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Rohrers Unmöglichkeiten sind nicht genug

Obwohl alles schlecht sei, verlangt die Grande Dame des Innenpolitikjournalismus von der Jugend Engagement. Das ist die falsche Rede – Eine Replik von Tom Schaffer

Falls jemand noch nie einen Kommentar von Anneliese Rohrer gelesen hat, sei ihm hiermit eine rasche Zusammenfassung vieler davon geliefert: „Österreichs Junge sind viel zu brav und egoistisch angepasst (und die duckmäuserischen Alten sind als schlechte Vorbilder schuld daran)„. Ich habe dieses Lamento jetzt schon einige Male zu oft gelesen. Obwohl ein großer, wahrer Kern darin steckt, teile ich den Befund so nicht mehr.

Es gibt natürlich diese passiven und unkritischen Jungegoisten, die man wie Rohrer als „Generation Scheiß drauf“ bezeichnen könnte (wenn man meint, dass diese Generation noch nicht mit genügend negativen Überbegriffen gestraft ist). Vielleicht gibt es heute etwas mehr als früher, vielleicht auch nicht. Jedenfalls hat es diese Gruppe schon immer gegeben. „Ein gesteigertes Politinteresse ist immer ein Minderheitenphänomen„, schrieb ich vergangenes Jahr bereits in einer ausführlichen Behandlung eines solchen Vorwurfs.

Welche Jugend soll das sein?

Die Jugend (die ich breit und doch zu eng als „Unter 30“ verstehe), die Rohrer immer wieder beschreibt, scheint mir nicht die aus meiner Welt zu sein. Ich kenne zum Beispiel viele jener mutigen, motivierten und hervorragenden JungjournalistInnen, deren Existenz Rohrer permanent zu leugnen scheint. In meinem Bekanntenkreis sind ganz allgemein viele politisch interessierte Menschen, die versuchen etwas zu tun etwas tun, was ihnen wichtig erscheint. Und seit #unibrennt (das hier nicht als Aufbegehr-Feigenblatt unserer Generation steht, sondern als simpler Beleg der Falscheit der Pauschalvorwürfe) sind es noch viele mehr geworden.

Rohrer scheint solche jungen Menschen nicht zu kennen. Jedenfalls werden die Jungen, wie ich sie kenne, bei der großen alten Dame des heimischen Journalismus nie in ihrer Kritik ausgenommen oder auch nur erwähnt. Ich muss annehmen, dass jemand bewusst die angebrachte Differenzierung vermeidet, der wie sie mit Worten umzugehen weiß.

Oft – und da wird es etwas paradox – werden solche Rohrer-Beiträge von genau solche Menschen beklatscht, die ich in diese „gute“ Kategorie tun würde. Dabei sollten sie – statt sich der Geißelung verpflichtet und möglicherweise noch darin angesprochen zu fühlen – das Selbstvertrauen aufbringen, sich lautstark auszunehmen und den Denkfehler aufzuzeigen.

Nicht „trotzdem“, sondern „deswegen“ muss das Prinzip sein

Diese Selbstvertrauen fehlt vielen. Das ist nicht nur schade, sondern gefährlich. Ich gebe Rohrer eine Mitschuld daran.

Sie spricht über junge Menschen mit einer Attitüde des Wohlmeinens und mit der Autorität all ihrer Erfahrung – also als Person, der man als Junger ruhig etwas glauben kann (und will). Und in dieser empfindlichen Position des Glaubens werden viele junge Menschen von ihr dann mit einem hoffnungslosen Bild überrumpelt. Was die Grande Dame als ihre „Trotzdem“-Haltung bezeichnet, malt immer eine Welt, in der alles ganz fürchterlich ist und niemand das Richtige tut. Und aus dieser Situation heraus wird der einzelne junge Mensch (ob nun konkret JournalistInnen oder andere) aufgefordert, doch „trotzdem“ den hoffnungslosen Kampf zu führen.

Auch das Hoffnungslose zu versuchen ist ein legitimer Appell. Er ist ja nicht so ganz neu, aber er ist vor allem nicht genug. Dieses „Allein gegen Alle“-Szenario schreckt mehr ab, als man abschrecken müsste. Es begünstigt die Mutlosigkeit, die Rohrer bekämpfen möchte. Autoritäten wie sie, die es gut mit der Jugend meinen, müssten zeitgleich mit der Kritik auch auf jene hinweisen und ihnen eine Plattform bieten, die „es“ richtig machen. Nicht (nur) um deren Egos zu streicheln (was auch wichtig ist), sondern um den Nachrückenden Beispiele zu geben, wie es gehen kann. Statt nur an das innerste und schwierige Ideal zu appellieren, muss man gerade junge Menschen auch ermutigen – das „Deswegen“ betonen, nicht das „Trotzdem“.

Was Anneliese Rohrer auch sagen müsste

Ermutigung soll das Prinzip Rohrers Cafe Landtmann-Stammtisches sein (der mich ja aus irgendeinem Grund bisher nicht anzieht – anderes Thema). Hingegen verpasst sie es in so ziemlich allen mir bekannten Texten, Interviews und Podiumsdiskussionen (also dem öffentlichkeitswirksamen Teil ihres Tuns), etwas von großer Bedeutung zur Jugend zu sagen: „Es gibt den Erfolgsweg, auf dem man etwas ändern kann. Und der ist gar nicht immer nur anstrengend und hoffnungslos, sondern es kann sich wirklich auszahlen, ihn zu gehen“.

Weil auch ich viel Respekt vor Anneliese Rohrer habe, würde ich mir wünschen, dass sich das ändert.

Von Tom Schaffer

ist Journalist, studiert Politikwissenschaft in Wien und ist der Gründer von zurPolitik.com, ballverliebt.eu und rebell.at.

16 Antworten auf „Rohrers Unmöglichkeiten sind nicht genug“

Bei einer Podiumsdiskussion, bei der ich auch anwesend war, hat sie ein konkretes Beispiel gebracht: Wir Jungjournalisten müssten uns endlich mal mit der Gewerkschaft anlegen, um sie zum Abschluss der Kollektivvertragsverhandlungen zu zwingen und nicht auf unrealistischen Forderungen zu bestehen. Da hat sie vielleicht nicht ganz unrecht, meine ich…

Ich vermag nicht zu sagen, was unrealistische Forderungen sind – bin auch nicht im Detail über die KV-Verhandlungen informiert. Was wäre deiner Meinung nach ein Fehler der Gewerkschaft in den Verhandlungen?

Sachen wie die 15 Monatsgehälter sind meiner Meinung nach nicht gerade zeitgemäß. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verhandlungen schon dermaßen lange nur an den Verlegern scheitern. Wofür ich aber sicher bin, ist das Beharren darauf, dass auch Online-Redakteure in diesen KV aufgenommen werden sollen.

Ich kann sowohl zu Teilen Rohrer, als auch dir, Tom, zustimmen.
Wie du geschrieben hast, kennst du in deinem Umkreis viele junge Menschen, die sich für ihre Zukunft einsetzen, politisch aktiv sind und sich kritisch mit aktuellen Geschehnissen auseinandersetzen. Auch ich habe in meinem Bekannten- und Freundeskreis hauptsächlich solche Menschen. Allerdings muss zum einen in Betracht gezogen werden, dass wir auch dazu neigen, uns mit Menschen, die uns ähnlich sind, zu umgeben. Zum anderen sind diese politisch agierenden und kritischen Menschen eine Minderheit. Klar, uns kommt es nicht unbedingt so vor, dass das der Fall ist – eben auch weil wir uns mit uns ähnlichen Menschen umgeben.
In der Hinsicht, dass die heutige Generation unter 30 in Summe eine „Generation Scheiß drauf“ ist, muss ich Rohrer zustimmen, auch wenn es mir persönlich auch ein bisschen wehtut, weil ich mich auch eher zu der kritisch denkenden Minderheit zähle.
Rohrer hat als Anti-Beispiel dieser Generation #unibrennt angesprochen – allerdings, da muss ich dir zustimmen, diese ziemlich runtergespielt. Denn diese Bewegung hat tatsächlich mehr Menschen zu dieser „kritisch denkenden Minderheit“ geführt und auch etwas bewegt. Und an was ist #unibrennt u.a. zum Schluss gescheitert? Nicht an der Passivität der Generation unter 30, sondern vor allem an der Starrheit und Sturheit der Generationen über uns.

@Marlene, dass die politisch aktiven, kritisch denkenden Menschen (in der nerdigen Ausprägung von der wir hier sprechen), eine Minderheit sind, ist eh klar. War schon immer so. Wird immer so sein. (siehe der verlinkte Text von mir im zweiten Absatz) Genau deshalb find ichs unangebracht, ausgerechnet unserer Generation das Scheissdrauf-Etikett draufzukleben.

#unibrennt ist aber letzten Endes sicher auch daran gescheitert, dass es keine Bewegung für eine breite Masse war, sondern für eine kleine Gruppe an Höhergebildeten, die noch dazu alle eine bestimmte politische Auffassung teilten. Ich persönlich zum Beispiel fand die Bewegung an sich extrem wünschenswert, konnte aber trotzdem mit vielen ihrer Ziele nichts anfangen. Wenn ich als Student das schon nicht konnte, wie soll man dann damit den 16-jährigen Mechanikerlehrling erreichen?

#unibrennt ist (wenn überhaupt) daran gescheitert, dass die anderen sich nicht mit ihren kompatiblen Wünsche dazugesellt haben. Die Signale in diese Richtung wurden massenhaft gesandt und Anknüpfungspunkte hätte es genug gegeben. #unibrennt ist nie mit einem selbstzentrierten, exklusiven Programm unterwegs gewesen. Der Vorwurf ist amüsant angesichts dessen, dass von Tag 1 weg es ja auch einer der konservativen Kritikpunkte war, dass die Leute versuchen viel zu viel zu tun und sich lieber auf die Hochschulbildung konzentrieren sollen.

Aber ist ja für die Diskussin komplett egal. Jedenfalls war es eine große, politische Bewegung von jungen Menschen, die bis ins heute hineinwirkt. Es braucht schon ein enormes Kurzzeitgedächtnis und selektive Wahrnehmung um das zu vergessen und dann ausgerechnet diesen Leuten vorzuwerfen, sie seien passiv und unkritisch.

Ihr habt alle recht, auch Rohrer, zu einem gewissen Grad. Ich bin dafür das systematisch zu sehen, so wie auch Tom. „Deswegen“ und nicht „Trotzdem“, das muss der Weg sein, das sehe ich ganz genau so.
Wer von uns weiß denn wirklich, wen #unibrennt so alles erreicht hat (und wiesos gescheitert ist – btw. „scheitern“ ist ein sehr relativer Bgeriff. KP Liessmann schrieb mal in der Presse, „Revolutionen“ die nicht reussierten waren auf mittlere und längere Dsitanz weitaus wirkungsvoller als solche die erfolgreich verliefen). Ich selber habe viele kennengelernt, die nicht aus akademischen Zirkeln kommen, sondern aus dem „Hackler“ Millieu. Die waren zum Teil begeistert davon, dass die Studierenden aufstehen. Es gab natürlich auch ganz viele andere, solche die die bloße Tatsache des Protests furchtbar wütend gemacht hat. Das alles ist für uns nie aus genereller Perspektive, sondern immer nur aus den individuellen Erfahrungen analysierbar.
Was ich immer stärker beobachte, ist dass Zusammenhänge nicht so gesehen werden, wie sie sind, dass wir alle Grundlegendes zu Gunsten von Partikularem zurückstellen, und uns dann wundern, wieso wir schwach sind bzw. an Stärke verlieren. Die seit ca. 25 Jahren gewachsene Wirtschafts und Sozialordnung ist eine der schrittweisen Entsolidarisierung bis hin zum radikalen Individualismus, das ist für mich auf so vielen Ebene und in so vielen Bereichen offensichtlich geworden.
Wenn wir nicht begreifen, dass es Strukturen gibt die dieses Gegeneinander fördern, ja die das sogar absichtlich schaffen, weil es gewissen Personen, Organisationen und Institutionen nützlich ist, dann können wir uns nur mit dem jeweils nächsten Verbünden – und ich bin überzeugt dass das nicht zum gewünschten Effekt führen wird. Auch werden wir dann nie verstehen, WIESO so viele diese „scheiss drauf“ Einstellung verinnerlicht haben.
Allianzen schmieden. Das halte ich für den einzigen Weg. Auch wenn ich skeptisch bin, ob „das immer so war, so ist und immer so sein wird“ – in dem Punkt denke ich das auch.

Rohrer hat Recht, wenn sie darauf hinweist, dass man gegen die eigene Bequemlichkeit ein politischer Mensch sein soll.

Dann aber macht sie den entscheidenden Fehler, der für eine Frau ihres Intellekts eigentlich unverständlich ist: Sie macht ein Generationendingsi draus. Völlig unnotwendig. Das Thema wär auch so wichtig genug. Ihre implizite These, dass der eigene Wohlstand oftmals politische Ambitionen ins Unendliche aufschiebt, stimmt für jedes Menschenalter.

Indem sie es zu einer Generationenfrage „Wir hier, ihr dort“ macht, interessiert es mich eigentlich nimmer. Ehrlich: Generationen zu schubladisieren bringt so einen Berg an Undifferenziertheit, dass es mich nur noch ermüdet.

Oder um es mit gleicher Münze zurückzuzahlen:

Generationendingsi-Modus on:

„Rohrer ist 44 geboren. Das ist also exakt die Generation, die meines Erachtens in der Geschichte Europas am wenigsten leisten musste von allen: Die demokratische Struktur des neuen Europas wurde von der Vätergeneration erschaffen, das Wirtschaftswunder war im globalen Setting und nach dem Ruin des Krieges nicht zu verhindern. Die Erfahrungen der Diktatur noch frisch genug, damit die Demokratie selbst in einem Land der Schönwetterdemokraten genug Rückenwind hat.Sprich: Ein Leben wie in der geschützten Werkstätte. Und es sind stets genau die, die uns belehren wollen. Robert Menasse (geboren 54) stieß doch mal ins selbe Horn, oder? Vielen Dank jedenfalls, liebe geschützte Werkstätte Generation. Eure Tipps sind ganz essentiell für meine Lebensgestaltung.“

Generationendingsi-Modus off

[Nicht ganz ernst gemeint!]

„Generation Scheiß drauf“ ist kein Etikette von mir, sondern das Zitat einer jungen Akademikerin in einer Facebook Umfrage. Nur so viel zur Wahrheit.

http://en.wikipedia.org/wiki/Outgroup_homogeneity_bias

Wir schreiben der Eigengruppe gerne Individualität, kritisches Denken und Engagement zu, während wir Fremdgruppen als fremdgesteuerte, unmündige, gedankenlose Herde wahrnehmen.

Das trifft auf Rohrers Einschätzung ihrer Generation zu, genauso wie auf die unibrennt-Fraktion. Wenn „unibrennt“ das beste Beispiel ist, das euch einfällt, dann muss ich Frau Rohrer aber Recht geben. Die Vorträge und Diskussionen, die per ustream übertragen wurden, waren durchaus hörenswert, aber Meinungen, die auch nur einen Millimeter von der ATTAC/Misik/Menasse-Weltsicht abwichen, kamen nicht vor. Auch ein Grund, warum die Bewegung völlig ineffektiv war.

Anneliese Rohrer sieht einen Generationenkonflikt und erhofft sich eine kampfbereite Jugend. Bei unibrennt sucht man danach vergeblich.

Rohrer hat aber auch einen blinden Fleck von der Größe und dem Ausmaß der FPÖ. HC Strache hat die Schwelle von 100.000 Facebook-Freunden geknackt. In diesem Lager gibt es Enthusiasmus und Elan. Da gibt es Dynamik.

****

Der Vergleich der Generationen und Lager dürfte nur schwer objektivierbar sein. Die Zeiten, als die meisten Journalisten Mikrophonständer waren, sind vorbei. Andererseits nimmt man heute eine Respektlosigkeit war und den Versuch, die politische Agenda selbst bestimmen zu wollen und Opposition gegen alle machen zu wollen.

Dadurch sinkt aber das Ansehen der Politik im Allgemeinen, was die Politik für Talente nicht gerade schmackhaft macht. Auch das bemängelt Frau Rohrer ja häufig.

Und dann muss man sich fragen, was man als politisches Engagement zählt. Das Dreinreden und Besser wissen als Dissident?
Oder die geduldige Parteiarbeit und Übernahme von Verantwortung? Aktuell fehlt es meiner Einschätzung nach an Letzterem. Personen der ersten Gruppe, wozu ich mich auch selbst zähle, gibt es ja heute wie Sand am Meer.

Nachdem ich letzten Herbst in Graz einen Vortrag von Frau Rohrer gehört habe und sie uns alle aufgefordert hat, doch unsere Meinung zu äußern, Politiker einfach anzusprechen, Emails zu schreiben,… ist in mir der Gedanke zu einer Website gereift, die ich nun vorstellen möchte: Auf http://www.grassrootpower.com kann jeder ein Emaillawine zu einem Thema starten, bei dem er politisch oder gesellschaftlich etwas verändern möchte. Ein bisschen so, wie man früher Postkarten an Politiker oder Konzerne geschrieben hat. Und das sowohl auf nationaler als auch auf lokaler Ebene. Ich hoffe, dass diese Website zu einer großen Plattform wird und lade alle Mutbürger ein, Powermail-Projekte zu starten. Denn: zusammen können wir etwas bewegen! LG Christian Friedrich

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