In der ZEIT wird der Mär auf den Grund gegangen, dass wir alle mit 22 den Doktortitel, vierzig Jahre Berufserfahrung und die Weisheit mit Löffeln gefressen haben müssen. Wenn ihr das glaubt, solltet ihr das lesen.
Niemand kann sagen, die Studenten hätten sich diesen Jugendwahn selbst eingeredet. Er wurde ihnen eingebläut, über Jahrzehnte, von Politikern, Unternehmen– und nicht zuletzt den Medien.
Unternehmen ist das Alter von Bewerbern kaum wichtig. Das Hochschulinformationssystem hat die Absolventenjahrgänge 1997, 2001 und 2005 untersucht. Das Ergebnis: Die Studiendauer hatte keinen Einfluss auf den Erfolg bei der Jobsuche.
Die ganze Hetze, der Zeitdruck, die Sorge, man könnte durch ein langes Studium seine Chancen mindern – sie sind vollkommen unbegründet.
Die Erkenntnis, dass Schnellstudierer keinen Vorteil haben, ist auch deshalb eine Überraschung, weil die Behauptung, Absolventen seien zu alt, immer logisch klang.
3 Antworten auf „Studiert so schnell ihr wollt“
Das ist schon richtig, aber wenn das Studium keinen Spaß mehr macht (Neuer Studienplan sein dank) und man auch mal Geld verdienen will, schaut man halt das man so schnell wie möglich fertig wird. Das ist zumindest mein Antrieb den Master in 4 Semestern durchzudrücken.
ja gut, das ist ja ein ganz anderes thema. 😉
ein sehr nachvollziehbar für mich btw. die umstellung vom diplom auf bak/master-system hat mir so richtig den antrieb aus dem studium gedroschen.
Naja ich hab ja schon mit Bakk angefangen. Aber bei uns auf der TU im Herbst neue Masterstudienpläne gegeben. Das Ergebnis dieser Umstellung war, das der komplette Master verschult worden ist. Ich hab wesentlich mehr Anwesenheitspflicht als mein Bruder auf seiner FH. (Sinngemäße Aussage des Studiendekans:“Dieses Studium ist ein Vollzeitstudium. Nebenbei arbeiten ist nicht nicht vorgesehen“)
Aber wie gesagt das ist hier nicht das Thema. Wobei die TU da sicher sowieso anders ist als z.B.: die WU. Bei denen denk ich schon, das es einiges zählt das man schnell fertig wird. Immerhin wird die Konkurrenz am Arbeitsmarkt in diesem Bereich ja von Semester zu Semester immer größer.