Beiträge von Georg Pichler

Hightech-Journalist, Stimmwunder und Meister des Spezialtiramisus. Trotz des österreichischen Irrsinns immer noch ein Homo Politicus.
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Herr H. und sein Geschäftsmodell

2 K., , 15. February 2011
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Leichte Aufregung machte sich in mir breit. Nervös befühlte ich meine widerspenstige Frisur und trat aus der Strassenbahn 42. Zwei Blicke auf mein Smartphone. Ich bog in die Vinzenzgasse ab und begab mich von 18. in den 17. Wiener Gemeindebezirk. Ein kleiner Markt, ein Wettcafe, ein paar Imbissbuden, zwei Beisl. Viele verlassene Geschäftslokale. Hier, im Norden von Hernals residiert die Firma A. in einem Altbau. Ich sollte Herrn H. zu einem Bewerbungsgespräch treffen. (more…)

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Niki Lauda und die “Schwulen-Nummer”

5 K., , 24. January 2011

Der ORF zerstört gute Traditionen, propagiert schwules Tanzen (was seine Kinder nicht im TV sehen sollen), verbreitet falsche Rollenbilder und irgendwann wird man sich als Heterosexueller für seine sexuelle Orientierung öffentlich entschuldigen müssen. Und überhaupt ist Alfons Haider mit seiner ‘Schwulen-Nummer’ einfach nur quotengeil. Die Quintessenz von Niki Laudas jüngstem Interview.

Dieses führte der Ex-Rennfahrer und Seitenblicke-Dauergast übrigens mit “Österreich”/oe24.at und dem Chef, Wolfgang Fellner, persönlich. Die Zeitung hatte laut ÖAK im Jahr 2008 eine Wochentagsauflage von 320.000 Stück exkl. Gratisexemplare und oe24.at rühmt sich mit einer Besucherstatistik (PDF) von 2,5 Millionen Unique Clients im Monat. Lauda heiratete vor wenigen Jahren eine Frau, die etwa halb so alt ist wie er und wurde als 60jähriger Vater zweier weiterer Kinder. Neben Haider und seinem Partner werden auch elf heterosexuelle Paare übers “Dancing Stars”-Parkett wirbeln.

Ich lasse  das einfach mal so stehen.

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Über die schlechte Laune des gemeinen Österreichers

8 K., , 17. January 2011
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Österreich besteht aus gewachsenen Strukturen. Nein, nicht alles, aber speziell die Versorgung der Bevölkerung mit steuerfinanzierten, öffentlichen Dienstleistungen blickt auf eine lange Tradition des Verwaltet-werdens zurück. Und so gibt es für die verschiedensten Angelegenheiten mindestens eben so viele verschiedene Ämter, Magistrate, Bezirkshauptmannschaften oder anderweitige Institutionen. Diese sind der Hauptgrund, warum der gemeine Österreicher keinem besonders netten Klischee unterliegt. Mieselsüchtig, nörglerisch, zur Mißgunst neigend und permanent verfangen in einem Grundzustand leichter Todessehnsucht – das gängige Porträt des Homo Austriacus, gezeichnet von Kabarettisten und Künstlern. (more…)

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Exklusiv: Papst erlaubt Kondome – mit Formular

4 K., , 21. November 2010
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Breaking News. Der Papst erlaubt Kondome. Schäfchen, die sich nun ohne den bisherigen Gewissensbissen munter im Matratzensport üben wollen, seien gewarnt. Der Papst erteilt schließlich keinen Freibrief. Er würde sonst in Gefahr kommen, deswegen spontan zur Hölle zu fahren.

Nein, Kondombenutzung gibt es nur in “begründeten Einzelfällen”, also humanes Bleiberecht für Gummis. Und dank unserer guten Kontakte zum Opus Dei gibt es exklusiv auf zurPolitik.com das künftige Antragsformular zur Benutzung eines Präservativs. (more…)

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Fuck You, freier Markt

41 K., , 12. November 2010
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Der freie Markt regelt alles, sagen unsere neoliberalen Freunde. Der freie Markt passt sich an. Der freie Markt erfüllt die Bedürfnisse der Kunden. Denn der freie Markt reagiert auf Nachfrage. Würde der freie Markt alles regeln, wären wir alle frei, glücklich und zufrieden.

Ich schreie ihnen laut ein “Fuck You” zurück.* Denn ich bin der Meinung, dass der freie Markt die Gewinnmaximierung und den Shareholder Value über all diese angeblich netten Eigenschaften stellt. Zu Lasten der Kunden. Hierzu will ich zwei Beispiele anführen (more…)

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Drüsenamok Reloaded

1 K., , 8. November 2010
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Es hätte so schön sein können. Doch manchmal kommt alles anders, als man denkt. Als ich hoffnungsfroh den letzten Eintrag schrieb, ahnte ich noch nicht, was mich erwartete. Der Schilddrüsenspezialist hatte einen Ultraschall meiner Schilddrüse gemacht und mich unter die Gammakamera gesteckt. Anschließend schickte er mich zurück ins Krankenhaus, mit der Aussicht auf baldige Entlassung aus dem Gesundheitsgefängnis. Dann sah er sich meine Blutwerte an. (more…)

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The Radioactive Man

5 K., , 4. November 2010
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Juhu, ich kenne mein Problem. Und weiß, wie man es behandelt. Zudem winkt mir baldige Freiheit, die Rückkehr aus dem sterilen Zimmer in mein trautes Heim. Auch weg vom schnarchenden Herrn G., der eine neue Runde im Kampf um seine Gehtüchtigkeit eingeläutet hat. (more…)

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Mein Nachbar, der Herr G.

4 K., , 2. November 2010
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Der erste Tag im Spital ist immer ein bisschen traurig. Man tauscht sein wohlig-gewohntes Zuhause gegen ein schmuckloses Spitalzimmer, das in bleichem Bananengelb gestrichen ist. Unter dem kalten Neonlicht wird man fortan in den Arbeitsablauf dieser öffentlichen Heilanstalt integriert. Und man lernt neue Leute kennen, welche die anderen vier Betten bevölkern, und ihre eigenen Problemchen pflegen. (more…)

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Drüsenamok

1 K., , 31. October 2010
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Es hat mich also erwischt. Ich liege jetzt den dritten Tag in einem Krankenhaus, und weiß noch nicht so ganz warum. Nein, ich bin nicht mit einem anderen Verkehrsteilnehmer kollidiert oder über etwas gefallen. So eine Vermutung hätte natürlich ihre Berechtigung ob meiner weithin bekannten Tollpatschigkeit. Für die sind übrigens meine Augen verantwortlich. Schuldig an meiner aktuellen Misere ist jedoch die Schilddrüse, das Miststück. (more…)

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No Kangaroos in Austria

1 K., , 11. October 2010

Mein heutiges Briefkastenfundstück erklärt mir, wieso die Post aus England ungewöhnlich lange brauchte. Sie hat eine Weltreise hinter sich und kam trotzdem unbeschadet an. Das Klischee lebt.

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