Lesestoff 0 comments on Warum der Guardian keine Paywall hochzieht (und vieles mehr)

Warum der Guardian keine Paywall hochzieht (und vieles mehr)

Wie immer ist Wolfgang Blau (der Chef-Digital-Stratege des Guardian) auch im Interview mit meinem Kollegen Oliver Mark von derStandard.at jemand, dessen Worten man folgen sollte.

„Nach unseren Kalkulationen können wir ohne Paywall auch höhere Erlöse erwirtschaften als mit einer Paywall und dank der leichteren Interaktion mit unseren Leserinnen und Lesern auch einen moderneren Journalismus hervorbringen.“

Features 0 comments on Die Staatsleute, ihre Inszenierung und die Fotografen

Die Staatsleute, ihre Inszenierung und die Fotografen

Erst war es ein mächtiges Zeichen, dass so viele Staatsleute solidarisch mit den eineinhalb Millionen Menschen in Paris marschierten.

Dann wurden es kritisiert, weil ein großer Teil von ihnen es mit der Pressefreiheit daheim selbst nicht so genau nimmt.

Dann kamen Bilder in Umlauf, die die Inszenierung entlarvten, die Politiker hätten die Masse der Demonstranten tatsächlich angeführt. Continue Reading „Die Staatsleute, ihre Inszenierung und die Fotografen“

Features 6 comments on Werner Faymann und der verweigerte Satz über den Islam

Werner Faymann und der verweigerte Satz über den Islam

Werner Faymann wurde am Montag in der ZiB2 von Armin Wolf gefragt, ob er sagen würde: „Der Islam gehört zu Österreich“. Faymann tat es nicht. Das fand ich zuerst seltsam, dann aber interessant. Was hielt den Regierungschef von diesem Satz ab? Continue Reading „Werner Faymann und der verweigerte Satz über den Islam“

Features 2 comments on Was das Profil gefährlich macht

Was das Profil gefährlich macht

Nach den Anschlägen in Paris auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“, eine Druckerei und einen jüdischen Supermarkt hat sich unter viele entsetzte, betroffene und auch dumme Reaktionen ein Cover der aktuellen Ausgabe des Profils geschlichen. „Was den Islam gefährlich macht“, titelte das Magazin. Das alleine ist eine Verallgemeinerung, die mit seriösem Journalismus schon weniger zu tun hat als mit den Sprüchen, die man für gewöhnlich in rechten Blogs und Trollpostings findet.

Aber über die schiere Wortwahl könnte man vielleicht noch hinwegsehen, Provokation ist immerhin ein legitimes Stilmittel. Zusammen mit der Bildsprache (der Text wurde begleitet von einem Bild, in dem die Attentäter von Paris auf einen am Boden liegenden und bereits sterbenden Polizisten schießen und das Wort „Islam“ wurde blutrot gefärbt – es ist also eine Verallgemeinerung die sich mit einem schweren Vorwurf paart) geht sich das in meinen Augen aber alles nicht mehr als journalistisch akzeptabel aus. Continue Reading „Was das Profil gefährlich macht“

Features 1 comment on Werden Mohammed-Karikaturen jetzt zur Bürgerpflicht?

Werden Mohammed-Karikaturen jetzt zur Bürgerpflicht?

Es ist eigentlich ein Fehler, nach einem Terroranschlag über die Opfer und ihre Arbeit zu diskutieren. Man läuft allzu leicht Gefahr, ihnen dadurch eine Provokation und damit eine Teilschuld zu unterstellen, obwohl diese nur bei den Tätern zu suchen ist. Aber es wird derzeit über die Arbeit von „Charlie Hebdo“ gesprochen und das teilweise auf eine Art, die man nicht unwidersprochen stehenlassen kann. Continue Reading „Werden Mohammed-Karikaturen jetzt zur Bürgerpflicht?“

Lesestoff 0 comments on Wenn 3,5% der Bevölkerung friedlich protestieren, fällt ein Regime

Wenn 3,5% der Bevölkerung friedlich protestieren, fällt ein Regime

Friedlicher Protest gegen Regime ist meist wesentlich effektiver und bringt eher Demokratien hervor als gewalttätiger.
Eine Bewegung, die 3,5% der Bevölkerung auf die Straße bringt, kann Regime ziemlich wahrscheinlich stürzen.
Good read.

„Researchers used to say that no government could survive if just 5 percent of the population rose up against it,“ Chenoweth says. „Our data shows the number may be lower than that. No single campaign in that period failed after they’d achieved the active and sustained participation of just 3.5 percent of the population.“ She adds, „But get this: every single campaign that exceeded that 3.5 percent point was a nonviolent one. The nonviolent campaigns were on average four times larger than the average violent campaigns.“

Video und Grafik nach dem Klick!

Blog 1 comment on Heimgehen um 17 Uhr: Die Einsicht der reisenden Frau Karmasin

Heimgehen um 17 Uhr: Die Einsicht der reisenden Frau Karmasin

Sophie Karmasin war ja nicht immer Familienministerin. Davor war sie auch Unternehmerin und Familienexpertin. Und als solche war sie einmal zusammen mit mir bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Jugendfrust eingeladen. Leider habe ich kein Video oder Transkript der Diskussion beim damaligen Veranstalter „Profil“ gefunden und der April 2012 ist schon wieder ein bisschen her. Aber wenn ich mich richtig erinnere (und wenn nicht, entschuldige ich mich gleich hier), hat sie sich damals beschwert, dass junge Menschen sich nicht mehr anstrengen würden. Es lief ungefähr darauf hinaus, dass BerufsanfängerInnen einfach um 17 Uhr nach 8 Stunden heimgehen wollen. In derselben Diskussion fand sie es natürlich auch nicht toll, dass junge Leute so wenige Kinder bekommen würden. Damals schien ihr der Zusammenhang noch nicht ganz klar zu sein. Das hat sich anscheinend geändert. Continue Reading „Heimgehen um 17 Uhr: Die Einsicht der reisenden Frau Karmasin“

Blog 0 comments on Fotostrecke: So sieht der neue Wiener Hauptbahnhof aus

Fotostrecke: So sieht der neue Wiener Hauptbahnhof aus

Am Dienstagabend hat die ÖBB und Instagramers Vienna einen „Instawalk“ veranstaltet. Etwa 30 Leute haben sich vorab den am Freitag eröffnenden, neuen Hauptbahnhof in Wien angesehen. Weil ich Instagram seit kurzem auch ausprobiere, war ich dabei und habe euch ein paar Fotos mitgebracht. Ihr bekommt sie nach dem Klick zu sehen!