sehr engagierte leute sich selbst keinen schlaf gönnen oder sich selbigen verordnen lassen. à la „ohne mich bricht alles zusammen“ wird hier bis zum umfallen geschuftet – egal ob der C1 zusätzlich besetzt ist oder nicht.
(auch) diesen umstand sollten wir im auge behalten und versuchen die situation zu ändern.
nur ausgeschlafene menschen können bestmöglich am protest mitwirken.

Erstens: alle unsere Artikel auf unseruni.at unter Uni Wien Hörsaal c1 am Campus und hier nochmal kurz zusammengefasst!

DER C1 steht nicht in Konkurrenz mit dem AUDIMAX! Wenn dort zu wenig Leute sind werden wir kommen. Wir sehen es auch als wichtiger an den Audimax zu halten! VERSUCH UNS NICHT AUSZUSPIELEN WIR GEHÖREN ZUSAMMEN!!!
Zudem wird jeden Tag neu beschlossen ob der C1 gehalten werden soll. Mein Lieber das ist doch das Schöne an der Basisdemokratie. Wir müssen und nicht festnageln lassen, auch nicht von dir, sondern wir entscheiden jeden Tag neu. Darum sind wir auch so unberechenbar und darum sind wir auch am Tag 10 noch da!

Warum es jetzt sehr wichtigig ist den C1 zu halten, kurz zusammengefasst:

– Zweitgrößter Saal tut der Uni Wien weh!

– Vorallem aber finden sich hier Studierende ein, die sich hier „zuhause“ fühlen, nämlich jene die Vorlesungen am Campus haben und nicht im Audimax.

– Du warst noch nicht im C1 sonst würdest du das wissen: Hier ist es sehr viel ruhiger und gemütlicher. Hier sind vorallem Studierende die sich nach dem anstrengenden Protest bzw den anstrengenden Plenas im Audimax ausruhen möchten. Viele kommen auch nur zum Schlafen.

– Es sind viel Studierende hier die Lernen möchten. Wir geben ihnen Raum, Ruhe, Kaffee und Kuchen. Nach dem Motto: Lernen und Protestieren! Anwesendheit genügt!

– Wir verstehen uns als Erweiterung des Protests und wollen Strukturen aufbauen um die Besetzung des Audimax unterstützen. Der C1 soll ein Rückzugsraum für die Protestierenden sein! Es gibt eine Chill Out Lounge mit Sofas, Infotisch, einige AGs, eine Volxküche, einen Wuzler und Kaffee. Wir möchten vermehrt ein ruhigeres Programm bieten. Viele Studierende die am Protest teilnehmen wollen und trotzdem lernen müssen sind bei uns gut aufgehoben.

– Wir sind nicht soviele dass wir den Audimax erheblich schwächen. Glaub mir wir sind um einiges weniger Leute als im Audimax, das ist nicht vergleichbar. Aber mach dir keine Sorgen, wir stehen in engem Kontakt zu unserem großen Bruder!:D

– Raum für Treffen von größeren Gruppen:
Wir landen alle Interessierte sowie Studierende, Lehrende der Fakultäten am Campus ein um bei uns vorbei zu schauen. Wir wollen ihnen gerne Raum zur Selbstgestaltung geben! Hier im C1 möchten das Plenum auch Studienrichtungsvertretungen und ihren Studierenden Raum geben um ihre Forderungen detailliert auszuarbeiten, damit diese weitergeleitet werden können! (So wie gestern den Studierenden der Kunstgeschichte!) Auch Schülerinnen und Lehrenden bieten wir Raum!

Zu dir und deinem Artikel:
Deine letzten Zeilen beweißen das du dich noch ein wenig gründlicher mit der Thematik auseinander setzen musst: Bezüglich des Rektorats! Vizedirektorin Schnabl war definitiv nciht auf der Seite der Studierenden. Ebenso wenig wie der Herr Rektor.

Was sie machen können fragst du? Sich mit uns solidarisch erklären und mit uns gemeinsam kämpfen! Haben sie bis jetzt nicht getan!!!

Was können sie noch machen können, wenn sie dass schon nicht tun?
Das Rektorat ist für viele organisatorische Probleme definitiv der richtige Ansprechpartner, mein Lieber!!!
Beispielsweise: Die Anmeldeproblematik, das Univis-Online Anmeldesystem, Geldverteilung, Studieneingangsphase, Lohnverträge der Lehrenden, und auch Bereiche der freien Wahlfächer, Erweitungscur., ETC ETC fallen ABSOLUT in ihren Verantwortungsbereich!

Lasst und den Audimax und den C1 halten, sowie alle anderen Unis in Österreich! Gemeinsam schaffen wir es!

A. Ich spiele überhaupt niemanden aus – ich bin seit Tag 1 der Besetzung dabei und das mit einer Ausnahme jeden Tag viele Stunden. Wenn ich nicht da bin (was passiert wenn ich arbeite, Seminare besuche oder wirklich Erholung brauche), läuft bei mir der Live- und Twitterstream.

B. Ich nagle niemanden fest, sondern schlage das vor, was ich für sinnvoll halte. Es gibt da keine Notwendigkeit mich über Basisdemokratie aufzuklären und damit zu suggerieren, ich würde hier eine Vorgehensweise zu diktieren versuchen. Basisdemokratie beinhaltet, dass man das Verhalten anderer auch kritisieren und hinterfragen kann.

C. Auch der Vorschlag, ich solle mich intensiver mit der Thematik auseinandersetzen ist ziemlich frech. Das Rektorat ist insofern auf unserer Seite, als dass es von Beginn an nicht nur immer wieder Verständnis für die Anliegen äußert, sondern auch davon absieht die Hörsäle räumen zu lassen. Natürlich könnte es noch aktiver für uns kämpfen. Natürlich ist es bei so manchem Missstand auch verantwortlich. Aber zumindest will Winckler jetzt ins Plenum kommen.

Du darfst gerne über alles was ich sage anderer Meinung sein, aber arrogante Flappsigkeiten, die mir Ahnungslosigkeit oder spalterische bzw. autoritäre Absichten unterstellen sparst du dir bitte. Genau das hat nämlich einen spalterischen Effekt in dieser Debatte.

D. Wenn ich schlafen will, mich vom Protest erholen oder lernen möchte, dann kann und sollte ich auch nach hause gehen. Wir besetzen doch bitte für gemeinsame Zwecke. Lernen kann ich überall auf der Welt. Es muss für all das wirklich nicht der zweitgrößte Hörsaal der Uni Wien sein. Und diskutieren tun wir im Audimax. Dafür haben wir es doch überhaupt.

Wenn ich eine größere AG habe, die etwas besprechen muss, dann tuts ein kleinerer, näherliegenderer Hörsaal ebenfalls. Für Institutsversammlungen werden die entsprechenden Gruppierungen auch so Raum finden.

E. Ich habe mehrfach Aufrufe gelesen, dass Leute aus dem Audimax in den C1 kommen sollen. Und das finde ich gerade angesichts der momentan etwas dünnen Personaldecke wirklich kontraproduktiv. Es ist eben doch so, dass hier Kräfte abgezogen bzw. aufgeteilt werden, die in einem gemeinsamen Raum wirklich zielführender eingesetzt werden könnten.

F. Ich halte die Besetzung des C1 auch mit einer ausreichenden Personaldecke für nicht zielführend, weil ich einfach keinen echten zusätzlichen Nutzen darin erkenne, der nicht auch in unmittelbarer Nähe des Audimax und damit mit wesentlich weniger Energien geschaffen werden könnte.

G. Bevor das jetzt kommt. Blockade an sich ist für mich kein Ziel.

A Schön dass du da bist!

B Gut, dann bring dich doch bitte in den Plenas und AGs ein! Wie gesagt es wird jeden Tag über den C1 frisch diskutiert! You know Basisdemokratie!!!

C sry das mit dem Rektorat hast nicht du geschrieben. Ich finde es auch gut das Winkler kommt! Und ja auch das Rektorat ist für viele Missstände verantwortlich! (Nochmals: Ungerechte Anmeldesysteme, Halbjahresverträge für Prof. – dh kein fixer Arbeitsplatz) VRSchnabl hatte dafür kein Verständnis!

Ich werde versuchen ein wenig netter zu sein, wenn du das möchtest. 😀 Dennoch war mein Beitrag sehr inhaltlich gemeint!

D Tja, natürlich, du bist ein freier Mensch! Schlafe und lerne wo du willst, niemand hält dich ab.

Studierende die am Protest aber teilnehmen wollen, in welcher Form auch immer wissen wo sie hingehen müssen.
Und ja diskutiert wird im Audimax und im C1 und an der Bildenden und an zahlreichen anderen Universitäten!

Ich weiß nicht ob du bei einer AG wirklich dabei warst im Audimax aber meine zwei haben sich immer am Gang getroffen.
Wenn Studierende oder Lehrende eines ganzen Studienganges zusammenkommen sind das gut und gerne immer mehr als 500 Personen – wenn sich diese treffen wollen und im Audimax ist kein Platz, weil eben den ganzen Tag Programm ist – gibtes ncoh Platz im C1. Wir sagen niemandem was er tun soll. Wir bieten nur an.
Nochmals wir sehen momentan noch Sinn darin den C1 zu halten, und er wird auch genutzt, das kann sich aber von Tag zu Tag ändern.

E Wenn dann waren die Ausrufe immer abgemacht oder persönlich von der Presse im Audimax selbst geschrieben. Bzw. am Plenum, das habe ich selbst gehört gestern, schon zu bedenken gegeben worden, dass im Audimax selbst wenig Leute übernachten werden. Nochmal Audimax und C1 stehen in engem Kontakt, wir wissen von einander. Wir war das nochmal mit dem nicht ausspielen?

F Mehr Hörsäle, mehr Druck! Hat man ja gesehen, sonst wären nicht Leute vom Rektorat auf der Matte gestanden! Entlastung des Audimax!
Audimax hat sich gerade übrigens wieder per Skype gemeldet: Es gibt eine größere Gruppe von Schülerinnen die sich am Wochenende noch treffen möchte. Audimax hat darum gebet ob der C1 das übernehmen kann – weil kein Platz.
Auch die Lehrenden der Universtität haben sich für nächste Woche angekündigt!
Ebenso sind für nächste Woche zwei Vorlesung von Professoren in Planung – die den Saal nutzen möchten – für selbstbestimmte Vorlesungen.
Solange uns der Audimax anruft und um Unterstützung fragt erklärt sich die Besetzung des C1 von selbst – finde ich.
Aber meine Meinung zählt soviel wie jede andere. Diese Diskussion gehört nicht hierher, mein Lieber, sondern ins Plenum – Basisdemokratie Baby!

Ich hoffe du beachtest das bei deinen weiteren Artikeln die ich im übrigen sehr schätze. Aber du musst dir klar werden wo du deine Meinung äußerst. Wenn du für die Bewegung bist, wäre es schade ihr von außen zu schaden!

ad E. Wenn ich sage, die C1-Besetzung sollte aufhören, dann richtet sich das freilich nicht gegen die Leute, die dort in bester Absicht besetzen. Interpretiere das bitte nicht dauernd so, als würde ich daraus zwei Gruppen machen und sie gegeneinander ausspielen wollen. Gerade dass das eigentlich EINE Gruppe ist, ist ja mein Argument. 😉

Als Teil des Protests kann ich mich gar nicht von außen äußern. Dieser Blog gehört mir und dadurch ebenfalls Teil des Protests.

Ich schreibe manches lieber hier als es im Plenum (wo ich mich auch melde) zu sagen, weil ich hier unbegrenzt Zeit und Aufmerksamkeit habe und die nötige Ruhe um alles be- und durchdacht zu sagen. Außerdem ist als berufstätiger Student auch meine Zeit zu begrenzt, als dass ich jedes Plenum besuchen kann.

Außerdem kann ich hier auf Widerspruch antworten und eine echte Diskussion führen – im Plenum ist nach einer Wortmeldung schluss, das wird sonst sehr schnell als Wichtigtuerei interpretiert und dadurch nicht mehr richtig gehört. Für mich ist es also gut, dass ich hier Dinge zuerst andiskutiere um zu einem Schluss zu kommen, der dann vielleicht pointierter formulierbar ist.

Mein neuer Vorschlag nach dem Gespräch mit dir wäre es z.B. eher, den C1 temporär zu besetzen um ansonsten vielleicht unsichere Versammlungen zu ermöglichen. Bei den anderen Punkten bin ich nach wie vor nicht der Meinung, dass es dafür einen eigenen oder vor allem diesen Hörsaal braucht.

Ich habe diesen Blog erst jetzt gelesen und hätte mich in einigen Dingen gern früher ins Gespräch eingebracht. Die meisten Punkte wurden mittlerweile geklärt, aber ein paar Anmerkungen hätte ich noch:

A. Ich bin selber Besetzer im C1 und seit Mittwoch Abend dabei. Geschlafen habe ich in dieser Zeit wenig. Da ich zeitweise der einzige anwesende Sanitäter war litt auch ich unter dem „ohne mir geht’s nicht“-Syndrom. Gestern bin ich dann nach ca. 50 Stunden auf den Beinen (gut, um hier bei der Wahrheit zu bleiben und nicht zu übertreiben: eine Stunde schlaf war schon drin und ich war auch nicht durchgehend am C1) nach Hause gefahren um zu schlafen und mich zu regenerieren um dann heute Abend mit neuer Kraft ins C1 zurückzukehren. Ich will hier aber nicht nur über mich berichten, ähnliches Verhalten habe ich bei sehr vielen der C1 BesetzerInnen beobachtet. Generell sieht man, dass die Leute im C1 viel ausgeruhter sind. Das kommt auch dem Audimax zugute, wenn mal wirklich Unterstützung benötigt wird.

B. Tom, du hast glaub ich mehrmals erwähnt, dass wir vom C1 aus Hilferufe an das Audimax gesandt haben. Das stimmt und war zu dieser Zeit auch wichtig, da wir von einer ganzen Schar erstsemestriger StudentInnen überrascht wurden. Ich denke aber, das es sich dabei lediglich um ein Problem der ersten Tage handelt, da die TeilnehmerInnen der Vorlesungen noch nicht ausreichend über die Besetzung des C1 bescheid wissen. (Das Rektorat weigert sich ja weiterhin, auf der Uni-Homepage über die Besetzung des C1 zu informieren.) Wir arbeiten sehr daran, die Information über die Besetzung des C1 zu verbreiten und ich denke das lange Wochenende spielt uns dabei gut mit.

so alt ist der beitrag noch nicht und debatten prinzipiell eh fast immer erwüünscht. 😉 unter anderem deshalb war ich auch irritiert, dass beim heutigen plenarpunkt „C1“ keine Debatte im audimax erwünscht war.

da war nämlich heute durchaus einiges, was meine meinung bestärkt hat. da wird ein eigenes plenum gemacht, eine eigene protest-arbeitsgruppe, ein eigenes tagesprogramm, ein eigenes morgenprogramm – wo gerade das audimax schon wirklich leute brauchen würde, die auch mal wieder in den morgenstunden und in der früh anwesend wären. abends wenn im audimax plenum ist, findet im c1 eine paralelle abendgestaltung statt. wenn all die gemütlichen und vernünftigen nachts in den c1 spazieren, bleiben im audimax nur noch die angeschwippsten blödleute übrig – und die sind ok, wenn sie als ergänzung da sind, aber mit denen allein drückt mans nicht – zumal die um 4 heimgehen.

das klingt alles sehr gemütlich und super im c1, aber es sollte eben all das im audimax stattfinden. sofas und morgenradio wären da sicher auch absolut erwünscht.

„Sich nicht aus der Verantwortung zu
stehlen, sondern Solidarität zu zeigen
damit es alle gut haben. Das ist das
ideologische Grundgerüst unserer
Bewegung.“

Wunderschöner Satz!

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